Veröffentlicht am 18. Januar 2010,
Kategorie(n): Sonstiges
Nachdem hier vor einigen Tagen über das Konzept von Frank Lessing zur Solar-Überdachung von deutschen Autobahnen berichtet wurde, soll nun eine ähnliche Idee aus den USA vorgestellt werden. Der Ingenieur Scott Brusaw und seine Frau Julie wollen die bestehenden Strassen aber nicht überdachen sondern gleich die ganze Straße zur Solaranlage machen. Hierfür haben Sie ein Konzept für entwickelt, nach dem in (ferner) Zukunft bestehende Strassen aus Asphalt durch ihre Solar Road Panels™ ersetzt werden könnten.

Bild: Solar Roadways™
Intelligente Solar-Straßen bestehend aus drei Schichten
Nach dem Konzept der Solar Roadways™ - oder übersetzt der Solar-Straßen - soll die Straße aus aneinandergereiten Modulen bestehen, die wiederum je drei Schichten besitzen. Die oberste Schicht ist extrem robust, bietet hervorragende Traktion und ist gleichzeitig transparent um das Sonnenlicht hindurch zu lassen. Selbstverständlich musse sie die größten Gewichte aushalten können und wetterresistent sein um die darunter liegenden Elektronik zu schützen.
Die mittlere Schicht beinhaltet die Solarzellen, welche gleichzeitig die Farbe des Straßenbelags ersetzen sowie Elektronik und integrierte LED-Lichter zur Fahrbahnmarkierung und Anzeige von Verkehrsregeln. Die “intelligente” Straße der Zukunft soll aber noch mehr können und so steuern Microprozessoren nicht nur die Speicherung der Energie sondern z.B. auch das Erwärmen der Straße um z.B. Schnee und Eis an kalten Tagen abzuschmelzen.
Während die mittlere Schicht die Strahlen der Sonne in elektrische Energie umwandelt und speichert, soll sie in der dritten und untersten Schicht verteilt und von dort in die Häuser und Geschäfte der Region geleitet werden. Dazu soll sie sehr stabil, wetterbeständig und wasserdicht sein um den mittleren Teil inklusive Elektronik zu schützen (z.B. gegen Grundwasser).
Solar-Straßen: Stromerzeuger und Stromnetz
Miteinander verbunden sollen die Solar Road Panels™ dementsprechend nicht nur der Stromerzeugung dienen, sie sollen zusätzlich gleich auch noch als Stromnetz dienen. Schließlich sind Städte und Häuser durch Straßen miteinander verbunden. Die beiden Erfinder sehen daher auch kaum Begrenzungen für Ihre Idee: Von Highways über innerstädtische Strassen bis zu Gehwegen und Parkplätzen sollen die Solar Road Panels™ irgendwann einsetzbar sein.
Utopie oder doch mögliche Realität?
Wer nun glaubt, dass dies eine fixe Idee zweier Verrückter ist, für die sich außer ein paar “Öko-Spinnern” niemand interessiert, der irrt. Die Regierungsorganisation des U.S. Department of Transportation hat für das Solar Roadways™ Projekt von Scott und Julie Brusaw immerhin 100.000 US-Dollar zur Verfügung gestellt, damit ein erster Prototyp der Solar Road Panels™ angefertigt werden kann. Auch wenn es zur Zeit wohl jedem schwer fällt zu glauben, dass wir irgendwann einmal auf Solaranlagen fahren könnten, besteht doch zumindest die Möglichkeit, dass diese Vision in ferner Zukunft einmal Realität wird. Oder wer hätte sich vor 100 Jahren träumen lassen, dass Menschen ins Weltall fliegen?
Weitere Informationen sind auf der offiziellen Webseite www.solarroadways.com zu finden (Englisch).