Veröffentlicht am 19. November 2008,
Kategorie(n): Allgemein
Die neusten Zahlen zu den globalen Treibhausgas-Emissionen des Klimasekretariats der UN in Bonn geben gleichzeitig Anlaß zur Hoffnung und zur Sorge. So konnte der Ausstoß an klimawirksamen Gasen, allen voran CO2, zwischen 1990 und dem Jahr 2006 in 41 Industriestaaten um fünf Prozent gesenkt werden. Untersucht wurden die Zahlen von Ländern, die sich im Rahmen der Klima-Rahmenkonvention von 1992 verpflichtet hatten, ihre Emissionsdaten an das Bonner Sekretariat zu melden.
Allerdings gibt es auch eine schlechte Nachricht: Denn zwischen 2000 und 2006 konnten die Emissionen nicht gesenkt werden, sondern stiegen im Gegenzug sogar um 2,3 Prozent an. Hintergrund ist, dass die Senkung zwischen 1996 und 2000 mit dem Rückgang der Wirtschaft in den Staaten der früheren Sowjetunion und des Warschauer Pakts in den 90er-Jahren in Verbindung steht. Nach einer jahrelangen Deindustrialisierung nimmt die Industrieproduktion dort in den letzten Jahren wieder zu.
Weiterhin fehlen die Daten von wichtigen Staaten wie China und Indien, da diese ihre Daten nicht melden. Ausserdem zeigte sich auch bei den Ländern, die dem Klimaprotokoll von Kyoto beitraten, dass nur 16 Nationen ihre Verpflichtungen, den Treibhausgas Ausstoß zu mindern, erfüllten. Ganze 20 Länder verfehlten ihre Ziele und von drei Staaten sind die Daten noch nicht beim Klimasekretariat der UN eingetroffen.
Quelle: CO2-Emissionen - Die gute und die schlechte Nachricht