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Nachtspeicherheizungen – Auslaufmodell und Klimasünder

Veröffentlicht am 24. September 2009,  Kategorie(n): Gebäude

Ein großer Teil des Energieverbrauchs in Deutschland lässt sich auf die Beheizung, Kühlung und Beleuchtung von Häusern, Wohnungen und Büros zurückführen. Während moderne Passivhäuser nahezu ohne Heizenergie auskommen, wird in vielen Wohnungen immer noch Wärme aus Strom gewonnen, was eine der ineffizientesten und klimafeindlichsten Arten der Heizenergiegewinnung ist. Da sich für die Nutzer der noch rund 1,5 Millionen Nachtspeicherheizungen in Deutschland – mit Inkrafttreten der EnEV 2009 – ab Oktober die Rahmenbedingungen verändern, steht das Thema EnEV 2009 im Mittelpunkt des aktuellen Journals auf dem Energiesparclub.

Warum ist das Heizen mit Strom klimafeindlich?

Nachtspeicherheizungen – Auslaufmodell und KlimasünderElektrischer Strom ist die hochwertigste Energie, denn sie ist fast überall verfügbar und kann für die verschiedensten Zwecke eingesetzt werden: Vom heimischen PC über die Waschmaschine bis hin zu Industriemaschinen und Elektromotoren – oft geht ohne Strom gar nichts.

Mehr als die Hälfte des deutschen Stroms kommt aus Stein- und Braunkohlekraftwerken. Dabei wird weniger als sechzig Prozent der in Kohlekraftwerken eingesetzten Energie zu elektrischem Strom umgewandelt. Elektroheizungen, auch als Nachtspeicherheizungen bekannt, machen dann aus dieser hochwertigen, mit viel Abwärme verbundenen Energieform, nur Heizwärme auf niedrigem Temperaturniveau. Das bedeutet eine Entwertung der hochwertigen „Edelenergie“ Strom, die nutzbringender anderswo hätte verwendet werden können. Die Kraftwerks-Abwärme hingegen, die als „Abfallprodukt“ ohnehin entsteht, heizt jedoch nur die Umgebung und keinen Wohnraum. Eine vernichtende Bilanz der Verschwendung von Ressourcen! Die Lösung: So genannte Kraft-Wärme-Kopplung, mit der im Kraftwerk auch die Abwärme genutzt wird, und Haushalte, die nicht mehr mit Strom Heizen sondern mit Fernwärme oder anderen modernen Heizungsanlagen. Übrigens: Auch Ökostrom sollte nicht zum Beheizen von Gebäuden verwendet werden. Denn das Problem der großen Verluste bei der Umwandlung des Stroms in Wärme hat mit der Herkunft des elektrischen Stroms nichts zu tun. Auch Sonnen-, Wasserkraft- und Windstrom sind zu schade zum verheizen. Denn auch diese Ressourcen sollten nicht verschwendet werden, sondern dazu benutzt werden Kohle- und Atomkraftwerke zu ersetzen. Heizwärme kann jedoch umweltfreundlich aus Kraft-Wärme-Kopplung, aus Pelletöfen, modernen Gas- Brennwertheizungen und Solaranlagen kommen.

Doch wie sind so genannte Wärmepumpen zu beurteilen, schließlich werden auch sie mit Strom betrieben? Entscheidend bei der ökologischen Bewertung einer Wärmepumpe ist die „Jahresarbeitszahl“. Hier gilt: je höher, desto besser. Wenn auf eine Kilowattstunde elektrische Antriebsarbeit vier oder mehr Kilowattstunden Umweltwärme aus dem Erdreich oder der Luft entnommen werden, ist die Kohlendioxidbilanz ähnlich wie beim Einsatz eines Gas-Brennwertkessels oder bei Fernwärme aus einem Kohlekraftwerk. Damit sich der Betrieb einer solchen Wärmepumpe auch ökonomisch vernünftig darstellt, empfehlen Experten, dass eine „monovalente Betriebsweise“ (d.h. ohne ergänzendes Heizungssystem) möglich ist. Dies erfordert eine gute Dämmung und eine Wärmeverteilung, die mit niedrigen Temperaturen auskommt.

Zahlen und Fakten:

Etwa 1,5 Millionen Nachtspeicherheizungen werden derzeit in deutschen Wohngebäuden betrieben. Hinzu kommen jene in gewerblich genutzten Gebäuden. Gemessen an den fast 40 Millionen Haushalten eine überschaubare Zahl, jedoch sind diese insgesamt für 3 % der gesamten CO2 Emissionen verantwortlich. Jede dieser veralteten und klimaschädlichen Anlagen ist daher eine zu viel. Vergleicht man die Zahl der Anlagen in deutschen Großstädten, so fallen große Unterschiede auf: Spitzenreiter ist Essen mit 60.000 Elektroheizungen gefolgt von Hamburg mit 53.000 und Berlin mit 30.000. Die bayerische Landeshauptstadt München kommt immerhin noch auf 27.000 Elektroheizungen. Das Schlusslicht bildet Frankfurt mit „nur“ 8.000 Nachtspeicherheizungen.

