Veröffentlicht am 12. März 2010, Kategorie(n):Filme & TV, 75 x gelesen
Anfang Januar wurde bereits über den Dokumentarfilm “Die 4. Revolution – Energy Autonomy” von Carl-A. Fechner berichtet, der am 18. März 2010 in die Kinos kommt. Der Film steht für eine mitreißende Vision: Eine Welt-Gemeinschaft, deren Energieversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gespeist ist – für jeden erreichbar, bezahlbar und sauber. Damit soll eine globale Umstrukturierung einhergehen, die die Machtverhältnisse neu ordnet und das Kapital gerechter verteilt. Die Aussage des Films lautet: Es kann jetzt beginnen, wir müssen es nur tun!
Das die in “Die 4. Revolution – Energy Autonomy” genannten Ideen umsetzbar sind, zeigt der Film anhand beispielhafter Projekte und ihrer Vorkämpfer in zehn Ländern: Das energieeffizienteste Bürogebäude der Welt steht in Deutschland und produziert mehr Energie, als es verbraucht. Erneuerbare Energien sichern Familien in Mali und Bangladesh über hautnahe Finanzierungsmodelle die Existenz. Alternative Energiekonzepte revolutionieren die Autoindustrie und fördern neue Wege der Mobilität.
Klimawandel und Klimaschutz sind aktuelle Themen, von deren Notwendigkeit die breite Öffentlichkeit längst überzeugt ist. Nicht zuletzt deshalb sind Umwelttechnologien und erneuerbare Energien bereits heute hochprofitable Branchen, und Unternehmen aus diesem Sektor sollen in Zukunft noch stärker dafür sorgen, dass unser Planet trotz steigendem Wohlstand lebenswert bleibt. Auch wollen immer mehr Menschen durch einen bewussteren Konsum und ein nachaltigeres Verhalten zu einer intakten Umwelt und fairen Gesellschaft beitragen. Dazu zählt natürlich ebenfalls, dass Verbraucher zunehmend Wert darauf legen, dass ihre Geldanlagen im Hinblick auf ökologische und ethische Aspekte sinnvoll ausgerichtet sind.
“Für alle herkömmlichen Kapitalanlageprodukte gibt es ethisch-ökologische Alternativen”, ist Dirk Baude, Vorstand der Umweltfinanz, überzeugt, “selbst für Riester-Verträge.” Nach Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wurden bis Ende 2009 bereits rund 13 Millionen Riester-Verträge abgeschlossen. Laut Baude bringt davon wohl aber nur der geringste Teil eine Grüne Rendite. Dabei ist nicht das “Wollen” der Anleger das Problem. Vielmehr fällt es den meisten schwer, entsprechende Angebote und eine qualifizierte Beratung zu finden. Diese Lücke will die Umweltfinanz füllen, denn dort sieht man ethisch-ökologische und nachhaltige Kriterien als wichtige Bedingungen, um langfristig erfolgreich und gleichzeitig mit gutem Gewissen vorzusorgen. Mit der “Grünen Rente” können Privatanleger an der Wertentwicklung von Zukunftsmärkten partizipieren und gleichzeitig eine sozial-ökologische Wirtschaftsweise fördern.
Veröffentlicht am 10. März 2010, Kategorie(n):Allgemein, 88 x gelesen
In der Europäischen Union (EU) leben aktuell rund 500 Millionen Einwohner und vier von fünf Europäern leben in Städten. Da der Großteil also in Städten oder Ballungsräumen lebt, kommen auf die städtischen Gebiete enorme ökologische Herausforderungen zu und Umwelt- und Klimaschutz muss in den Städten beginnen. Seit 2010 wird daher jedes Jahr eine europäische Stadt zur “Grünen Hauptstadt Europas” gewählt und mit dem Green Capital Award ausgezeichnet. Für den prestigeträchtige Titel hatten sich für 2010 und 2011 nicht weniger als 35 Städte beworben, aus denen die acht Finalisten Amsterdam, Bristol, Kopenhagen, Freiburg, Hamburg, Münster, Oslo und Stockholm ausgewählt wurden.
