Veröffentlicht am 24. April 2009,
Kategorie(n): Sonstiges
Positive Nachricht aus Afrika: Wie einfache Bauern der Welt zeigen, dass das Leben im Einklang mit der Natur selbst an so einem schwierigen Ort wie der Sahelzone ihre Lebensqualität verbessert.
Die Sahelzone erstreckt sich von der Sahara im Norden bis zur Trocken- bzw. Feuchtsavanne im südlichen Afrika. Innerhalb dieses Gebietes liegen mit dem Niger, Burkina Faso oder Mali Staaten, die zu den ärmsten Ländern unserer Erde zählen. In der ohnehin kargen Region kam es in der Vergangenheit in regelmäßigen Abständen immer wieder zu schwerwiegenden Dürren mit katastrophalen Folgen und Hungersnöten. Zudem warnen viele Experten vor der sich stetig nach Süden ausbreitenden Wüste aus dem bisherigen Gebiet der Sahara.
Das der Kampf gegen Klimawandel, Wüstenausbreitung und Naturkatastrophen aber nicht aussichtslos ist, zeigt ein aktueller Beitrag auf Spiegel Online. Denn genau aus dem lebensfeindlichen Gebit der Sahelzone kommt der positive und mutmachende Berichte über die wohl größte erfolgreiche Bewaldungsaktion der Gegenwart. Und diese wird weder von Non-Profit-Organisationen, Umweltverbänden, Unternehmen oder von Forschern durchgeführt sondern von einer Vielzahl einheimischer Bauern, die herausgefunden haben, dass Pflanzung von Akazien ihre Äcker, ihr Vieh und damit ihr Leben schützt.
Während die Bäume früher abgeholzt wurden und die Saat daraufhin ohne Windschutz vom Wind verweht wurde, werden heute alleine im Niger jedes Jahr eine Viertel Million Hektar Baumbestand angepflanzt. Alleine dort sollen laut dem Amsterdamer Geografen Chris Reij aktuell ca. 200 Millionen neue Bäume heranwachsen. Der entscheidende Punkt für die Bauern ist, dass die Dürren im Sahel nicht zu verhindern sind, die Bäume aber die Widerstandsfähigkeit erhöhen und davon Mensch und Natur profitieren. Nachdem ein Dorf zu dieser Erkenntnis kam und es Ihnen bei einer der Dürren besser ging als den Nachbardörfern, verbreitete sich die Kunde rasend schnell in der gesamten Region. Mittlerweile wird nicht nur im Niger sondern auch in den umliegenden Ländern wie Burkina Faso oder Mali in großem Stil aufgeforstet.
Der sehr interessante zweiteilige Artikel “Ground Zero ergrünt” und “Ungeplantes Experiment mit eindeutigem Ergebnis” sowie ein Videobericht finden sich auf den Seiten von Spiegel Online.