Veröffentlicht am 1. Dezember 2009, Kategorie(n):Sonstiges
Die große Eisschmelze in der Arktis und der Antarktis ist zum dringendsten Symbol des Klimawandels geworden, denn die Auswirkungen eines stark steigenden Meeresspiegels sind für alles Staaten mit Küstenregionen eine große Gefahr. Aber während die schlimmen Folgen der Erderwärmung und des Klimawandels an den beiden Polen inzwischen den meisten bekannt sein dürften, ist die große Gletscherschmelze tibetischen Hochland nahezu unbekannt. Dabei wird dieses Gebiet von Experten oft auch als “Dritter Pol” bezeichnet.
Gletscher im Himalaya und auf dem tibetischen Hochland schrumpfen dermaßen rasant, daß sogar ein oder zwei chinesische Wissenschaftler in Panik gerieten. “Infolge der globalen Erwärmung ziehen sich die Gletscher auf dem Qinghai-Tibet Plateau großflächig und viel schneller als in jedem anderen Teil der Erde zurück”, sagte kürzlich Qin Daha, ein ehemaliger Direktor des chinesischen meteorologischen Instituts. “Kurzfristig wird dies zu einer Vergrößerung der Seen führen und Hochwasser und Schlammlawinen auslösen. Langfristig gesehen sind die Gletscher lebensnotwendig für den Wasserhaushalt von Flüssen wie Indus und Ganges. Wenn sie verschwinden, dann ist die Wasserversorgung in jenen Regionen gefährdet.”
Tibeter und Tibet-Unterstützer wissen sehr gut, dass die drohende und fast unausweichliche ökologische Katastrophe auf dem tibetischen Hochland nicht nur das Resultat der globalen Erwärmung ist, sondern in gleichem, wenn nicht noch höherem Maße eine Folge der extremen Ausbeutung und Zerstörung der “Berge und Wasserläufe” (tib. ri-lung) Tibets durch das kommunistische China.
Um diese “unbequeme Wahrheit” über das tibetische Hochland ins Bewußtsein der Allgemeinheit zu rücken, wurde ein neuer Dokumentarfilm geschaffen, der einige wichtige, und sehr beunruhigende Fragen aufwirft:
- Was ist das Schicksal der Quellgebiete der gewaltigen Flüsse in Tibet?
- Warum verschwinden die tibetischen Nomaden aus dem Grasland?
- Warum baut China so viele riesige Staudämme auf dem tibetischen Hochland?
- Was für eine Auswirkung wird dies auf die flussabwärts lebenden Menschen haben?
- Was um Himmels willen führen Chinas Ingenieure noch im Schilde?
In seinem 40minütigen Film “Meltdown in Tibet” verwendet Michael Buckley geheim gedrehtes Filmmaterial und Kamerabilder, um uns einen aufregenden Einblick in Chinas gigantische und potentiell katastrophenträchtige Staudamm-Projekte in Tibet zu geben. Er zeigt uns, wie die tibetischen Nomaden von ihrem angestammten Land vertrieben werden, um Platz für die Mega-Staudämme und die Bergbauprojekte zu schaffen. Aber das sei nur die Spitze des Eisberges, sagt uns der Autor des Films. Was sich drohend abzeichnet, ist eine Wasserkrise riesigen Ausmaßes, die Millionen von Menschen in den überbevölkerten Landstrichen von China, Indien, Pakistan, Bangladesh, Nepal, Vietnam, Thailand, Kambodscha, Burma und Laos in Mitleidenschaft ziehen wird.
Sowie die Seite: Tibet Environment Watch: www.tew.org
Internationale Gesellschaft
für Menschenrechte (IGFM)
Arbeitsgruppe München
c/o Jürgen Thierack
Rudolfstraße 1
82152 Planegg
(+49 89) 859 84 40 oder
(+49 40) 480 80 77 Angelika Mensching www.igfm-muenchen.de
Der Auftrag der IGFM zielt auf die friedliche Verwirklichung der Menschenrechte, deklariert von den Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948, dem Tag der Menschenrechte. Seit einigen Jahren leistet die im Jahre 1972 gegründete und seitdem anerkannt gemeinnützige Gesellschaft auch mildtätige Arbeit.
Die IGFM hat Beobachterstatus beim Europarat sowie ECOSOC-(Roster) Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen. Die Arbeitsgruppe München hat Tibet als Schwerpunkt gewählt. Eine umfangreiche Sammlung von Texten zur Menschenrechtslage in Tibet steht auf unserer Website unter der Rubrik “Tibet”, wir versenden auch kostenlos aktuelle Meldungen zu Tibet per e-mail. Anmeldung unter tibet(at)igfm-muenchen.de.