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10 Tipps für ein klima- und umweltfreundliches Weihnachtsfest

Veröffentlicht am 26. November 2009,  Kategorie(n): Sonstiges

Weihnachtsbaum mit Geschenk / Foto: Malene ThyssenDie Weihnachtszeit mit Beginn am Heiligabend rückt näher und die eine oder der andere dürfte bereits erste Planungen für das große Weihnachtsfest anstellen oder auf der Suche nach den ersten (oder doch schon den letzten) Geschenken sein. In vielen Familien ist der wahre Geist von Weihnachten allerdings inzwischen in den Hintergrund geraten und für viele Kinder und Erwachsene bedeutet Weihnachten inzwischen vor allem Geschenke zu bekommen und gut und viel zu essen.

Natürlich haben Wirtschaft, Handel und Medien ihren Teil dazu beigetragen, dass der Konsum für viele heute im Vordergrund steht und in diesem Beitrag soll es auch nicht darum gehen auf Weihnachtsgeschenke zu verzichten. Vielmehr soll - gerade im Hinblick auf das Weihnachtsfest - daran erinnert werden, dass man mit bewusstem Konsum die Welt ein klein wenig verbessern kann. Und wenn viele mitmachen, wird daraus schnell eine große Veränderung.

Hier sind daher ein 10 Tipps zu Festessen und Weihnachtsgeschenken um das diesjährige Weihnachtsfest etwas klima- und umweltfreundlicher zu gestalten.

Das Festessen:

1. Vegetarische Weihnachten
Schon mal an ein vegetarisches Weihnachten gedacht? Vielleicht muss es ja dieses Jahr gar kein Gänsebraten sein, denn es gibt auch viele festliche vegetarische Menüs, die sehr lecker schmecken. Alleine auf Chefkoch.de finden sich über 130 vegetarische Weihnachts-Rezepte.

2. Bio-Gans statt herkömmlicher Mastgans
Wer auf den traditionellen Gänsebraten an Weihnachten nicht verzichten kann oder will, der sollte sich zumindest überlegen, ob es eine arme Mastgans sein muss, die in zweieinhalb Monaten zusammengepfercht und turbogemästet im Mini-Käfig aufgezogen wurde. Wer es sich leisten kann, sollte vielleicht etwas mehr in eine Bio-Gans investieren, die 140 Tage unter lebenswürdigen Bedingungen mit täglichem Auslauf und Zugang zu einer Wasserfläche artgerecht aufwachsen durfte. Den Unterschied der Qualität des Fleischs schmeckt man übrigens auch.

3. Fisch als gesunde Alternative?
Fisch gilt gegenüber Fleisch allgemein als gesünder und ist für viele daher eine logische Alternative für das große Festessen. Allerdings sind viele beliebte Fischarten wie Kabeljau, Lachs oder Tunfisch aufgrund der großen Nachfrage mittlerweile bedroht. Wer ein leckeres Fischgericht zu Weihnachten plant, der sollte also auf nachhaltige Fischerei achten (z.B. MSC Gütezeichen für nachhaltig gefangenen Fisch) oder sich für einen Fisch aus Bio-Aquakultur entscheiden.

4. Frisch gekocht statt Fertiggericht
Gerade an den Festagen sollte man auf Fertiggerichte verzichten - und das nicht nur, weill es frisch einfach besser schmeckt. Denn insbesondere Tiefkühlgerichte werden unter hohem Energieaufwand produziert, verpackt, schockgefrostet und transportiert. Natürlich muss es bei ab und zu auch mal schnell gehen, Weihnachten ist aber sicherlich nicht die Zeit dafür.

5. Regionale und lokale Nahrungsmittel
Bei der Auswahl der Zutaten zum Festesses und allen anderen Snacks sollte man hauptsächlich auf regionale und saisonale Gemüse- und Obstsorten zurückgreifen. Denn diese verursachen aufgrund der deutlich geringeren Transportwege nicht nur weniger CO2, sondern sie sind meist auch unbehandelter und frischer als Erdbeeren, Ananas, Mangos und Papayas an Weihnachten.

Weihnachtsgeschenke:

6. Spenden statt Geschenke
Wer eigentlich schon alles hat, der freut sich möglicherweise auch über eine Spende zugunsten einer gemeinnützigen Organisation anstelle von Schmuck, Krawatte, Buch oder CD. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Spende hungernden Kindern, dem Schutz bedrohter Tierarten oder der Umwelt im Allgemeinen hilft.

7. Nachhaltig produzierte Mode schenken
Anstatt mehrerer günstiger Kleidungsstücke, die unter fragwürdigen Arbeitsbedingungen in Ostasien produziert und dann mit hohem Energieaufwand nach Deutschland transportiert wurden, sind qualitativ hochwertige und nachhaltig produzierte T-Shirts, Hemden oder Hosen die bessere Wahl. Nachhaltig orientierte Modelabels sowie Läden und Online-Shops für fair gehandelte Produkte aus Biobaumwolle oder anderen Stoffen sind auf dem Grüne Mode Magazin zu finden.

8. Pflanzen statt Blumen
Ein Blumenstrauss ist ein gern gewähltes Geschenk für das Weihnachtsfest - vor allem für Kurzentschlossene. Egal ob die Blumen mit hohem Energieaufwand in Treibhäusern in Europa gezüchtet oder mit dem Flugzeug aus Afrika eingeflogen werden, die Blumenindustrie ist nicht wirklich klima- und umweltfreundlich und Schnittblumen bringen sowieso nur kurzfristig Freude. Stattdessen sollte man ein paar Euro mehr investieren und sich für eine Topfpflanze entscheiden, die auch lange nach Weihnachten noch für gute Luft in den Räumen des Beschenkten sorgt.

9. Veganes oder vegetarisches Kochbuch
Mit einem veganen, einem vegetarischen Kochbuch oder dem Klimakochbuch kann man nicht nur etwas für Tiere, Umwelt und Klima tun sondern die Beschenkte oder den Beschenkten auch dazu ermutigen ein wenig gesünder zu leben.

10. Geschenke umweltfreundlich verpacken - Müllberge vermeiden
Dank aufwändig verpackter Weihnachtsgeschenke wird das Fest schnell zur unnötigen Müllparade mit Bergen von Geschenkpapier. Wer seine Geschenke nicht mit braunem Papier einwickeln und selbst verzieren möchte, der sollte auf jeden Fall nach Recyclingpapier Ausschau halten. Besonders schlecht für Klima und Umwelt sind Metallfolien oder Klarsichtfolien aus Kunststoff sowie Kunststoffschleifen und -bänder. Außerdem kann man einen Teil des Papiers im nächsten Jahr wieder verwenden, wenn man beim Auspacken der Geschenke etwas Vorsicht walten lässt.

Foto: Ein dänischer Weihnachtsbaum mit brennenden Kerzen, dekoriert mit selbstgemachtem Weihnachtsschmuck wie roten Herzen, weißen Papierschneeflocken und einem goldenen Stern auf der Spitze. Unter dem Baum sind die Geschenke ausgebreitet. von Malene Thyssen. Veröffentlicht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

 
 
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Kategorie(n): Sonstiges
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