Veröffentlicht am 5. November 2008,
Kategorie(n): Sonstiges
Der Wechsel hat Amerika erreicht: Mit 338 zu 168 Wahlmännerstimmen feierte Barack Obama gestern Nacht einen fulminanten Sieg über den Republikaner John McCain. Damit wird er nicht nur der erste farbige Präsident der Vereinigten Staaten sondern auch der erste Präsident, der das europäische Modell des Sozialstaats vertritt. Neben einer Reform der Sozialpolitik wird von Obama vor allem auch ein Wechsel in der Umwelt- und Klimapolitik erwartet. Bis zum Jahr 2050 will er die CO2-Emissionen 80 Prozent unter das Level von 1990 reduzieren und bis 2012 soll der Anteil erneuerbarer Energien auf zehn Prozent gesteigert werden. Des weiteren sprach sich Barack Obama für die Förderung zum Kauf verbrauchsarmer Autos und eine Verschärfung der Verbrauchsvorschriften von Fahrzeugen aus.
Und für die Welt mit am wichtigsten: Barack Obama steht für Zusammenarbeit und nicht für Alleingänge der USA. Aus diesem Grund erfasste die Jubelstimmung nicht nur große Teile der USA sondern der ganzen Welt. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) freute sich über den “großartigen Wahlsieg” und erwartet eine enge Zusammenarbeit mit dem künftigen amerikanischen Präsidenten. Für den französischen Staatspräsident Nicolas Sarkozy war es ein “brillanter Sieg”, der in Frankreich, Europa und der Welt eine gewaltige Hoffnung auf Veränderung weckt. Der EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hofft auf eine Verbündung der USA und der Vereinigten Staaten unter der neuen Führung von Barack Obama um die Welt zu einem “New Deal” zu führen. Weitere erfreute Reaktionen kamen u.a. aus China und Japan wie auch aus den Krisengebieten Irak und Afghanistan.