Das man jede Menge Energie und CO2-Emissionen einsparen kann, wenn man mit dem öffentlichen Nahverkehr oder Fahrrad statt mit dem Auto fährt ist inzwischen sicherlich auch dem letzten klar. Auch, dass Energiesparen mittels etwas geringerer Heiztemperatur, Stoßlüften statt gekippten Fenstern oder der Vermeidung des Standby-Betriebs bei Elektrogeräten zählt inzwischen zum Allgemeinwissen (für alle Unwissenden gibt es hier 50 Tipps um im Haushalt Energie zu sparen). Darüber hinaus gibt es aber noch viele weitere Möglichkeiten um Energie und Ressourcen zu sparen und damit das Klima und unsere Umwelt weniger zu belasten. Hier sind 10 etwas andere Energiespar-Tipps:
- Den Fleischkonsum einschränken
Bevor Schnitzel oder Steak auf den Tisch kommen, muss für die Tiere oder deren Futter oft erst einmal Regenwald gerodet werden. Ausserdem müssen die Tiere erst mit Unmengen an Futter großgezogen werden, wobei der Nährwert dieses Futters den des Fleisches am Ende weit übertrifft. Ausserdem sind ein oder mehr fleischfreie Tage die Woche sehr gesund.
- Regionale und saisonale Produkte einkaufen
Lange Distanzen zwischen Ernte- oder Produktionsort und dem Verkaufsort der Ware bedeuten immer den Verbrauch von viel Energie beim transport und damit zwangsläufig eine schlechte Klimabilanz. Das gilt natürlich auch für Obst und Gemüse, dass bei uns keine Saison hat. So müssen Erdbeeren im Dezember oder Januar Erdbeeren im Januar z.B. aus Südafrika eingeflogen werden.
- Recyclingpapier verwenden
Papier für den Drucker, Schulhefte für die Kinder oder Küchenrollen sind aus Recyclingpapier ein großes Plus für unsere Umwelt. Den die Produktion verbraucht weniger Rohstoffe, Energie und Wasser.
- Lebensmittel und Getränke in großen Behältern kaufen
Das gilt natürlich nur in dem Maß, in dem man die Lebensmittel auch aufbrauchen kann, ohne einen großen Teil im Müll entsorgen zu müssen. Allerdings verbrauchen große Behälter anteilig weniger Material als kleine. Also eher die 1,5 Liter Wasserflasche als 3 kleine 0,5 Liter Flaschen kaufen.
- Niederdruck-Brausekopf nutzen
Mit einem Niederdruck-Brausekopf in der Dusche kann man bis zur Hälfte beim Wasser- und Energieverbrauch einsparen. Das entlastet gleichzeitig unser Klima und den eigenen Geldbeutel.
- Heisses Wasser mit dem Wasserkocher
Um sich einen Tee oder einen Instant-Kaffee zu kochen, sollte man das Wasser lieber im Wasserkocher statt in einem Topf auf dem Herd erhitzen. Ausserdem sollte man nur soviel Wasser aufkochen, wie man für die Tasse(n) braucht. Das spart Energie und geht auch noch viel schneller.
- Frischen Kaffee oder aus der Thermoskanne
Gute Kaffeemaschinen verfügen in der Regel über eine Warmhalteplatte, allerdings ist diese ein richtiger Stromfresser. Besser ist eine Thermoskanne oder noch besser frischer Kaffee. Der schmeckt nämlich auch viel besser.
- Laptop oder Mini PC statt PC Tower
Tragbare Laptops oder Mini Computer verbrauchen viel weniger Strom als große PC Tower und schonen damit Umwelt und Klima. Ausserdem braucht man auch weniger Platz und sie sehen dazu noch viel schicker aus.
- Sendeleistung des W-Lans nicht auf volle Power
Den W-Lan Router sollte man so einstellen, dass man in den Räumen, in denen man surft gut im Internet unterwegs ist. Es ist aber weder vor dem Hintergrund der Netzwerksicherheit noch vor dem des Stromverbrauchs sinnvoll, dass man zwei Häuser weiter damit immer noch Empfang hat.
- Wiederaufladbare Akkus statt Batterien nutzen
Die meisten nutzen immer mehr moblie Elektrogeräte wie MP3-Player, elektrische Zahnbürste, Fernbedienungen oder tragbare Spielekonsolen. Die Energie beziehen sie immer aus Akkus oder Batterien wobei wiederaufladbare Akkus zu bevorzugen sind. Sie sind zwar in der Anschaffung teurer, dafür aber bis zu 1000 Mal wiederverwendbar und ersparen unserer Umwelt damit eine Menge Giftmüll.
Diese 10 etwas anderen Energiespar-Tipps sind eine Auswahl aus dem Klimaschutz-Sofortprogramm, dass die Partei Bündnis 90 / Die Grünen auf Ihrer Internetseite veröffentlicht haben.