Veröffentlicht am 2. Dezember 2007,
Kategorie(n): Sonstiges
Am Jahresende werden die Weichen für den Klimaschutz neu gestellt: Bei der UN-Klimakonferenz in Bali vom 3. bis 14. Dezember soll eine Nachfolgeregelung für das im Jahr 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll gefunden werden. Die EU will einen umfassenden Verhandlungsprozess anstoßen, der bis 2009 in einem auf das Kyoto-Protokoll aufbauenden Klimaschutzregime gipfelt. Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel jüngst zu bedenken gab, sei ein solches Nach-Kyoto-Abkommen aus ihrer Sicht allerdings nur dann sinnvoll, wenn es klare CO2-Reduktionsverpflichtungen beinhalte.
„Nach dem Energiesparen liegt in der Nutzung von Wald und Holz die zweitwichtigste Möglichkeit zur direkten Einflussnahme auf den Klimawandel“, erklärt Professor Dr. Reinhard Mosandl, Inhaber des Lehrstuhls für Waldbau an der TU München. Denn jeder Baum filtert täglich große Mengen des klimaschädlichen Kohlendioxids aus der Atmosphäre und lagert den enthaltenen Kohlenstoff in seiner Biomasse ein. „Waldbauliche Maßnahmen können das Ausmaß und die Geschwindigkeit des Klimawandels begrenzen“, ist Professor Mosandl überzeugt. „Allein ein Hektar Wald speichert unter den heimischen Bedingungen etwa zehn Tonnen Kohlendioxid im Jahr.“
Die nachhaltige Nutzung der heimischen Wälder und eine daraus resultierende verstärkte Verwendung des Bau- und Werkstoffs Holz leisten einen gewichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Der im Holz gebundene Kohlenstoff wird durch die Verwendung dauerhaft gespeichert und Materialien, bei deren Herstellung mehr CO2 emittiert wird, werden ersetzt. „Dass heute die positiven Auswirkungen einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung in Verbindung mit einer steigenden Holzverwendung auf das Klima erkannt werden, ist eine hoffnungsvolle Entwicklung“, urteilt Dirk Alfter, Vorstandsvorsitzender des Holzabsatzfonds, mit Blick auf die Expertendiskussionen in Bali. Den Ausgangspunkt habe die „Charta für Holz“ gebildet, in der sich die Bundesregierung mit Wirtschaft, Naturschutz, Gewerkschaften und Wissenschaft 2004 auf einen Plan zur Verstärkung der Holznutzung verständigt hatte – zugunsten des Klimas, der Lebensqualität, Innovationen und insgesamt rund einer Million Arbeitsplätze in Deutschland.
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Holz ist der Rohstoff des 3. Jahrtausends. Deutschlands Wälder weisen die größten Holzvorräte in Europa auf. Sie sind die Basis für das “Cluster Forst & Holz”, das allein in Deutschland Arbeitsplätze für rund 1 Millionen Menschen schafft. Aufgrund der unvergleichlichen Ökobilanz von Holz und Holzprodukten, sowie der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten ist eine verstärkte Holznutzung und -verwendung von zentraler Bedeutung für Klimaschutz, Arbeitsplatzsicherung und nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Eine verstärkte Holzverwendung im In- und Ausland sichert zudem dauerhaft den Erhalt der heimischen Wälder und unterstützt damit deren positiven Leistungen für die gesamte Gesellschaft.
Quelle: Pressemitteilung vom 30.11.2007, openPR