Dem Thema Klimaschutz wird von Seiten der Bürger, der Unternehmen und der Politik aktuell eine verständliche und längst überfällige Aufmerksamkeit gewidmet. Selbst von Jugendlichen und jungen Menschen wird der Begriff “Grün” längst nicht mehr abwertend oder belächelnd genutzt. Im Gegenteil: Grün ist In, Grün ist die Zukunft und selbstverständlich müssen die Unternehmen mitziehen. So verzeichnet die Branche der Grünen Energie (Solarenergie, Windkraft, Geothermie, etc.) selbst in Zeiten der Finanzkrise ein ungebremstes Wachstum, die Baubranche wird aufgrund des Energieausweises und stetig steigender Heizkosten zwangsläufig grüner und die Autohersteller kämpfen um die schnellstmögliche Einführung Grüner Autos.
Mit der IT-Branche lassen sich CO2-Emissionen und Klimaverschmutzung nicht so augenscheinlich verbinden wie mit Geländewagen, Kohlekraftwerken oder Flugzeugen. Allerdings erzeugt die IT-Industrie nach Schätzungen des Marktforschungsinstituts Gartner ebenso viel CO2-Emissionen wie der weltweite Flugverkehr! Der Ressourcenverbrauch sowie die Umwelt- und Klimaverschmutzung lässt sich dabei in zwei Hauptfelder aufteilen: Der Material- und Energieeinsatz bei der Produktion von Hardware (Computer, Monitore, Notebooks, Drucker, Scanner, PDAs, Handys, etc.) und der Energieverbrauch bei der Nutzung.
Auch wenn Greenpeace auf der CeBIT 2008 bei der Suche nach wirklich grüner Elektronik noch erfolglos blieb, zeigt ihr Ranking doch, dass sich einzelne Hersteller um Verbesserungen bemühen. Wer bei der Anschaffung auf Geräte aus energie- und materialeffizienter Produktion, die Wiederverwertbarkeit sowie den Energieverbrauch achtet, der spart langfristig nicht nur Kosten sondern kann mglw. auch ein starkes nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Image bei Mitarbeitern und Kunden aufbauen.
Und auch jeder einzelne Mitarbeiter kann die IT des Unternehmens etwas grüner machen. Und zwar indem er oder sie Geräte wie Scanner oder Drucker nur bei Bedarf einschaltet und natürlich den Rechner zum Feierabend ausschaltet anstatt ihn im Standby-Modus laufen zu lassen. In Zukunft wird es dann vielleicht sogar ein Grünes Internet geben.