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« Großstädte könnten bei gleicher Lebensqualität Energie und 90 Prozent CO2 einsparen Allstav-Haus stellt neues “0,0-Literhaus” vor - Heizen mit Sonne und Wind »
 

Ehemaliger Umweltminister Klaus Töpfer fordert einen neuen Lebensstil

Veröffentlicht am 2. April 2009,  Kategorie(n): Allgemein

Im Interview mit FOCUS Online spricht der ehemalige deutsche Umweltminister, Ex-Chef der UN-Umweltbehörde UNEP sowie stellvertretende Vorsitzende des Rats für Nachhaltigkeit kurz über seine Bemühungen, Politiker und Bürger von einem nachhaltigeren Lebensstil zu überzeugen. Er stellt klar, dass er nicht viel vom Konjunkturpaket der Bundesregierung hält und spricht über den CO2-Ablaßhandel, Greenwashing sowie über seinen eigenen CO2-Fußabdruck.

Mit seiner Kritik an unserem heutigen Lebensstil in Europa, Nordamerika oder Japan hat er sicherlich recht, denn der Verbrauch von Rohstoffen und Energie ist weltweit mehr als ungerecht verteilt: So verursachte ein US-Amerikaner in 2003 im Durchschnitt 19,9 Tonnen CO2 und ein Deutscher 10,5 Tonnen CO2. Dem gegenüber hatte ein Einwohner im afrikanischen Tschad gerade einmal einen durchschnittlichen Ausstoß von nur 0,01 Tonnen CO2 im Jahr 2003. Da aber immer mehr Menschen versuchen, unseren “westlichen” Lebensstil zu übernehmen, brauchen wir dringend einen echten Wandel in unserem System, unseren Strukturen und unserer Art zu Leben.

Es gilt also eine Gesellschaft zu erreichen, in der - vor allem - möglichst wenig Energie und Ressourcen verbraucht werden, anstatt den bisherigen Verbrauch zu verschieben oder zu versuchen die entstandene CO2-Last zu kompensieren. Das dies auch möglich sein kann, ohne sich zurück ins Mittelalter zu bewegen, zeigt z.B. die Studie des Wuppertal Instituts, die darstellt, wie Großstädte bis 2050 bei gleicher Lebensqualität Energie und 90 Prozent CO2 einsparen könnten.

Interview von FOCUS Online mit Klaus Töpfer zum Thema Nachhaltigkeit “Ich will erreichen, was notwendig ist“, 01.04.2009

 
 
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