Barack Obama hatte bereits im Wahlkampf angekündigt, als Präsident der USA für einen grünen Richtungswechsel und damit für mehr Umwelt- und Klimaschutz zu sorgen. Etwas mehr als 100 Tage nach seiner Amtseinführung sollen nun feste Regeln für Neuwagen in den USA beschlossen werden. Bereits vom Jahr 2016 an darf der Flottenverbrauch jedes Herstellers nicht mehr über 39 Miles per Gallon liegen, was ungefähr 6 Liter Benzin auf 100 Kilometer entspricht. Aktuell verbrauchen neue PKW in Amerika noch deutlich über 8,6 Liter auf 100 km. Die Grenze, die eine Reduktion von fast 30 Prozent bedeutet, sollte eigentlich erst ab dem Jahr 2020 in Kraft treten.
Laut Experten der US-Regierung würden die verschärften Verbrauchsvorschriften dazu beitragen, dass über die Lebensdauer der neu verkauften Autos hinweg insgesamt in Amerika 1,8 Milliarden Barrel Öl weniger verbraucht und ca. 900 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden würden. Es wäre derselbe Effekt, als würde man aktuell 177 Millionen Autos von der Straße nehmen oder ganze 194 Kohlekraftwerke stilllegen. Interessanterweise jubeln nicht nur die Mitglieder von Umweltverbänden sondern auch Vertreter der Autoindustrie begrüßten die Initiative von Präsident Barack Obama. Die Autobranche profitiert nach eigenen Angaben vor allem von der Planungssicherheit bei der Entwicklung durch die frühzeitig festgelegten Obergrenzen.
Weitere Informationen im Artikel “Umweltschutz - Obama will sparsamere Autos” auf FAZ.net und im Beitrag “Klimaschutz - Barack Obama erzwingt Bau sparsamerer Autos” auf Welt Online.