Veröffentlicht am 29. September 2009, Kategorie(n):Allgemein, 618 x gelesen
Vor 4,5 Milliarden Jahren entstand die Erde und vor 540 Millionen Jahren das erste Leben im Meer. Vor 130 Millionen Jahren entwickelte sich der erste Regenwald und vor 200.000 Jahren tauchten die ersten Menschen auf der Bildfläche der Erde auf, nur um sie dann in rund 100 Jahren der Industrialisierung an den Rand des Kollaps zu bringen. Im Dezember 2009 werden sich nun die Regierungsvertreter in Kopenhagen zur wichtigsten Konferenz zum Klimawandel seit 10 Jahren versammeln: Dem COP15!
Die Länder unserer Erde streben eine globale Einigung an, um unseren Planeten zu schützen. Dafür ist auch deine Stimme zum Klimawandel wichtig, denn jeder kann einen Beitrag leisten. Deine Stimme gegen den Klimawandel!
Veröffentlicht am 25. September 2009, Kategorie(n):Solarenergie, 659 x gelesen
Greentech Media’s aktuelle Analyse zur PV Produktion in den USA
Im internationalen Wettbewerb ist die deutsche Photovoltaikindustrie hinter Herstellern aus China, Taiwan und den USA weiter zurück gefallen. Die Hoffnungen der deutschen Photovoltaikhersteller liegen daher auch auf dem wachsenden amerikanischen Produktionsstandort. „Mit unserer aktuellen Studie „PV Manufacturing in the U.S.“ bieten wir jedem Unternehmen der Photovoltaikindustrie wertvolle Informationen über den US-amerikanischen Markt. Sie richtet sich an alle, die an einer fundierten und umfassenden Analyse der PV-Produktion, einschließlich der Förderbedingungen und Chancen entlang der Wertschöpfungskette interessiert sind“, so Silvia Christel, Analystin bei Greentech Media Inc.
Wachstum bis mindestens 2012
Für den amerikanischen Zellabsatz prognostiziert Greentech Media, ausgehend vom Jahr 2008, bis 2012 eine jährliche Wachstumsrate von 50 Prozent. Für den Modulabsatz erwarten die Analysten in diesem Zeitraum eine Wachstumsrate von 45 Prozent. Die Dünnschicht-Technologie wird in Amerika weiterhin eine dominante Rolle einnehmen. Mit einem Produktionsanteil von 2,69 Gigawatt werden im Jahr 2012 bis zu 67 Prozent der PV-Produktion aus Dünnschichtzellen bestehen.
CIGS-Technologie mittelfristig im Aufwind
Bei den einzelnen Technologien im Dünnschichtbereich ist aktuell kein eindeutiger Trend erkennbar. Dem entsprechend liegen CdTe mit 18 Prozent, amorphes Silizium mit 24 Prozent und CIGS mit 22 Prozent relativ nah beieinander. Ein offensichtlicher Trend der kommenden fünf Jahre ist jedoch für den Produktions- und Marktanteil der CIGS-Technologie erkennbar. Hier erwarten die Greentech Media Analysten bis 2012 ein deutliches Wachstum. Ausgehend von einer Produktionsleistung von 132 MW im Jahr 2009 wird für die CIGS-Technologie eine Produktionskapazität von 626 MW im Jahr 2012 vorher gesagt. Zu dieser Prognose kommen die Analysten, obwohl die aktuelle Produktion durch die Marktlage und die Neigung der Endkunden, auf bewährte Technologien zurückzugreifen, geprägt ist.
Gleichzeitig wird sich in den nächsten Jahren die Produktionskapazität für kristalline Siliziumzellen auf einem weiterhin hohen Niveau fortsetzen. Kristalline Zellen und Module bilden weiterhin den Hauptanteil der PV-Technologien, der Produktionsanteil in dieser Technologie wird von Greentech Media auf 35 Prozent im Jahr 2012 prognostiziert.
