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Monatsarchiv für Dezember 2009

 

In Kopenhagen fürchten viele ein Scheitern - Südkorea will als erstes Land verbindliche Ziele akzeptieren

Veröffentlicht am 15. Dezember 2009,  Kategorie(n): Allgemein,  969 x gelesen

Der bisher wichtigste Tag auf dem Klimagipfel in Kopenhagen ging mit überwiegend schlechter Stimmung zu Ende. Nach Berichten auf der offiziellen Internetseite von COP 15 befürchten inzwischen viele Teilnehmer ein Scheitern. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich am heutigen Dienstag besorgt über den Stand der Verhandlungen zum globalen Klimaschutz. Das größte Problem ist der Streit zwischen den Industrienationen und den Vertretern der ärmeren Länder und Schwellenländer.

Um ein Scheitern des am Freitag endenden Gipfels zu vermeiden rief UN Generalsekretär Ban Ki-moon die Vertreter aller Staaten dazu auf, mit den Schuldzuweisungen aufzuhören und sich einzig darauf zu konzentrieren, wie jedes Land soviel tun kann wie möglich.

Es gibt allerdings noch Hoffnung: Als erstes Schwellenland erklärte sich Südkorea heute dazu bereit, verbindliche Reduktionsziele zu akzeptieren. Südkorea hofft mit dieser Zusage eine Schlüsselrolle bei den Verhandlungen in Kopenhagen zu übernehmen und andere Länder zu Zugeständnissen zu bewegen.

Weitere aktuelle Informationen sind täglich unter en.cop15.dk nachzulesen (Englisch)

 
 

Google informiert zum Klimawandel

Veröffentlicht am 14. Dezember 2009,  Kategorie(n): Allgemein,  1,227 x gelesen

Zeitgleich zum stattfindenden Klimagipfel der Vereinten Nationen (COP15) in Kopenhagen informiert Google in einem eigenen Bereich über den Klimawandel auf unserer Erde. Zu finden sind Videos zum Thema, Informationen über mögliche Maßnahmen zur Anpassung und Abschwächung der Auswirkungen sowie Touren für Google Earth. Mit letzteren kann man sich über die Vorhersagen zum Klimawandel von IPCC zu erkundigen.

Klimawandel in Google Earth

Linktipp: Erkunden Sie die Folgen des Klimawandels in Google Earth

 
 

Photovoltaik-Studie von Greentech Media: USA werden bis 2012 zum zweitstärksten Nachfragemarkt weltweit

Veröffentlicht am 14. Dezember 2009,  Kategorie(n): Solarenergie,  1,974 x gelesen

- Trotz Rezession: US-Markt wuchs von 320 MW in 2008 auf 440 MW in 2009
- Bis 2012 wird die jährliche Nachfrage auf 1,5 bis 2 MW installierte Leistung steigen / Jährliche Investitionen wachsen auf mehr als 6 Milliarden Dollar
- Deutsche Unternehmen wie Conergy und juwi profitieren von herausragender Stellung im Weltmarkt

Die Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen für den Einsatz in Gebäuden und amerikanischen Kraftwerken ist 2009 trotz der allgemein schlechten Wirtschaftslage erheblich gestiegen. Bis 2012 könnten sich die USA sogar zum weltweit schnellsten Wachstumsmarkt entwickeln, in welchen voraussichtlich mehr als sechs Milliarden Dollar investiert werden. Das sind zentrale Ergebnisse der Studie “The United States PV Market Through 2013: Projekt Economics, Policy, Demand and Strategy”, die Greentech Media (www.greentechmedia.com) heute offiziell in Deutschland vorstellt. Dem Report zufolge stieg die installierte Photovoltaik-Nachfrage von 320 Megawatt in 2008 auf aktuell 440 Megawatt und könnte im “Best-Case” jährlich um bis zu 48 Prozent wachsen.

Photovoltaik-Studie von Greentech Media zum Markt in den USA

“Bis 2012 wird der Photovoltaik-Markt in den USA den spanischen Markt einholen und die klare Nummer 2 hinter Deutschland werden”, so Markus Erhard, Analyst bei Greentech Media in München. “Wir gehen davon aus, dass besonders auch deutsche Player wie Conergy oder juwi vom Wachstum auf dem amerikanischen PV-Markt profitieren werden.”