Eine Elektroheizung verursacht im Durchschnitt doppelt so viel CO2-Emissionen wie eine Ölheizung, drei Mal mehr Emissionen als ein Gas-Brennwertkessel und sogar zehn Mal mehr Treibhausgase als eine moderne Holzpelletheizung mit angeschlossener Solaranlage. Energiesparclub Tipp: Verbraucher können mit dem kostenlosen Energiesparkonto ihre Energiekosten und CO2-Emissionen bilanzieren und bewerten. Das ist praktisch in zweierlei Hinsicht: zum Einschätzen der eigenen Situation und zur Erfolgskontrolle bei der Umstellung auf ein neueres Heizsystem. Mehr Informationen: www.energiesparclub.de.

Heute verursachen Elektroheizungen etwa drei Prozent der CO2- Emissionen in Deutschland. Jedes Jahr könnten fast 30 Millionen Tonnen CO2 durch den Ersatz von Nachtspeicherheizungen durch umweltfreundliche Heizsysteme vermieden werden.

Elektroheizungen werden immer teurer, denn die Heizstrompreise sind mittlerweile drastisch angestiegen und steigen weiterhin kräftig. War Nachtstrom 2004 noch für rund 5,5 Cent je Kilowattstunde zu haben, so lag der Preis Anfang 2008 zwischen 8,5 und 10 Cent (Preise netto ohne MwSt.). Zum Vergleich: Eine Kilowattstunde Heizenergie auf der Basis von Holzpellets kostet etwa 4,5 Cent, für Gas liegt der Preis bei rund 6 Cent (Nettopreise). Mittlerweile liegen die Preise für Nachtstrom bei bis zu 15 Cent.

Auch die elektrische Warmwasserbereitung verschwendet unnötig viel Energie: sie schlägt mit etwa 1.000 bis 3.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr und Haushalt zu Buche. Diese addieren sich zu den „normalen“ Haushaltsstromkosten. Zirka 20 Prozent der Haushalte in Deutschland erwärmen Wasser elektrisch, d.h. jeder fünfte Haushalt nutzt diese verschwenderische Form der Warmwasserbereitung. Und das Klima leidet mit: 34 Millionen Tonnen CO2 gehen jedes Jahr auf das Konto der elektrischen Warmwasserbereitung.

Was sagt die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) zum Heizen mit Strom?

In Wohngebäuden mit mindestens sechs Wohneinheiten müssen Nachtstromspeicherheizungen, die älter als 30 Jahre sind, bis 2019 durch effizientere Geräte ersetzt werden. Ausnahme: Geräte, die nach 1990 eingebaut wurden, müssen erst 30 Jahre nach Einbau ausgetauscht werden. Da die Mehrzahl der Stromheizungen (80 Prozent) sich in Gebäuden mit unter sechs Wohneinheiten befindet, ist die überwiegende Mehrzahl der Elektroheizungen von der EnEV nicht betroffen. Und: Sollte der Ausbau der Nachtspeicherheizungen und der Einbau einer neuen Heizung auch unter Inanspruchnahme von Fördermitteln nicht wirtschaftlich sein, besteht auch keine Austausch-Pflicht.

Was sagen die Experten zum Heizen mit Strom?

Stellen Sie sich vor: Installiert wird ein großes Feld mit Solarzellen für eine neue und “effiziente Tagspeicherheizung“. Ein Paradoxon, wie vor 40 Jahren die Subvention der Kernkraftwerke? Alles ist denkbar. Immer gilt: je geringer der Bedarf, desto geringer ist das Risiko eines falsch gewählten Heizsystems. Wird ein Passivhaus direkt elektrisch über die Luft beheizt, ergibt sich ein Primärenergiebedarf, der unter den Anforderungen der EnEV 2009 liegt. Es wird in Zukunft viele Heizsystemlösungen geben; auch solche mit Strom. Immer sollte eine wirtschaftlich und technisch bestmögliche CO2-Minderung angestrebt werden,
(Dieter Wolff – Ostfalia – Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel)

„Selbst in Zeiten von Heizöl-Spitzenpreisen – wie im Jahr 2008 – war das Heizen mit Strom für den Endkunden eindeutig die teuerste Art, zu behaglicher Wärme zu gelangen. Auch die besonderen Konditionen für vermeintlich günstigen Nachtstrom ändern daran nichts. Heizen mit Strom ist in der Regel weder wirtschaftlich noch umweltfreundlich.“
(Energiereferent der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz)

