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Monatsarchiv für Mai 2008
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Bis vor kurzer Zeit galt Biosprit aus Raps, Mais und anderen Pflanzen als DIE Lösung für das Treibstoffproblem. Die pflanzlichen Energiespeicher würden massenhaft angebaut, geerntet und zu Biosprit verarbeitet werden. Doch die Probleme begannen schon beim Anbau. Es tauchten immer mehr Nachrichten auf, die die gestiegene Nachfrage nach Bioenergie für steigende Lebensmittelpreise und Hunger in armen Ländern (mit)verantwortlich machten. Natürlich ist es aus ökologischer Sicht nicht vertretbar, dass die Produktion von Treibstoff für unsere Autos in Konkurrenz zu kostbaren Ackerflächen für Nahrungsmittel steht. Daher wird zur Zeit fieberhaft nach anderen Alternativen geforscht.
Hier könnte möglicherweise die Mikroalgen-Kulturtechnik ihre Vorteile ausspielen, denn einige der Einzelleralgen können wegen ihres Ölgehaltes als Quelle für Biodiesel dienen und aus anderen kann Ethanol gewonnen werden. Besonders praktisch ist, dass Algen ohne großen Flächenbedarf gezüchtet werden können und sie zum Wachsen sogar Abgase von Kohlekraftwerken nutzen können. Allerdings würden hierfür noch weit größere Anlagen benötigt, als die größte Algenproduktionsanlage, die zur Zeit in der Nähe von Potsdam in Deutschland steht.
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Veröffentlicht am 28. Mai 2008, Kategorie(n): Sonstiges, 1,915 x gelesen
LichtBlick – die Zukunft der Energie GmbH & Co. KG, der mit bundesweit über 400.000 Kunden größte Ökostromanbieter Deutschlands, senkt zum 1. Juli 2008 seinen Strompreis von 20,25 auf 19,99 Cent pro Kilowattstunde. Der Grundpreis bleibt konstant bei 7,95 Euro pro Monat. LichtBlick garantiert zudem, den neuen Preis in den nächsten 18 Monaten nicht zu erhöhen, und gibt damit eine Preisgarantie bis Ende 2009. Das Angebot gilt für alle Bestands- und Neukunden, bei einer Mindestvertragslaufzeit von nur drei Monaten. „Mit unserer Preissenkung und der gleichzeitigen langfristigen Preisgarantie unterstreichen wir einmal mehr die Kundenfreundlichkeit und Fairness unseres Angebotes“, so Heiko von Tschischwitz, Geschäftsführer von LichtBlick. „Gerade in Zeiten massiv steigender Energiepreise wollen wir damit ein Zeichen setzen, dass Wettbewerb sehr wohl beim Endverbraucher ankommt. Vor allem aber beweisen wir erneut, dass Klimaschutz nicht teuer sein muss.“ Mit der Preissenkung gibt LichtBlick Kostenersparnisse an seine Kunden weiter, die durch Kürzungen der Netznutzungsentgelte durch die Regulierungsbehörden entstehen. Dem gegenüber steht der anhaltende Trend steigender Strombeschaffungskosten, gegen den sich LichtBlick aber durch einen frühzeitigen Einkauf erfolgreich bis mindestens Ende 2009 absichern konnte. LichtBlick liefert seinen Kunden ausschließlich regenerativ erzeugten Strom. Die Zertifizierung durch den TÜV und das ok-power-Ökostromlabel, getragen von Öko-Institut, WWF und der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, garantieren die CO2-freie Erzeugungsqualität und den zusätzlichen Umweltnutzen. LichtBlick stellt zudem pro Kunde pro Monat einen Quadratmeter Regenwald unter Schutz. Stiftung Warentest urteilte schon im August 2001: „Ein Angebot, bei dem alles stimmt: Service, Preis und der Umweltschutz.“ Seit Oktober 2007 ist LichtBlick zudem im Wärmemarkt tätig und bietet ein umweltfreundliches Erdgas/Biogas-Gemisch zum Heizen an.