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Das erste klimafreundliche Musikvideo der Welt ist online

Veröffentlicht am 11. Dezember 2009,  Kategorie(n): Sonstiges,  944 x gelesen

Wie bereits am 24. November 2009 berichtet wurde, hatte es sich die Berliner Band Ruffcats zum Ziel gesetzt, das erste klimafreundliche Musikvideo der Welt zu drehen. Ganze 16 Stunden lang wurde im Tresor-Club in Berlin-Mitte das Video zum Song “Chamäleon” gedreht, wobei die Hälfte der benötigten Energie mit speziellen Fahrrädern von Musikern und freiwilligen Helfern erstrampelt wurde. Während sonst beim Dreh eines Videoclips schnell über 100 Kilowattstunden Strom anfallen, wurde der Dreh mit nur einer einzigen Kilowattstunde realisiert.

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Praktisch: Mit Passivhäusern Energie sparen und das Klima schützen

Veröffentlicht am 8. Dezember 2009,  Kategorie(n): Gebäude,  2,087 x gelesen

Während in Kopenhagen Experten und Politiker die internationalen Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel beraten, zeigt die vom Bundesumweltministerium geförderte Kampagne “Klima sucht Schutz” Klimaschutz der praktischen Art: Mit dem neuen “Passivhaus-Spezial” und verschiedenen Energiespar-Ratgebern werden Endverbraucher informiert, wie sie persönlich von der Passivhaus-Bauweise im Neu- und Altbau profitieren können und von welchen vorbildlichen Praxisbeispielen sie abschauen können.

Klima sucht Schutz - Passivhaus-Special

Drei der insgesamt 15 Energiespar-Ratgeber der Klimaschutzkampagne wurden um verschiedene Optionen zum Passivhausstandard erweitert. Im Ratgeber “Heizkosten im Neubau” haben angehende Bauherren von Wohngebäuden neben dem schnellen Vergleich verschiedener Heizsysteme jetzt zusätzlich auch die Möglichkeit, die Energiebilanz und Wirtschaftlichkeit eines Passivhauses zu prüfen. Besonderheit eines Passivhauses ist, dass es ohne separates Heizsystem auskommt. Schnell und unkompliziert können Nutzer die individuelle Höhe der nötigen Investitionen sowie der laufenden Verbrauchs- und Betriebskosten in Erfahrung bringen. Auch die CO2-Emissionen der ausgewählten Systeme werden gegenübergestellt. Die aktuelle Energieeinsparverordnung (EnEv) verlangt beispielsweise für ein neu gebautes Einfamilienhaus einen jährlichen Heizwärmebedarf von höchstens 95 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Mit weniger als 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter liegt der Energiebedarf eines Passivhauses bei nur einem Bruchteil dessen, was in Zeiten steigender Energiepreise bares Geld ausmacht.

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Volvo Facebook-Spiel: DRIVe Around The World in 80 Days (Anzeige)

Veröffentlicht am 8. Dezember 2009,  Kategorie(n): Auto und Verkehr,  1,154 x gelesen

Während manch ein Autohersteller immer noch rein auf Größe, Luxus und PS setzt, hat Volvo die Zeichen der Zeit erkannt und bietet mit den Volvo DRIVe Modellen eine Möglichkeit zur drastischen Senkung des Kraftstoffverbrauchs - und das schon heute! So soll z.B. der Volvo C30 1.6D DRIVe Start/Stop im Durchschnitt nur 3,8 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer verbrauchen, was einem einen CO2-Ausstoß von 99 Gramm auf den Kilometer entspricht. Dabei ist der C30 1.6D DRIVe kein kompromissloses Ökoauto oder gar eine Spaßbremse auf der Strasse: Eine Leistung von 80 kW / 109 PS ermöglicht zügiges Fahren bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h.

Um vor allem auch bei der jüngeren Internetgeneration Begeisterung für die umweltfreundlichen DRIVe Modelle zu wecken, hat Volvo Cars ein erstes Online-Spiel auf Facebook herausgebracht. Dabei geht es darum, mit dem o.g. Volvo C30 DRIVe virtuell in 80 Tagen um die ganze Welt zu fahren, und zwar nur mit Hilfe der Facebook-Freunde des Teilnehmers. Für das Team, das am effizientesten um die Welt fährt, wird Volvo 15.000 Euro an ein Projekt spenden, das die globale Erwärmung bekämpft (Spiel bis 4. Februar 2010).

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COP15: Aufruf zum heute gestarteten Weltklimagipfel

Veröffentlicht am 7. Dezember 2009,  Kategorie(n): Allgemein,  4,039 x gelesen

Heute ist er gestartet, der Weltklimagipfel in Kopenhagen, bei dem es um nichts geringeres geht als um die Rettung des Weltklimas und unserer Umwelt. Nun liegt es an den Vertretern der Industriestaaten und Schwellenländer, zu erkennen, dass man nicht weitermachen kann wie bisher und dass es einer drastischen Reduktion der Emissionen bedarf. Wichtigste Faktoren dafür wären eine Abkehr vom Streben nach Wachstum ohne Rücksicht auf die Verschwendung der natürlichen Ressourcen und die Zerstörung der Umwelt. Da Bilder bekanntlich mehr sagen als tausend Worte es vermögen ist hier eine kleine Auswahl an Fotos. In was für einer Welt möchten wir morgen leben?