„Heizen mit Strom wird immer teurer. Werbeargumente, dass mit einer Elektro-Teilspeicherheizung besonders kostengünstig geheizt werden kann, sind irreführend. Eventuelle Kostenvorteile bei der Anschaffung können die hohen laufenden Stromkosten nicht wett machen. Wir warnen auch vor „Elektro-Heizkörpern“ oder „Elektro-Teilspeicherheizungen“, die immer wieder in Anzeigen als „Voll-, Zusatz- oder Übergangsheizung“ angeboten werden. Diese werden mit teurem Tagstrom betrieben.
(Energie-Expertin bei der Verbraucherzentrale Thüringen)

Das Energiesparkonto rechnet mit und hilft beim Sparen

Noch immer gibt es bei Verbrauchern eine große Verunsicherung darüber, welche Energiesparmaßnahmen sie ergreifen sollen und vor allem wie viel diese kosten. co2online hat für eine objektive Einschätzung der Situation das Energiesparkonto entwickelt. Die kostenlose Onlineapplikation bilanziert den Energieverbrauch im Haushalt, bewertet ihn und berät interaktiv zu persönlichen Sparmaßnahmen.

Um zu starten müssen nur wenige Daten und Informationen über die Wohnung oder das Haus eingegeben werden. Je mehr das Konto mit Zählerständen und Abrechnungen der Strom-, Gas- und Wasserversorger gefüttert wird, desto aussagekräftiger wird die Bewertung. Jährliche Abrechnungen sowie Zählerstände im mehrmonatigen Abstand reichen für genaue Ergebnisse und Prognosen aus. Alle Einträge werden im Konto gespeichert und in Schaubilder verwandelt.

Auch beim Thema Elektroheizung leistet das Energiesparkonto einiges: So kann der Nutzer in der neuen Heizsaison den Verbrauch seiner Nachspeicherheizung direkt bewerten.

Und noch ein anderes Beispiel: Wie groß der Wärmebedarf eines Hauses oder einer Wohnung ist, hängt wesentlich vom Dämmzustand und dem Nutzerverhalten der Bewohner ab. Liegt der Heizwärmebedarf zum Beispiel bei 20.000 Kilowattstunden, so verursacht dies Kosten von mindestens 3.000 Euro, wenn man diesen Bedarf durch eine Nachtspeicherheizung deckt. Wird der gleiche Bedarf durch eine Öl- oder Gasheizung gedeckt, liegen diese Kosten „nur“ bei etwa 2.000 Euro, eingerechnet der Zusatzkosten für Wartung, Schornsteinfeger und Pumpenstrom. Denn die Kosten für eine Kilowattstunde Nachtstrom liegen im Moment bei zirka 15 Cent, die für eine Kilowattstunde Heizöl oder Gas hingegen bei sieben bis acht Cent.

Eine weitere Einsatzmöglichkeit des Energiesparkontos liegt in der langfristigen Überwachung von Verbräuchen und Energiekosten. Ein Mausklick und man weiß, ob der neue Kühlschrank oder die effizientere Waschmaschine wirklich den erhofften Einspareffekt gebracht hat. Beim Thema Heizung sieht man genau, ab wann die Investition in eine moderne Anlage sich rechnet. Energie-Experten empfehlen Haus- und Wohnungseigentümern schon seit Jahren, nicht auf neue gesetzliche Bestimmungen zu warten, sondern selbst aktiv zu werden – zur Reduzierung der Energiekosten und zur Schonung der Umwelt.

Der Beitrag „Nachtspeicherheizungen – Auslaufmodell und Klimasünder“ wurde uns freundlicherweise von der co2online gemeinnützige GmbH zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen finden sich im Artikel „EnEV 2009 – Kampf den Energieschleudern“ auf den Seiten des Energiesparclub.

Über die co2online gemeinnützige GmbH
Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online mbH setzt sich für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ein. Mit interaktiven Online-Ratgebern, Heizspiegeln, einem Klimaquiz sowie Portalpartnern aus Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Politik motiviert sie den Einzelnen, mit aktivem Klimaschutz auch Geld zu sparen. co2online ist Träger der Kampagne „Energiesparclub – Wissen, was wirkt.“, gefördert vom Bundesumweltministerium.

Wir vermitteln Ihnen gern kompetente Interviewpartner zum Themenschwerpunkt. Dabei greifen wir auf Wissen und Informationen aus unserer gemeinnützigen Tätigkeit zurück, wie auch auf über 700 Kontakte aus unserem Kompetenznetzwerk. Gern erörtern wir mit Ihnen gemeinsam die für Ihren Artikel relevanten Fakten und Hintergrundinformationen.

Kontakt:
Tom Raulien
Projektmanager Medienkooperationen
co2online gemeinnützige GmbH
Hochkirchstr. 9
10829 Berlin
Tel.: 030 / –76 76 85 – 22
E-Mail: tom.raulien[at]co2online[punkt]de

Foto: Acumulador dinámico –txo febrero 2007 (UTC)

 
 
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Kategorie(n): Gebäude
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