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Deutschlands ehrgeizige Klimapolitik hört bei der eigenen Autoindustrie auf

Veröffentlicht am 18. Dezember 2007,  Kategorie(n): Auto und Verkehr

Während Bundesumweltminister Sigmar Gabriel auf der Klimakonferenz in Bali für den Klimaschutz kämpft und Bundeskanzlerin Angela Merkel die Klimapolitik und die Zukunft unserer Kinder zum obersten Ziel erklärt, scheinen die Interessen der deutschen Autohersteller im eigenen Land dann aber dennoch vorzugehen.

So setzt sich der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff zur Zeit in Brüssel FÜR die Autoindustrie und GEGEN den Klimaschutz ein. Denn morgen (Mi, 19.12.2007) will die EU die zukünftigen Grenzwerte für den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) bekannt geben. Ab 2012 sollen für Neuwagen, die diese Grenze überschreiten dann Strafsteuern fällig werden. Doch diese Regelung ist angeblich gefährlich für die deutsche Autoindustrie.

Dabei stellen sich einem dann doch mehrere Fragen:

  • Die Regelung soll erst in drei Jahren in Kraft treten. Sollte man in drei langen Jahren nicht einiges verändern können?
  • Sollten die “weltweit erfolgreichsten” Autohersteller nicht generell in der Lage sein den CO2-Ausstoß zu senken?
  • Und warum sollen die Bürger dieses Landes per Gesetz zu Investitionen wie besserer Wärmedämmung der Gebäude, neuer Heizungen, etc. gezwungen werden, wenn gleichzeitig für die milliardenschweren Automobilkonzerne Ausnahmen im Bezug auf den Klimaschutz gemacht werden?

Wenn wir den Klimawandel stoppen wollen um für unsere Kinder eine lebenswerte Erde zu hinterlassen, muss jeder - auch die deutsche Autoindustrie - seinen Teil dazu beitragen. Und gerade Konzerne, die es sich leisten können, sollten sich nicht davor drücken können.

 
 
Kategorie(n): Auto und Verkehr
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