Veröffentlicht am 23. Oktober 2008,
Kategorie(n): Allgemein
Die Vergehen der Menschheit an unserer Erde reichen von kleinsten Umweltverschmutzungen bis zu tragischen Katastrophen wie dem Chemieunfall im indischen Bhopal bei dem ca. 2000 Menschen starben, dem Super-GAU in Tschernobyl im Jahr 1986 oder dem Einsatz des chemischen Kampfmittels “Agent Orange” der Amerikaner in Vietnam. Das Green Cross hilft vor allem im Falle schlimmer Umweltkatastrophen und setzt sich dafür ein, die Lebensqualität von Menschen zu verbessern, die Verseuchungen ausgesetzt waren oder sind.
Jetzt hat Green Cross eine Liste mit den zehn schlimmsten Umweltverschmutzungen veröffentlicht:
- Radioaktiver Abfall
Seitdem die Menschen Energie aus Atomkraft erzeugen, haben sich ca. 300.000 Tonnen hoch radioaktiven Materials angesammelt. Die Menge wächst jährlich um über 10.000 Tonnen und der Zerfall des radioaktiven Abfalls wird noch Jahrtausende dauern.
- Verseuchtes Oberflächenwasser
Wasser ist für Menschen und Tiere ebenso wichtig wie die Luft zum Atmen. Durch Industrie und Landwirtschaft wird jedoch immer mehr Wasser stark verschmutzt. Die Organisation Green Cross schätzt, dass jedes Jahr ca. 5 Millionen Menschen in Entwicklungsländern an Krankheiten sterben, die durch eine mangelnde Versorgung mit sauberem Trinkwasser ausgelöst werden.
- Verseuchtes Grundwasser
In Gegenden, in denen kein oder nicht genügend trinkbares Oberflächenwasser zur Verfügung steht, wird Grundwasser zur wichtigsten Wasserquelle. Aktuell betrifft das weltweit etwa 2 Milliarden Menschen. Die Verseuchung von Grundwasser über Giftstoffe von Mülldeponien, auslaufendem Motoröl, Industrie- und Landwirtschaftsabwasser sowie vielen anderen Quellen ist deshalb so besonders schlimm, da es schwieriger aufzubereiten ist als Oberflächenwasser.
- Luftverschmutzung in Häusern und Gebäuden
Aufgrund von offenen Feuern zur Wärmeerzeugung und zum Kochen ist die Luft in Gebäuden in Entwicklungsländern häufig gesundheitsschädlich. Die Folgen dieser Luftverschmutzung reichen von Atembeschwerden und Augenentzündungen bis zu Lungekrebs und Tuberkulose.
- Umweltverschmutzung durch den Bergbau
Beim Abbau von Metallen, Erzen, Mineralien und weiteren Bodenschätzen entstehen bei der Trennung von wertvollem Material und wertlosen Stoffen oft giftige Rückstände. Über das Wasser (z.B. Regen) gelangen die Giftstoffe dann in Flüsse, Seen und Grundwasser.
- Verseuchung durch die Metall verarbeitende Industrie
Um Metalle wie Gold, Silber, Kupfer, Nickel oder Blei zu gewinnen, müssen die abgebauten Erze in speziellen Fabriken verarbeitet werden. Bei der Verarbeitung unter starker Hitze können extreme Verschmutzungen der Böden, der Luft und des Wassers entstehen.
- Giftige Bleibatterien
Wenn Bleibatterien sich nicht mehr richtig aufladen lassen, kommen sie auf den Sondermüll. In Entwicklungsländern wird das Blei der alten Batterien dann oft von kleinen Betrieben wieder aufbereiten um es erneut für Batterien zu nutzen. Aus Kostengründen und Unwissen wird bei der Aufbereitung zumeist nicht auf die Umwelt geachtet. Giftiges Blei gelngt so oft in die Luft und in das Wasser von dicht besiedelten Gebieten.
- Ungeklärtes Abwasser
Unbehandeltes Abwasser ist eine der entscheidendsten Quellen für Umweltgifte, da ca. 2,6 Milliarden Menschen in Entwicklungsländern ohne vernünftige sanitäre Anlagen auskommen müssen. Das Abwasser fließt dort häufig ungeklärt in Flüsse und Seen, zerstört das dortige Ökosystem und verbreitet Krankheitserreger bei den Menschen, die es trinken oder sich damit waschen.
- Dreckige Luft in Großstädten
Mit der Luftqualität in den meisten Großstädten dieser Welt steht es nicht zum besten: Ruß, Feinstaub, Ozon, Stickstoff- und Schwefelverbindungen sind nur einige der Schadstoffe, die oft in gesundheitlich schädlicher Konzentration nachgemessen werden. Auch hier sind wieder Entwicklungsländer meist stärker betroffen als Industrienationen, da Autos und Fabriken wie auch Kraftwerke meist veraltet sind.
- Verseuchung durch lokale Goldgewinnung
Die lokale Schürfung von einzelnen Goldsuchern gehört zu den gefährlichsten Quellen für Umweltgifte: Häufig wird dabei hochgiftiges Quecksilber verwendet und im Prozess verdampft, was zu geschätzten 30 Prozent der vom Menschen verursachten Quecksilberemissionen führt (Schätzung: Unido).
Den Artikel zu den zehn schlimmsten Umweltverschmutzungen der Menschen sowie eine ausführliche Beschreibung der zehn Umweltverschmutzungen finden Sie unter “Umweltgifte - Die zehn gefährlichsten Quellen” auf Focus Online.