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Sonnenenergie aus Nord-Nordwest

Veröffentlicht am 11. Oktober 2007,  Kategorie(n): Solarenergie

Sonnenenergie aus Nord-NordwestStrom aus Solaranlage der Ulmer Druckerei Braun deckt mehr als Eigenbedarf

Mit der Installation einer Photovoltaikanlage auf der nord-nordwestlichen Seite ihres Daches stellt die Druckerei Braun in Ulm derzeit ein ungewöhnliches Bauprojekt fertig. Entgegen der skeptischen Stimmen während der Planungsphase setzte das Unternehmen unter der Leitung von Inhaber Joachim Braun das Projekt um und das mit großem Erfolg. Die auf 350 Quadratmetern flach-installierten, monokristallinen Solarzellen auf der Sonnen-abgewandten Seite bringen nur circa 10 Prozent weniger Ertrag als die gleiche bereits bestehende Fläche auf der Süd-Südostseite des Daches.

“Da wir statt einer normalen Dachneigung von 35 Grad nur einen Winkel von 10 Grad haben, ist der Gewinn tatsächlich nur unwesentlich geringer”, so Braun. Zwar werde er aufgrund der Lage das Gefälle zwischen den sonnenreichen Tagen im Sommer und den trüberen Wintermonaten deutlicher spüren. Jedoch erzeuge die neue Photovoltaikanlage seit ihrer Installation im September etwa 140 Kilowattstunde (Kwh) pro Tag. Beide Anlagen zusammen liefern damit laut Braun gut 300Kwh – mehr als die Druckerei für ihren Eigenbedarf benötige.

“Wenn wir das unter Berücksichtigung der Jahreszeiten hochrechnen, ist die neue Anlage voraussichtlich bereits in elf Jahren refinanziert – lange vor Ablauf des Leasingvertrags”, erläutert Braun. Für den Unternehmer ist die Erzeugung von regenerativem Strom nicht nur wirtschaftlich interessant. Seit Juni diesen Jahres bietet sein Unternehmen als erste digitale Druckerei Deutschlands auch klimaneutrale Druckprodukte an und vermeidet zum Schutz der Umwelt in der Produktion weitgehend alle Lösungsmittel.Auch die Solarstiftung Ulm stand den Plänen der Druckerei Braun zur Installation einer Photovoltaikanlage auf der nord-nordwestlichen Seite des Firmendaches skeptisch gegenüber. Doch Inhaber Joachim Braun setzte alles daran zu belegen, dass sein Projekt durchaus Potenzial hatte. Er ließ eine Ertragsaufstellung anfertigen, die alle möglichen Montagearten der Solarzellen berücksichtigte. Der Vergleich bewies, dass gegenüber der für diese Lage empfohlenen, aufgeständerten Befestigung der Solarmodule eine plane Anbringung tatsächlich mehr Ertrag bringen würde. Damit stand die Entscheidung zur Nutzung des um 10 Grad geneigten Daches fest: “Indem wir die Module flach auf der gesamten Fläche anbringen, haben wir mehr Volumen und mehr Gewinn. Gleichzeitig können wir mit einer geringeren Windlast rechnen”, erläutert Braun. Im September 2007 wurde das Bauprojekt umgesetzt und nahm den Betrieb auf. Zur Fertigstellung fehlen derzeit noch zwei Modulreihen, die voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres hinzugefügt werden.

Den Kauf der Anlage realisiert das Unternehmen für rund 276.000 Euro über einen Leasingvertrag. Bereits die Installation der ersten Anlage im Dezember 2006 auf der süd-südöstlichen Dachseite wird nach diesem Modell zu einem vergleichbaren Preis finanziert. “Wir haben uns für dieses teurere Modell entschieden, weil keine Eigenmittel für den Kauf notwendig sind”, erklärt Braun. Ausgehend von dem bisherigen Ertrag rechnet er jedoch damit, dass die Anlage sich schnell refinanziert hat und dann gewinnbringend arbeitet. Eine Förderung gemäß dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) erhält Digitaldruck Braun durch die Einspeisung der regenerativen Energie in das öffentliche Stromnetz. Denn bislang fehlt dem Unternehmen noch eine Brennstoffzelle zum Speichern des Stroms für den Eigenbedarf. “Die Entscheidung zum Bau der Photovoltaikanlage war in jedem Fall der richtige Weg”, ist sich Braun sicher. “Die beiden Anlagen können jeweils eine Spitzenleistung von mindes-tens 50 Kilowatt Peak erzeugen – zusammen mehr, als wir im Haus benötigen. Und sie werden auch nach Ablauf der 25-jährigen Garantiezeit einträglich sein. Das ist ein lohnender Beitrag zum Klimaschutz und eine Investition, die ich jedem Unternehmer empfehlen kann”, so Braun.

Braun Digitaldruck Ulm – Joachim Braun
Buchbrunnenweg 14 – 89081 Ulm-Jungingen
Tel.: 0731 96 99 99-19 – Fax: 0731 96 99 99-45
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Braun Digitaldruck Ulm GmbH wurde 1990 von dem Dipl.-Physiker Joachim Braun gegründet. Seit 1993 ist der Betrieb im graphischen Dienstleistungsgewerbe tätig. 1996 entwickelte Braun Digitaldruck das erste System weltweit zum Bedrucken von Stoffen in digitaler Technik. Das breite Spektrum der Dienstleistungen reicht vom Druck von Geschäftsdrucksachen oder Zubehör für Messen und Showrooms bis zum Sublimationsdruck auf Keramik, Blech oder Glas. Seit dem Jahr 2000 ist man mit dem variablen Datendruck auf Erfolgsspur. Braun Digitaldruck investiert ständig in neue Produktlinien und ist Marktführer in der Region Ulm/Neu-Ulm. Braun beschäftigt in Ulm 18 Mitarbeiter.

Quelle: openPR, 01.10.2007, openpr.de

 
 
Kategorie(n): Solarenergie
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