Veröffentlicht am 24. September 2009, Kategorie(n):Gebäude, 1,498 x gelesen
Ein großer Teil des Energieverbrauchs in Deutschland lässt sich auf die Beheizung, Kühlung und Beleuchtung von Häusern, Wohnungen und Büros zurückführen. Während moderne Passivhäuser nahezu ohne Heizenergie auskommen, wird in vielen Wohnungen immer noch Wärme aus Strom gewonnen, was eine der ineffizientesten und klimafeindlichsten Arten der Heizenergiegewinnung ist. Da sich für die Nutzer der noch rund 1,5 Millionen Nachtspeicherheizungen in Deutschland - mit Inkrafttreten der EnEV 2009 - ab Oktober die Rahmenbedingungen verändern, steht das Thema EnEV 2009 im Mittelpunkt des aktuellen Journals auf dem Energiesparclub.
Warum ist das Heizen mit Strom klimafeindlich?
Elektrischer Strom ist die hochwertigste Energie, denn sie ist fast überall verfügbar und kann für die verschiedensten Zwecke eingesetzt werden: Vom heimischen PC über die Waschmaschine bis hin zu Industriemaschinen und Elektromotoren – oft geht ohne Strom gar nichts.
Mehr als die Hälfte des deutschen Stroms kommt aus Stein- und Braunkohlekraftwerken. Dabei wird weniger als sechzig Prozent der in Kohlekraftwerken eingesetzten Energie zu elektrischem Strom umgewandelt. Elektroheizungen, auch als Nachtspeicherheizungen bekannt, machen dann aus dieser hochwertigen, mit viel Abwärme verbundenen Energieform, nur Heizwärme auf niedrigem Temperaturniveau. Das bedeutet eine Entwertung der hochwertigen “Edelenergie” Strom, die nutzbringender anderswo hätte verwendet werden können. Die Kraftwerks-Abwärme hingegen, die als “Abfallprodukt” ohnehin entsteht, heizt jedoch nur die Umgebung und keinen Wohnraum. Eine vernichtende Bilanz der Verschwendung von Ressourcen! Die Lösung: So genannte Kraft-Wärme-Kopplung, mit der im Kraftwerk auch die Abwärme genutzt wird, und Haushalte, die nicht mehr mit Strom Heizen sondern mit Fernwärme oder anderen modernen Heizungsanlagen. Übrigens: Auch Ökostrom sollte nicht zum Beheizen von Gebäuden verwendet werden. Denn das Problem der großen Verluste bei der Umwandlung des Stroms in Wärme hat mit der Herkunft des elektrischen Stroms nichts zu tun. Auch Sonnen-, Wasserkraft- und Windstrom sind zu schade zum verheizen. Denn auch diese Ressourcen sollten nicht verschwendet werden, sondern dazu benutzt werden Kohle- und Atomkraftwerke zu ersetzen. Heizwärme kann jedoch umweltfreundlich aus Kraft-Wärme-Kopplung, aus Pelletöfen, modernen Gas- Brennwertheizungen und Solaranlagen kommen.
Doch wie sind so genannte Wärmepumpen zu beurteilen, schließlich werden auch sie mit Strom betrieben? Entscheidend bei der ökologischen Bewertung einer Wärmepumpe ist die “Jahresarbeitszahl”. Hier gilt: je höher, desto besser. Wenn auf eine Kilowattstunde elektrische Antriebsarbeit vier oder mehr Kilowattstunden Umweltwärme aus dem Erdreich oder der Luft entnommen werden, ist die Kohlendioxidbilanz ähnlich wie beim Einsatz eines Gas-Brennwertkessels oder bei Fernwärme aus einem Kohlekraftwerk. Damit sich der Betrieb einer solchen Wärmepumpe auch ökonomisch vernünftig darstellt, empfehlen Experten, dass eine “monovalente Betriebsweise” (d.h. ohne ergänzendes Heizungssystem) möglich ist. Dies erfordert eine gute Dämmung und eine Wärmeverteilung, die mit niedrigen Temperaturen auskommt.
Veröffentlicht am 22. September 2009, Kategorie(n):Allgemein, 597 x gelesen
Vom 7. bis 12. Dezember 2009 sollen im Rahmen der Klimaverhandlungen in Kopenhagen die Weichen für eine klimafreundliche Zeit nach dem Kyoto-Protokoll gestellt werden. Um sich auf die Verhandlungen über ein Folgeabkommen vorzubereiten treffen heute vorab in New York rund 100 Regierungsvertreter zu einem Klimagipfel zusammen. Yvo de Boer, Chef des Klimasekretariats der Vereinten Nationen, verkündete bereits im Vorfeld nach einem Gespräch mit dem chinesischen Staatschef Hu Jintao, dass China in New York weitreichende Maßnahmen zur Senkung seines Kohlendioxid-Ausstoßes verkünden werde.
