Auch wenn die Einspeisevergütung für Solaranlagen in Deutschland sinkt und sich die Weltwirtschaft seit geraumer Zeit in einer Rezession befindet, ist das weltweite Wachstum der Solarbranche nicht zu bremsen. Laut einer aktuellen Photovoltaik-Studie von Greentech Media wächst vor allem der Markt in Nordamerika sehr stark und so sollen die USA bis 2012 zum zweitstärksten Nachfragemarkt weltweit werden. Aber auch in China, dem inzwischen größten Exporteur von Solarmodulen und Solaranlagen, hat die Politik die Bedeutung dieses Markts für die eigene Wirtschaft erkannt. So sollen im boomenden Reich der Mitte bis zum Jahr 2020 mindestens 15% des Energiebedarfs aus regenerativen Energiequellen gedeckt werden und chinesische Solar-Unternehmer wie Huang Ming, Chef der Himin Solar Energy Group, planen gleich eine ganze Solar-Stadt in China. Dementsprechend lukrativ könnten Investments in Solar-Unternehmen auch in Zukunft sein, eine Analysten-Studie zu den 30 Solaraktien des Photon-Photovoltaik-Aktien-Index (PPVX) und rund 100 weiteren börsennotierten – und noch nicht notierten - Solaraktien soll bei der Übersicht helfen.
Einzelanalysen der börsennotierten deutschen, schweizer und asiatischen Aktien des PPVX-Solar-Aktien-Index (von centrotherm photovoltaics über SolarWorld bis zu Yingli); Peer-Group-Kennzahlentabellen, Einschätzungen der sonstigen internationalen PPVX-Titel (von First Solar über REC bis zur spanischen Solaria); Informationen den geplanten Börsengängen 2010/11 (von Carpevigo AG über Solyndra bis zu Trony Solar AG) sowie weiteren rund 100 schon gelisteten Solartiteln (Akeena Solar bis XsunX). Der aus den 30 weltweit grössten Solarunternehmen bestehende Aktienindex PPVX ist 2007 um 153 Prozent gestiegen (manche Einzelaktien wie First Solar sogar um bis zu 795 Prozent), 2008 um fast 70 Prozent gefallen, 2009 wiederum rund 23% gestiegen (Spitzenreiter Trina Solar kam 2009 auf ein Plus von 481%)! In den letzten 7 Jahren (2003-2009) lieferte der PPVX den Investoren rund 814% Wertzuwachs, zehnmal mehr als seine “fossile” Messlatte, der Erdölaktien-Index AMEX Oil, der auf ein Plus von rund 75% kam;
PV-Aktien sind nach der starken Kurskorrektur 2008 und dem gemässigten Anstieg 2009 relativ attraktiv bewertet, doch nicht jede Solaraktie ist deswegen schon kaufenswert! Immer deutlicher trennen sich hier Spreu und Weizen (von manchen “penny-stock”-Titeln wie der Voltavis AG wird ganz abgeraten).
Die in der Studie genannten “fairen Werte” (nach DCF-Methode) lagen bei den deutschen PPVX-Titeln meist zweistellig über dem aktuellen Kurs (vom 22.1.10), allerdings nicht mehr 3-stellig darüber wie im Vorjahr z.B. die Aktie der Roth & Rau AG: die Abschätzung des fairen Wertes lag vor einem Jahr – beim Kurs von 13,10 Euro – bei 26,26 bis 27,93 Euro, inzwischen notiert die Aktie bei über 29 Euro.
Seit 2007 kamen viele asiatische PV-Unternehmen an die Börse, so dass der PPVX nun weit mehr chinesische (43% inkl. Taiwan) als deutsche Titel (23%) enthält. In Deutschland gehört die Solarindustrie aber nach wie vor zu den dynamischsten Wachstumsbranchen: über 70.000 Mitarbeiter in mehr als 10.000 Betrieben (inkl. Installateure) haben 2009 den Jahresumsatz auf über 7 Mrd. Euro gesteigert. Die 30 internationalen PPVX-Unternehmen haben Anfang 2010 eine Börsenkapitalisierung von rund 30 Mrd. Euro erreicht – mit rund 74.000 Mitarbeitern und rund 17 Mrd. Umsatz (2008).
Erscheinungstermin der Öko-Invest-Solaraktien-Studie 2010:
1. Februar 2010 / Umfang: 116 Seiten (DIN A 4)
Autoren: Max Deml (Wien) und Hilmar Platz (München)
Die Studie kann für 38,50 Euro (inkl. Versand gegen Rechnung) bestellt werden beim
ÖKO-INVEST-Verlag, Schweizertalstr. 8-10/5, A-1130 Wien
Tel. 0043-1-8760501, Fax 0043-1-4057171-29, email: oeko-invest(at)teleweb.at