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Veröffentlicht am 26. Mai 2008, Kategorie(n): Allgemein, 1,920 x gelesen
Die politischen Vertreter der G8-Staaten können sich bei einem Treffen auf keine Verbindliche Reduktion der klimaschädlichen Treibhausgase einigen. Es wurde zwar von einer geplanten Reduktion bis 2050 um bis zu 50% gesprochen, dieses Ziel soll aber nicht bindend sein. Deutschland hält weiter an dem Ziel fest, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um 40 Prozent zu senken, die EU hatte immerhin eine verbindliche Reduzierung der Treibhausgase um 20 Prozent vorgeschlagen. Leider stellte sich erneut der Vertreter der US-Regierung - dem größten CO-2 Verschmutzer der Erde - quer. Die USA sprachen sich gegen jede verbindliche Einigung bis 2020 aus und auch Japan wollte keine konkreten Vorgaben akzeptieren.
Der ganze Artikel “G8-Staaten wollen Treibhausgase - vielleicht - halbieren” finden Sie auf den Seiten der FAZ.net
Veröffentlicht am 26. Mai 2008, Kategorie(n): Gebäude, 2,271 x gelesen
Wir schreiben das Jahr 1998: Familie Schmidt bestellt für ihr Einfamilienhaus 3.000 Liter Heizöl und bezahlt dafür 650,- Euro! Wir schreiben das Jahr 2008: Nun kosten Familie Schmidt diese 3.000 Liter Heizöl 2.900,- Euro!
Ein Barrel Rohöl ( ca. 159 Liter ) wird 1998 für 9,82 US Dollar gehandelt. 2008 im Mai, wird ein Barrel Rohöl mit 127,60 US Dollar gehandelt. Prognosen von Experten für 2015: 380 US Dollar pro Barrel! Panikmache oder Realität? Wir sind alle keine Propheten. 1998 hätten wir diese Preisentwicklung wahrscheinlich eher als Panikmache abgetan.
Aber eins ist jetzt schon klar: Die hohen Energiepreise gehen an die Substanz! Es ist ja nicht nur der Heizölpreis der so rapide gestiegen ist. Der Benzinpreis hat sich von 1998 bis heute fast exakt verdoppelt. Strom wird ständig teurer. Wasser wird ständig teurer und …! Wie entgeht man dieser Kostenfalle, zum Beispiel beim Heizen?
Warm anziehen, eine kuschelige Decke überwerfen, sind natürlich auch Methoden, um die steigenden Energiekosten in den Griff zu bekommen. Doch es gibt einen komfortableren Weg. Zunächst sollte man seine Heizung überprüfen lassen. Regelmäßige Wartung macht Sinn und bringt bis zu zehn Prozent Ersparnis. Wartung erhöht den Wirkungsgrad der Heizung. Für Heizungen, die älter als 15 Jahres sind, könnte ein Austausch wirtschaftlich Sinn machen. Zwischen 30 und 50 Prozent geringere Energiekosten können im Idealfall erzielt werden.
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Veröffentlicht am 19. Mai 2008, Kategorie(n): Allgemein, 1,842 x gelesen
Der Klimawandel führt zu mehr Naturkatastrophen wie Dürren, Überschwemmungen oder eben Wirbelstürmen. So sieht die allgemeine Schlußfolgerung zum Temperaturanstieg bisher aus. Tom Knutson von der National Oceanic & Atmospheric Administration (NOAA) und seine Kollegen kommen aber mit einer neuen Simulation nun zu dem Ergebnis, dass die Zahl der Stürme in den USA sogar um bis zu 30 Prozent zurückgehen könnte. Allerdings gibt es bereits kritische Stimmen, die diese Ergebnisse für nachweisbar falsch halten.
Der ganze Artikel “Neue Studie prophezeit weniger Hurrikane bis zum Jahr 2100″ finden Sie auf den Seiten von Spiegel Online unter:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,554058,00.html
Herausforderungen für die Nahrungs- und Energiesicherheit
Eine Energieversorgung, die in Deutschland zu über 90% auf fossilen Energieträgern und Kernkraft – im Transportsektor sogar zu 98% auf Erdölderivaten – basiert, ist weder aus ökologischer noch aus wirtschaftlicher Sicht zukunftsfähig. Bioenergie kann Teil einer Übergangsstrategie sein, die perspektivisch in eine postfossile Zukunft mündet. Weltweit stehen zum Anbau von Energiepflanzen große Flächen zur Verfügung. In Entwicklungsländern können Anbau und Nutzung von Biomasse regionale Wirtschaftskreisläufe stimulieren und gerade in rohstoffarmen Gebieten Beschäftigungschancen bieten.