Alle diese Metropolen konnten die Jury durch ihre hohen Umweltstandards sowie ihre ehrgeizigen Ziele zur Entlastung der Umwelt und der nachhaltigen Stadtentwicklung überzeugen. Auch wenn der Titel “European Green Capital 2010″ im Februar an Stockholm und die Auszeichnung “European Green Capital 2011″ an Hamburg ging, können die Bewohhner aller finalen Städte sicherlich stolz sein. Aus diesem Grund sollen hier auch die acht Finalisten bei der Wahl zur Grünen Hauptstadt Europas 2010 und 2011 vorgestellt werden. Den Anfang macht Bristol, die achtgrößte Stadt Englands.
In Berlin ist wahrscheinlich nicht nur der Regierungssitz der Bundesrepublik sondern auch sie ist auch die Hauptstadt, wenn es um Grüne Mode oder Bio-Essen geht. Wer hingegen an Geldanlagen denkt, der hat mit Sicherheit eher die Bankenmetropole Frankfurt am Main im Sinn. Die unabhängige Finanzberatung, Grünes Geld GmbH, die sich auf die ethisch-ökologische Geldanlage spezialisiert hat, expandierte dennoch in die Hauptstadt und eröffnete dort Anfang März 2010 eine neue Geschäftsstelle in Berlin-Mitte. Mit der Neueröffnung soll nach eigenen Angaben noch mehr Menschen der Zugang zu einer ökologisch und ethisch einwandfreien Geldanlage zu ermöglicht werden. Denn in Deutschland gibt es bei herkömmlichen Banken nach wie vor kaum Transparenz, wie und wo das Geld der Kunden angelegt wird.
Dabei suchen immer mehr Anleger nach alternativen Investments, deren Anlagehorizont und Sinn sie einschätzen können und verstehen. Sie berücksichtigen bei der Auswahl ihrer Geldanlage nicht mehr nur die üblichen Anlagekriterien wie “Rendite” oder “Sicherheit”, sondern beziehen auch ökologische, soziale und ethische Aspekte mit ein. Die Grünes Geld GmbH ist Spezialist bei nachhaltigen Investments: Ihre Mitarbeiter beraten unabhängig und analysieren transparent Stärken und Schwächen einzelner Investments. In das Portfolio kommen nur Anlageprodukte, die gut für die Umwelt und für hilfebedürftige Menschen sind. Unternehmen, die auf Kosten unseres Planeten oder Ländern der Dritten Welt hohe Profite erwirtschaften, werden dabei kategorisch ausgeschlossen.
Veröffentlicht am 8. März 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 127 x gelesen
“Think Blue” lautet die neue Kampagne von Volkswagen, die das Umweltengagement des Automobilkonzerns aus Wolfsburg in den Mittelpunkt stellt. Passend dazu erspart man bei VW der Umwelt nicht nur durch die Einführung immer effizienterer Fahrzeuge Tonnen an CO2-Emissionen, sondern auch durch die Neuausrichtung der weltweiten Bürogeräte-Infrastruktur. Im Rahmen der Umstellung auf eine grünere IT wurden 52.000 Faxgeräte, Drucker, Kopierer und Scanner durch weniger als 17.500 energiesparende Multifunktionsgeräte ersetzt und in eine vereinheitlichte IT-Infrastruktur integriert.
Grafik: Volkswagen
Volkswagen verbessert damit seine Energieeffizienz und Umweltbilanz und kann gleichzeitig auch die Kosten senken: Neben den Stromkosten auch die der Anschaffungen, denn mit der Umstellung reduzierte der Konzern seinen IT-Gerätepark um 66 Prozent und sparte rund 35.000 Einzelmaschinen ein. Aufeinander gestapelt würden all die eingesparten Maschinen einen Turm von 14 Kilometern Höhe ergeben.
