Veröffentlicht am 25. Januar 2010, Kategorie(n):Sonstiges
Die Zerstörung der grünen Lunge unserer Erde schreitet in einem erschreckenden Tempo voran: In jeder Minute wird Schätzungen zufolge Regenwaldes von der Fläche von 36 Fußballfeldern oder noch mehr durch Abholzung und Brandrodung vernichtet. Meist für die Papierproduktion oder um die Fläche für kurze Zeit landwirtschaftlich zu nutzen und dann einfach das nächste Stück Regenwald abzuholzen. Dabei sind die Regenwälder nicht nur enorm wichtig für das Klima auf der Erde sondern auch die artenreichsten Gebiete unseres Planeten. Warum wird also so wenig dagegen getan? Vielleicht weil der Regenwald für viele doch einfach zu weit weg ist, das Ausmaß der Zerstörung zu abstrakt? Das folgende Video mit dem Titel “Unchopping a Tree” von Maya Lin zeigt einen Aufruf, der den Menschen in der westlichen Welt das Problem näher bringen soll.
Dabei hat der Westen gerade erst beschlossen, dass der Regenwald mit riesiger finanzieller Unterstützung geschützt werden soll und die Industriestaaten dafür zahlen, dass in Entwicklungs- und Schwellenländern große Gebiete Regenwald geschützt werden (REDD). Doch weil es keine globalen Standards gibt, könnte das Geld - wie so oft bei gut gemeinter Unterstützung - versickern und am Ende sogar bei den Falschen landen. Dabei wäre es laut einem einleuchtenden Bericht auf Spiegel Online so einfach: Die in den regenwäldern beheimatete indigene Bevölkerung sollte zu Wächtern des Waldes werden und den Regenwald sozusagen “verwalten”. Traurigerweise sind die meisten Länder, in denen Regenwald vorhanden ist, vorrangig am Geld interessiert. So will z.B. der Präsident von Ecuador riesige Ölvorkommen mitten im Regenwald der Amazonasregion, nach vorher beschlossenem Schutz, nun doch Abbauen lassen.
Weitere Informationen zum Thema Regenwald und dem Programm “Reduzierte Emissionen aus Waldzerstörung und Walddegradierung” (Redd) der Vereinten Nationen sind im Beitrag “Regenwald-Hilfe: Gut gemeint, schlecht gemacht” von Christoph Seidler vom 23. Januar 2010 auf Spiegel Online nachzulesen.