Jedoch ergeben sich aus dieser Option auch erhebliche Risiken: Werden für Energiepflanzenkulturen Ökosysteme verletzt, kehren sich Klima- und Umweltbilanz schnell ins Gegenteil. Problematisch ist auch die Flächenkonkurrenz zur Lebensmittel- und Tierfutterproduktion, die ihre öffentliche Zuspitzung in der Formel „Tank oder Teller“ findet. Führt die deutsche und europäische Bioenergiepolitik zu Hunger und Nahrungsmittelknappheit gerade in den ärmsten Ländern?
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Immer schlimmere Naturkatastrophen, sich ausbreitende Wüsten, verdreckte oder versiegte Flüsse sowie verschmutzte Luft in den Städten sind die Kehrseite unserer Gesellschaft. Das wir mit den natürlichen Ressourcen unserer Erde nicht gerade schonend und weitsichtig umgehen ist inzwischen vielen Menschen klar geworden.
Nirgends wird dieses verantwortungslose Verhalten deutlicher als beim Thema Erdöl und Kraftstoff. Hier sind ein paar traurige Fakten zum schwarzen Gold, welches auf der einen Seite für unseren komfortablen Lebensstil und auf der anderen Seite für Konflikte, Kriege und Umweltverschmutzung verantwortlich ist.
- Die Menschen haben in ihrer recht kurzen Geschichte bereits rund 900 Milliarden Barrel Erdöl gefördert.
- Der tägliche Verbrauch liegt weltweit bei ca. 84 Millionen Barrel oder 13,35 Milliarden Litern.
- Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei den Industriestaaten deutlich höher als bei Entwicklungsländern.
- Der Verbrauch ist sehr ungerecht verteilt: 2003 in den USA 26,0 Barrel pro Einwohner, Deutschland 11,7 Barrel pro Einwohner, Bangladesch 0,2 Barrel pro Einwohner.
- Das meiste Öl wird im Verkehrssektor als Kraftstoff benötigt, ein weiterer bedeutender Anteil wird als Brennstoff (z.B. Heizungen) genutzt.
- Der weltweite Energieverbrauch wird bis zum Jahr 2030 um weitere 50 Prozent steigen (u.a. aufgrund der beiden boomenden Schwellenländer China und Indien).
- Selbst konservative Experten schätzen, dass die Erdölreserven nur noch 50 Jahre den Weltverbrauch decken können.
- Die Zeit des billigen Öls ist auf jeden Fall vorbei: Im Jahr 1998 kostete das Barrel Öl z.T. nur 12 US-Dollar, im Jahre 2005 schon 50 US-Dollar und im Mai 2008 kletterte der Preis für ein Barrel Öl über 127 US-Dollar.
- Ein Großteil der Experten sagt für das Jahr 2025 einen Ölpreis von über 200 US-Dollar pro Barrel voraus.
- Der riesige Verbrauch sowie die derzeitige Abhängigkeit vom Erdöl führt zu Preissteigerungen in vielen Lebensbereichen bis zu möglichen Energiekrisen.
Es stellt sich also die Frage, welche Umwelt und Lebensqualität wir an unsere Kinder und Kindeskinder weitergeben wollen? Werden wir alternative Treibstoffe und Energiequellen schnell genug entwickeln und sind wir bereit unseren Energieverbrauch bis dahin einzuschränken um dieser Entwicklung mehr Zeit zu geben?
Quellen: Quarks & Co Sendung vom 11. März 2008 “Die Grenzen des Erdöls”, Wikipedia Artikel “Erdöl”
Quelle Bild: pixelio.de
Veröffentlicht am 13. Mai 2008, Kategorie(n): Sonstiges, 2,184 x gelesen
DNS, domainfactory und SpaceNet mit neuen Ideen für klimabewusste Kunden
Wer mit Green IT Ernst machen will, muss nicht warten, bis neue Technologien auf den Markt kommen, mit denen man deutlich mehr Strom sparen kann, als das heute möglich ist. Auf Basis der ClimatePartner-Geschäftsmodelle für IT-Unternehmen lassen sich schon heute Strategien umsetzen, mit denen die Unternehmen nicht nur ihren eigenen CO2-Ausstoß senken, sondern ihre Kunden aktiv durch neue Produkte und Dienstleistungen in den Klimaschutz mit einbeziehen können. Wie das funktioniert, zeigen die Beispiele DNS, domainfactory und SpaceNet, die mit Unterstützung der Münchner Strategieberatung für den freiwilligen Klimaschutz entsprechende Angebote entwickelt haben.