Veröffentlicht am 5. März 2010, Kategorie(n):Solarenergie, 133 x gelesen
Vor 25 Jahren, im Jahr 1985, nahm die Sharp Manufacturing Company of UK ihre Geschäftsaktivitäten in Llay, Wrexham, Nordwales auf und hat dort bis heute ein breites Spektrum an Produkten gefertigt. Seit 2004 sind Photovoltaik-Module allerdings das Hauptprodukt in Wrexham. Der Standort wurde laut Nobuyuki Sugano, Executive Managing Officer und Group General Manager der International Sales & Marketing Group der Sharp Corporation, durch die Unterstützung der walisischen Landesregierung, des Gemeinderats von Wrexham County und andere Behörden in dieser Zeit zu einem der führenden Produktionsstandorte des japanischen Konzerns. In Zukunft sollen Interessierte im Sharp Solarzentrum die Möglichkeit zur Weiterbildung und Information rund um die Technologie der Photovoltaik und ihrer zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten haben. Außerdem soll das heute eröffnete Solarzentrum dazu dienen, den Bekanntheitsgrad dieser Technologie noch weiter zu erhöhen.
Bei der feierlichen Eröffnungszeremonie waren der First Minister of Wales, Carwyn Jones AM, der Bürgermeister von Wrexham, Cllr Arwel Gwynn Jones, sowie Führungskräfte von Sharp zugegen. Carwyn Jones, First Minister of Wales, sagte in seiner Festrede: “Zuerst möchte ich Sharp zum 25. Jubiläum seit Gründung der Fabrik in Wrexham gratulieren. Ich freue mich sehr, dieses neue Solarzentrum eröffnen zu dürfen. Es wird Besuchern aus Wales und darüber hinaus die Möglichkeit geben, mehr über die neuesten Entwicklungen in der Photovoltaik zu erfahren. Der Bedarf an kontinuierlichen Fortschritten bei umweltfreundlichen Technologien ist entscheidend für die Förderung des Wachstums und die Ermutigung zu Innovation und Unternehmergeist.”
Veröffentlicht am 4. März 2010, Kategorie(n):Windkraft, 165 x gelesen
Wie die Eco-Internetplattform TreeHugger berichtet, gab die schwedische Vize-Ministerpräsidentin und Ministerin für Wirtschaft, Maud Olofsson, bekannt, dass in Schweden in den nächsten zehn Jahren 2.000 neue Windkraftanlagen gebaut werden sollen. Damit könnten pro Jahr zusätzlich rund 10 Terrawattstunden oder umgerechnet rund 10 Milliarden Kilowattstunden (kWh) an sauberer Energie erzeugt werden. Die ohnehin vergleichsweise niedrigen CO2-Emissionen von Schweden würden damit noch weiter sinken.
Foto: Dirk Goldhahn
Bis zum Jahr 2020 will Schweden in etwa 50% seines Bedarfs an elektrischer Energie aus erneuerbaren Energiequellen decken. Dazu zählen neben Windenergie auch Solarenergie und die Verwendung von Biokraftstoffen.
Veröffentlicht am 2. März 2010, Kategorie(n):Bücher, 316 x gelesen
Auch wenn sich Berichte zur globalen Erwärmung und dem Klimawandel sich alltäglich in den Medien wiederfinden und das Thema zur UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 Zeitungen wie TV und Internet sogar dominiert hat, ist die dramatische Veränderung für viele Menschen doch immer noch ein sehr abstraktes Phänomen. Irgendwie scheint sich das Wetter zu verändern. Wird es wärmer, kälter oder einfach nur extremer? Sind die Menschen daran schuld oder zumindest mitschuld? Ist es denn nicht vielleicht sogar besser wenn es wärmer wird? Und ist eine globale Erwärmung um zwei, drei oder vier Grad denn wirklich so schlimm?