Die Volksrepublik China habe es sich selbst als Ziel gesetzt, zur führenden Nation im Kampf gegen Erderwärmung und Klimawandel zu werden und bis zum Jahr 2020 rund 15 Prozent des Energiebedarfs über regenerative Energien wie Windkraft oder Solarenergie zu decken. Dies wäre umso wichtiger, da China mittlerweile das Land mit dem größten CO2-Ausstoß ist (auch wenn ein Großteil aus der Produktion für Exportgüter stammt). Die Verpflichtung zu einer nachhaltigeren Wachstum wäre eine grundlegende Richtungsänderung der chinesischen Wirtschaft und könnte andere Länder in Asien und dem Rest der welt positiv beeinflussen.
Veröffentlicht am 18. September 2009, Kategorie(n):Sonstiges, 717 x gelesen
Weder die Landwirtschafts- und Tierproduktionsbranche noch der Deutsche Bauernverein (DBV), als mächtige Standesorganisation des agrarindustriellen Komplexes, scheinen über eine nachhaltige Politik nachzudenken. Rufe nach einer Produktionssteigerung von Milchprodukten, sogar an die EU gerichtet, ignorieren völlig deren klimaschädlichen Aspekt. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. spricht in diesem Zusammenhang von einem klimapolitischen “Super-Gau” und wirft dem DBV verantwortungsloses Handeln vor.
Veröffentlicht am 16. September 2009, Kategorie(n):Auto und Verkehr, 4,159 x gelesen
Auch im Jahr der großen Finanz- und wirtschaftskrise führt kein Weg an einem Wechsel hin zu nachhaltigerer Mobilität vorbei. Aus diesem Grund hat sich die Anzahl der gezeigten Autos mit wirklich niedrigem Verbrauch und/oder alternativen Antrieben zur IAA 2007 mit vielen klimafreundlichen Autos noch einmal stark erhöht. In diesem Jahr hat so gut wie jeder Autobauer - von reinen Herstellern von Supersportwagen und Luxuskarossen einmal abgesehen - mindestens ein Fahrzeug mit alternativem Antrieb ausgestellt. Und Hybrid-Studien wie der Lexus LF-Ch, der Sportwagen Peugeot RCZ Hybrid4 oder die Elektro-Supersportwagen Tesla Roadster und Fisker Karma zeigen, dass Leistung, Leidenschaft und gelungenes design heute nicht mehr im Widerspruch zu klimafreundlichem Antrieb stehen muss.
Hier ein paar ausgesuchte Modelle aus der Vielzahl toller und alternativ angetriebener Autos:
Bei der EfficientDynamics Studie von BMW handelt es sich um einen außergewöhnlichen Sportwagen und den Star am BMW Stand auf der IAA. Zwei Elektromotoren an der Vorder- und Hinterachse treiben den schicken und futuristischen Sportwagen zusammen mit einem kleinen Dieselmotor an. Trotz mächtiger 356 PS soll der Verbrauchs bei gerade einmal 3,8 Litern Diesel auf 100 Kilometer liegen.
Veröffentlicht am 14. September 2009, Kategorie(n):Sonstiges, 731 x gelesen
Das beide Kanzlerkandidaten beim TV-Duell im Fernsehen nicht gerade mit Leidenschaft und Visionen von einer besseren Zukunft geglänzt haben, hat jeder Zuschauer spätestens nach der Halbzeit mitbekommen. Beide haben vor allem ihre “gute” Arbeit in der Vergangenheit gelobt und über die großen Probleme “Afghanistan”, “Mindestlöhne”, “Finanzkrise” und “Wirtschaftskrise” gesprochen. Völlig vergessen wurde hingegen das Thema “Bildung”, das eigentlich zu den höchsten Prioritäten unseres zukünftigen Staatsoberhaupts zählen sollte. Was ebenfalls leider unerwähnt blieb, ist die Tatsache, dass in Deutschland (und weltweit) das Wirtschaftswachstum vor allem auch vom Ressourcen- und Energieverbrauch abgekoppelt werden muss. Schließlich lässt sich die Klima- und Energiekrise durch Wachstum nicht bewältigen sondern im Zweifel sogar noch verschlimmern. Hier sollte man ebenfalls - wie bei der Finanzkrise - aus der Vergangenheiit gelernt haben und in Zukunft nachhaltiger wirtschaften.
