Veröffentlicht am 28. Februar 2009,
Kategorie(n): Gebäude
Die Abwrackprämie für Altautos sollte die Wirtschaft ankurbeln und das Klima entlasten. Klar ist bereits, dass sie - zumindest für die Autohersteller - ein riesen Erfolg ist. Der Umwelt und dem Klima hilft die Abwrackprämie aber nicht wirklich, da sie nicht an den Verbrauch des geförderten Neufahrzeugs gekoppelt ist. Des weiteren stellt sich natürlich die Frage, weshalb die Automobilbranche in einem marktwirtschaftlichen System bevorzugt behandelt wird. Völlig zu Recht fordert daher auch der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), Michael von Bock und Polach, ein staatliches Konjunkturprogramm für den Austausch alter Heizkessel.
Laut dem von Bock und Polach arbeiten zur Zeit in Deutschland lediglich zwölf Prozent aller Heizungsanlagen umweltschonend und energieeffizient und laut einer aktuelle Emnid-Umfrage würde knapp die Hälfte der Eigenheimbesitzer in Deutschland in moderne Heiztechnik investieren wenn es eine Abwrackprämie für technisch veraltete Heizungen geben würde. Damit könnten nicht nur jährlich rund zehn Millionen Tonnen C02 eingespart werden und die Abhängigkeit von ausländischen Gas- und Öl-Lieferanten reduziert werden sondern es würden vor allem auch deutsche Unternehmen wie Vaillant, Viessmann oder Buderus und lokale Handwerksfirmen profitieren. Es wäre also wirklich eine sinnvolle Konjunkturmaßnahme, die das Siegel “Umweltprämie” verdient hätte.
Quelle: Energie - Abwrackprämie für alte Heizkessel