Veröffentlicht am 28. Januar 2008,
Kategorie(n): Wasserkraft
Ausbau der Erneuerbaren Energien bis 2020
Die EU hat am 23.01.2008 entschieden, dass Deutschland seinen Anteil an den Erneuerbaren Energien bis 2020 fast verdoppeln muss. Gerade für eine Industrienation wie Deutschland, einem der dichtest besiedelten Flächenländer der Welt, ist die nicht fossile Energieerzeugung schwierig umzusetzen, aber durchaus machbar. Die erste Etappe der Umsetzung des Kyoto-Protokolls konnte Deutschland mit einigen Anstrengungen, aber besonders durch den wiedervereinigungsbedingten Wegfall vieler verschmutzungsintensiver Kraftwerks- und Industrieanlagen in den neuen Bundesländern, darstellen.
Der weitere Ausbau bis 2020 wird somit deutlich schwieriger. Es gilt zukünftig das gesamte vorhandene Potential der erneuerbaren Energien zu nutzen. Eine bedeutende Stellung wird die kleine Wasserkraft einnehmen, da sie durch neue Entwicklungen, wie die Wasserkraft-Staudruckmaschine, welche die ökologische Verträglichkeit deutlich erhöht hat, eine Renaissance erlebt.
Die Wasserkraft-Staudruckmaschine verwirklicht die Herstellung sohlnaher Durchgängigkeit für Fische und Sedimente an vorhanden Querbauwerken und erzielt dadurch gleichzeitig einen guten ökologischen Zustand, wie es die EU-Wasserrahmenrichtlinie fordert.
Der Deutsche Verband Wasserkraft-Staudruckmaschine e.V. wendet sich deshalb an alle, die im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung an den Runden Tischen an der Umsetzung der EU- Wasserrahmenrichtlinie mitarbeiten. Er fordert sie auf, den technischen und ökologischen Fortschritt im Bereich der Wasserkraft bei Ihren Forderungen und Entscheidungen zu berücksichtigen. Es ist paradox, dass Wehranlagen mit hohen Kosten aus Gründen der Durchgängigkeit abgerissen werden, obwohl man die Durchgängigkeit und die nachhaltige Energieerzeugung heute gleichzeitig verwirklichen kann.
In deutschen Flüssen gibt es noch immer ca. 120.000 nicht für die Energieerzeugung genutzte Wehranlagen. Dieses Potential gilt es zu nutzen. Investoren, die in neue Wasserkraftwerke investieren, sind bereit, die ökologische Durchgängigkeit zu gewährleisten. Wir rufen dazu auf, der Wasserkraft mit ihrer zuverlässigen und planbaren Grundlaststromerzeugung, ihre traditionelle Bedeutung wieder zu geben, indem vorurteilsfrei die neuen umweltfreundlichen Wasserkrafttechnologien bei den Wasserbewirtschaftungsplänen berücksichtigt werden. Denn gerade in der Kombination von ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten können kleine, dezentral arbeitende Wasserkraftwerke nach dem Prinzip der Staudruckmaschine ihre Vorteile demonstrieren.
Im Jahr 2006 betrug in Deutschland die Erzeugung von Strom aus allen erneuerba-ren Quellen um 11,1% (70.433 GWh) mit einem Anteil der Wasserkraft von 3,1% (19.876 GWh) an der gesamten Stromerzeugung von 635.774 GWh.
Pressekontakt:
Deutscher Verband Wasserkraft-Staudruckmaschine e.V.
c/o Herrn Dipl.-Ing. Axel Kaminski
Markusmühle 3
42929 Wermelskirchen
E-Mail: verband@staudruckmaschine.de
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Herrn Dipl.-Ing. Axel Kaminski
E-Mail: verband@staudruckmaschine.de
Der Deutsche Verband Wasserkraft-Staudruckmaschine e.V. ist die Plattform für Diskussionen und den Austausch von Informationen über die Wasserkraft-Staudruckmaschine in Deutschland.
Quelle: Pressemitteilung vom 28.01.2008, openPR