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Umweltschutz Made in Japan - Deutsche Automobilhersteller holen auf

Veröffentlicht am 21. August 2007,  Kategorie(n): Auto und Verkehr

Japaner sind die besseren Umweltschützer. Zumindest, wenn es um den Bau von Automobilen geht. Dies besagt die Auto-Umweltliste, die jährlich vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) http://www.vcd.org/ veröffentlicht wird. In seiner Auto-Umweltliste bewertet der ökologisch ausgerichtete Verkehrsclub über 350 aktuelle Pkw-Modelle nach den Kriterien Verbrauch, Schadstoffausstoß und Lärm. Gleich sieben der Top-Ten-Plätze gehen an Fabrikate aus Japan. Doch eine Botschaft der aktuellen VCD Auto-Umweltliste lautet: Die deutschen Autobauer holen auf. „Heimische Hersteller sind durch die vielen Klimadiskussionen für Umweltthemen sensibilisiert und setzen verstärkt auf die Karte Umwelt”, sagt Uwe Röhrig, Inhaber des Hannoveraner Beratungsunternehmens International Car Concept (ICC) http://www.icconcept.de/.

Den Spitzenplatz der Gesamtwertung der Auto-Umweltliste nimmt erneut der Honda Civic Hybrid ein, der mit 8,34 von insgesamt 10 möglichen Umwelt-Punkten hauchdünn vor dem Toyota Prius Hybrid (8,30) gewann. Einziger deutscher Vertreter in den Top-Ten ist der Volkswagen Polo „Blue Motion”, der mit 7,79 Punkten auf Rang sieben landet. Obwohl die deutschen Autohersteller bei den Familienautos und in der Kompaktklasse durch innovative Technik punkten können, gibt es dennoch Kritikgründe. So sagt Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Die deutschen Hersteller haben den Klimaschutz bisher nicht ernst genug genommen. Eigenen Versprechen zum Trotz haben sie die dringend notwendige Verbrauchsreduzierung durch mehr Luxus, Größe und Gewicht der Autos zunichte gemacht. Deswegen muss die Politik handeln und strenge, fahrzeugspezifische Grenzwerte festlegen.” Der von der EU vorgesehene Grenzwert von 130 Gramm CO2 pro Kilometer ab 2012 stelle nur scheinbar eine große Herausforderung für die Autoindustrie dar. So liege der durchschnittliche CO2-Ausstoß der VCD-Fahrzeugflotte - zusammengestellt aus den Top Ten, den Besten der Kompaktklasse sowie der Familienautos - schon heute unter den geforderten 130 Gramm, teilt der VCD mit.

„Die Japaner machen es vor. Ein gutes Auto kann auch verbrauchsarm und umweltfreundlich sein”, sagt Röhrig. Die EU fordert einen maximalen CO2-Ausstoß von 130 Gramm pro Kilometer. Die von deutschen Autobauern in Deutschland verkauften Fahrzeuge stoßen bisher noch durchschnittlich 177 Gramm pro Kilometer aus. „Dafür sorgen unter anderem auch die geländegängigen Oberklassenmodelle, die bei vielen Herstellern in der Produktpalette auftauchen und sich großer Beliebtheit erfreuen. Diese Modelle haben einen hohen Kraftstoffverbrauch und sind meist nicht besonders umweltfreundlich”, so Röhrig weiter. „Der Hybridantrieb ist beispielsweise ein Schritt in die richtige Richtung. Langfristig kommen alle Autohersteller nicht um diese neue Technologie herum.” Dies spiegele auch die Auto-Umweltliste wider, die in allen Kategorien Hybrid-Autos ganz vorne sieht. Doch all zu hart will Röhrig mit den deutschen Automobilherstellern nicht ins Gericht gehen. „Auch die heimischen Autobauer haben verstanden, dass umweltgerechtere Fahrzeuge in Zukunft mehr Absätze bringen. Die Autoindustrie hierzulande hat begriffen, dass sie so auch ihre Arbeitsplätze schützen muss. Schließlich ist jeder siebte Arbeitsplatz in Deutschland in der Autobranche”, so Röhrig. Er sieht die deutschen Hersteller auf dem richtigen Weg, auch in Zukunft wettbewerbsbestimmend zu sein - mit umweltgerechten Produkten.

Quelle: Pressemitteilung vom 16.08.2007; von Jörg Löbker, medienbüro.sohn, www.ne-na.de / pressbot, www.pressbot.net

 
 
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Kategorie(n): Auto und Verkehr
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