Diese oder ähnliche Fragen stellen sich vielleicht viele Menschen und auch die, die dem Klimawandel eher kritisch gegenüberstehen, haben wahrscheinlich keine konkrete Vorstellung davon, was eine unkontrollierte Erwärmung der Erde für katastrophale Folgen haben könnte. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Mitteleuropa und damit auch Deutschland von den direkten Folgen des Klimawandels weit weniger betroffen sein wird als andere Regionen wie Afrika oder Südostasien. Um den möglichen Auswirkungen ein Gesicht zu geben und die Menschen damit zu sensibilisieren, wurde die Initiative 100PLACES.COM von der Gruppe Co+Life ins Leben gerufen. 100 besonders gefährdete Orte auf unserem Planeten werden auf der Webseite mit interaktivem Inhalt vorgestellt und mit Partnern auf der ganzen Welt in Büchern, Filmspots und Open-Air-Ausstellungen verbreitet. In Deutschland über den faszinierenden Bildband “100 einzigartige Orte, die schon bald verschwinden könnten”, der seit dem 1. März 2010 vom Knesebeck Verlag herausgegeben wird.
Nachhaltiges wirtschaften und trotzdem gutes Geld verdienen schließt sich schon länger nicht mehr aus. In einer Zeit in der die Menschen immer sensibler für die Einhaltung sozialer Standards im Rahmen der Produktion, den achtsamen Umgang mit unserer Natur und den Schutz des Klimas werden, feiern viele “grüne” Unternehmen große Erfolge. Dabei ist es egal, ob es Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien, der Umwelttechnologie oder Hersteller und Händler ökologischer Lebensmittel oder anderer Konsumprodukte sind. Auch bei den Finanzdienstleistungen - im speziellen Fall bei den Banken - zahlt sich dieses Prinzip aus: So hat Europas führende Nachhaltigkeitsbank, die Triodos Bank, ihren Wachstumskurs im Jahr 2009 fortgesetzt und das Geschäftsvolumen um 30% auf 4,9 Milliarden Euro gesteigert. Die Anzahl der Kunden der Triodos Bank wuchs ebenfalls deutlich um mehr als 50.000 auf nun insgesamt 242.000 Kunden.
In den einzelnen Geschäftsbereichen verzeichnete vor allem das Kredit- und das Fondsgeschäft ein starkes Wachstum. Das Kreditvolumen der Triodos Bank konnte um 31% auf 1,7 Milliarden Euro gesteigert werden was das bisher stärkste Wachstum in der bisherigen 30-jährigen Geschichte der Bank ist. Ebenfalls um 31% wuchsen die von der Triodos Bank verwalteten Fonds auf ein Gesamtvolumen von 1,6 Milliarden Euro zum Ende des Jahres 2009 (2008: 1,2 Milliarden Euro).
Veröffentlicht am 26. Februar 2010, Kategorie(n):Filme & TV, 172 x gelesen
Plastik ist ein Material, mit dem wir täglich von Geburt an in Berührung kommen und über das man selten wirklich nachdenkt. Dabei sind die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt, die Regisseur Werner Boote - dessen eigener Großvater ein Pionier der Plastikindustrie war - uns in seinem Dokumentarfilm “Plastic Planet” aufzeigt, mehr als erschreckend. Vom Babyschnuller bis zur Plastikflasche, von der Quietscheente über den Laptop und den Fernseher bis hin zum Auto. Plastik ist inzwischen überall: In den Weltmeeren findet man inzwischen sechsmal mehr Plastik als Plankton und selbst in unserem Blut ist Plastik nachweisbar! Die gesamte Menge an Kunststoffen, die seit Beginn des Plastikzeitalters hergestellt wurde, reicht aus, um den ganzen Planeten Erde sechs Mal in Plastikfolie einzupacken.