Veröffentlicht am 11. September 2009, Kategorie(n):Allgemein, 1,826 x gelesen
Am Abend des 10. Septembers wurde in Berlin zum zweiten Mal der Clean Tech Media Award verliehen. Mit ihm werden innovative Projekte und herausragende Leistungen aus dem Bereich der “Grünen Energietechnologie” auszuzeichnen. Im Rahmen einer festlichen Gala-Veranstaltung feierten mehr als 500 prominente Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur die diesjährigen Preisträger.
Die Gala-Veranstaltung fand im Berliner ewerk statt, das aus diesem Anlaß in einen Technologie und Zukunftsparcours verwandelt wurde, in dem mehr als 40 Aussteller nachhaltige technologische Zukunftswelten präsentierten und über wegweisende Trends informierten. Der Clean Tech Media Award setzte dabei von Anfang an auf ein ungewöhnliches Konzept: Eine Mischung aus Clean Tech und Entertainment, Technik- und Medienwelt, Glamour und Nachhaltigkeit - selbstverständlich CO2-neutral. Die große Resonanz und das feierliche Ambiente sind der beste Beweis, dass diese Verbindung zukunftsfähig ist.
Foto: Clean Tech Media Award 2009
Schirmherr Dr. Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender der EWE AG, brachte es bereits zu Beginn der Preisverleihung auf den Punkt: “Es freut mich sehr, im Herzen Berlins, mit vielen Gästen aus Kultur, Medien, Wirtschaft und Politik eine Gala für Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit feiern zu können. Diese neue, offensive Art der Kommunikation von Forschung und Innovationen beweist, dass Clean Tech zu den derzeit wichtigsten Themen gehört und von den Menschen ernst genommen wird.”
Veröffentlicht am 9. September 2009, Kategorie(n):Bücher, 1,384 x gelesen
Bereits Mitte letzten Jahres wurden unter “CO2 und Lebensmittel - Beim Essen Umwelt und Klima zu schützen” veröffentlicht, wie man mit der richtigen Auswahl beim Einkauf von Lebensmitteln den Effekt auf unsere Umwelt senken kann. Wer den Zusammenhang von Essen und Klimaschutz für abwegig hält, den interessiert vielleicht die Tatsache, dass der Nahrungsmittel-Sektor laut Studien inzwischen für ca. 20% der CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich ist.
Cover: Kosmos Verlag
Für alle, die sich mit dem Thema näher beschäftigen möchten, erscheint als große Hilfe morgen das “Klimakochbuch - Klimafreundlich einkaufen, kochen und genießen” aus dem Kosmos Verlag im Buchhandel. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt es als “Sach- und Kochbuch gegen die globale Erwärmung”, was wohl aber eher den ideelen Zweck beschreibt. Im Klimakochbuch finden sich über 40 leckere Rezepte, die zusammen mit spannenden Hintergrundinformationen zeigen, wie klimafreundliche und wohlschmeckende Küche gelingen kann.
Veröffentlicht am 7. September 2009, Kategorie(n):Gebäude, 749 x gelesen
In Europa und einigen Großstädten der USA gibt es einen neuen Trend im Kampf gegen den Klimawandel und für mehr Lebensqualität in Metropolen wie Chicago oder New York City: Dachgärten bzw. begrünte Dachflächen gewinnen zunehmend als grüne Oasen im Betondschungel an Bedeutung und erfüllen gleichzeitig eine Funktion beim Klimaschutz. In Tests mit Dachgärten in Chicago fand man heraus, dass ein dunkler Dachteil an einem heißen Sommertag fast doppelt so heiß war wie der begrünte Dachteil. Somit hilft das begrünte Dach, die zum Betrieb der Klimaanlagen notwendige Energie deutlich zu reduzieren. Im Winter wirkt es umgekehrt als Dämmung gegen die Kälte und spart damit Heizenergie und -kosten.