In was für einer Welt möchten wir leben?
Fotos in groß unter dem Beitrag.

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Triodos Bank: Europas führende Nachhaltigkeitsbank kommt nach Deutschland

Veröffentlicht am 2. Dezember 2009,  Kategorie(n): Nachhaltige Investments,  2,336 x gelesen

Die Triodos Bank wurde 1980 als unabhängiges Geldinstitut in den Niederlanden gegründet und finanziert Unternehmen, die ökologisch, sozial und kulturell engagiert sind. Das die Berücksichtigung ökologischer und menschlicher Faktoren kein ökonomischer Nachteil sein muss, beweist das solide Wachstum von jährlich 20 bis 25 Prozent, das die Triodos Bank seither erzielt. Selbst die Finanzkrise konnte diesen Trend nicht unterbrechen und für die nächsten drei bis vier Jahren erwartet der Vorstand der Triodos Bank sogar eine Verdoppelung von Bilanzsumme, Kundenzahl und Anzahl der vergebenen Kredite. Die aktuelle Bilanzsumme der Triodos Bank liegt bei ca. 2,7 Milliarden Euro.

Screenshot der Triodos Bank

Am 1. Dezember 2009 hat die Triodos Bank nun auch eine Niederlassung in Deutschland - genauer in der Bankenmetropole Frankfurt am Main - eröffnet. Nach Standorten in Belgien, Großbritannien und Spanien will sie sich nun auch hierzulande als grüne Alternative etablieren. Peter Blom, Vorstandsvorsitzender der Triodos Bank unterstreicht die Bedeutung der Niederlassungseröffnung in Deutschland: “Deutschland ist Europas größte Volkswirtschaft. Der Trend zur Nachhaltigkeit hat sich hierzulande über die letzten Jahre deutlich verstärkt, wie man anhand der Biolebensmittel- und Ökostrombranche erkennen kann. Zudem hat die Finanzkrise auch in Deutschland dazu geführt, dass die Menschen von ihrer Bank mehr Verantwortung und
Transparenz fordern – denn sie wollen wissen, was ihr Geld finanziert und zunehmend sichergehen, dass es einen positiven Beitrag leistet.”

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Der “Dritte Pol” der Erderwärmung - Gletscherschmelze in Tibet

Veröffentlicht am 1. Dezember 2009,  Kategorie(n): Sonstiges,  1,807 x gelesen

Die große Eisschmelze in der Arktis und der Antarktis ist zum dringendsten Symbol des Klimawandels geworden, denn die Auswirkungen eines stark steigenden Meeresspiegels sind für alles Staaten mit Küstenregionen eine große Gefahr. Aber während die schlimmen Folgen der Erderwärmung und des Klimawandels an den beiden Polen inzwischen den meisten bekannt sein dürften, ist die große Gletscherschmelze tibetischen Hochland nahezu unbekannt. Dabei wird dieses Gebiet von Experten oft auch als “Dritter Pol” bezeichnet.

Gletscher im Himalaya und auf dem tibetischen Hochland schrumpfen dermaßen rasant, daß sogar ein oder zwei chinesische Wissenschaftler in Panik gerieten. “Infolge der globalen Erwärmung ziehen sich die Gletscher auf dem Qinghai-Tibet Plateau großflächig und viel schneller als in jedem anderen Teil der Erde zurück”, sagte kürzlich Qin Daha, ein ehemaliger Direktor des chinesischen meteorologischen Instituts. “Kurzfristig wird dies zu einer Vergrößerung der Seen führen und Hochwasser und Schlammlawinen auslösen. Langfristig gesehen sind die Gletscher lebensnotwendig für den Wasserhaushalt von Flüssen wie Indus und Ganges. Wenn sie verschwinden, dann ist die Wasserversorgung in jenen Regionen gefährdet.”

Tibeter und Tibet-Unterstützer wissen sehr gut, dass die drohende und fast unausweichliche ökologische Katastrophe auf dem tibetischen Hochland nicht nur das Resultat der globalen Erwärmung ist, sondern in gleichem, wenn nicht noch höherem Maße eine Folge der extremen Ausbeutung und Zerstörung der “Berge und Wasserläufe” (tib. ri-lung) Tibets durch das kommunistische China.

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