CO2-neutrale Mail-Adresse mit SpaceNet
Der Münchner Provider SpaceNet wird gemeinsam mit dem Nachhaltigkeitsportal Utopia eine CO2-neutrale Mailadresse anbieten. Darüber hinaus hat sich der Provider das Ziel gesetzt, weitere klimaneutrale Dienstleistungen bereitzustellen. Mit Unterstützung von ClimatePartner wurden dazu die CO2-Emissionen quantifiziert, die für einzelne Produkte und Dienstleistungen anfallen. “Noch besitzt die umweltverträgliche IT bei den Kunden keinen allzu hohen Stellenwert, und die wenigsten Unternehmen stellen Budgets zur nachhaltigen Gestaltung ihrer IT bereit”, sagt SpaceNet-Gründer und Vorstand Sebastian von Bomhard. Reines Stromsparen sei zwar lobenswert, oft aber Augenwischerei, da dabei weniger ökologische als finanzielle Aspekte im Vordergrund stünden. “Nachhaltiges Wirtschaften hört nicht beim Stromsparen auf und ist meist ein kleines bisschen teurer. Unser Ziel ist es, den Klimaschutz aktiv in die Produktgestaltung zu integrieren. Kunden, denen Nachhaltigkeit auch innerhalb der Geschäftsprozesse ein Anliegen ist, werden bei uns ökologisch korrekte Internetdienstleistungen beziehen können”, so von Bomhard. Derzeit sieht der SpaceNet-Vorstand vor allem Kunden wie Utopia, die im Umweltumfeld agieren, als Abnehmer solcher “grüner Dienstleistungen”, da für sie in hohem Maße ihre Glaubwürdigkeit davon abhängt.
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SWR2 Interview mit dem GM Europachef Carl-Peter Forster
Im Interview der Woche des SÜDWESTRUNDFUNKS kritisiert der Europachef von General Motors die deutsche Umweltpolitik und fordert längerfristige Ziele für das Erreichen von CO2-Ausstoß Grenzen. Ausserdem widerspricht er den aktuellen Äusserungen, dass die Produktion von Biosprit für die steigenden Lebensmittelpreise und damit die Nahrungsmittelkrise (mit)verantwortlich sei. General Motors setze langfristig auf den Einsatz von Biosprit der zweiten Generation als Alternative zum Erdöl. Neben dem Aspekts des Klimaschutzes sieht er darin vor allem auch die Vorteile der Unabhängigkeit gegenüber den Erdölfördernden Staaten.
Biosprit der 2. Generation
Carl-Peter Forster erklärt in dem Interview deutlich, dass er Biosprit aus Pflanzen wie Raps oder Mais - die in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln angebaut werden - nicht als Alternative der Zukunft ansieht. Der zukünftig umweltfreundlich gewonnene Bisosprit wird seiner Aussage nach aus Pflanzenabfällen jeglicher Art gewonnen, die ansonsten lediglich mit untergepflügt würden. In diesem Zusammenhang hat sich General Motors bereits an einem Unternehmen beteiligt, welches dieses Verfahren innerhalb von 5 Jahren zur Serienreife entwickeln will.
Das ganze Interview mit GM Europachef Carl-Peter Forster finden Sie zum Anhören auf den Seiten der ARD Mediathek:
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/568686
Veröffentlicht am 7. Mai 2008, Kategorie(n): Sonstiges, 2,120 x gelesen
Die sogenannten “Todeszonen” - also Bereiche mit sehr geringem Sauerstoffgehalt - sind in den Weltmeeren auf dem Vormarsch. Ob dieses Phänomen auf den Klimawandel zurückzuführen ist, kann zum heutigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Man geht aber davon aus, dass durch die Erwärmung des Oberflächenwassers die Sauerstoffaufnahme verschlechtert wird.
Weitere Informationen: Meeren geht der Sauerstoff aus
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