Veröffentlicht am 12. Februar 2010,
Kategorie(n): Allgemein
Auch wenn die Politiker auf dem Klimagipfel in Kopenhagen im Dezember 2009 kläglich gescheitert sind, hat das Treffen doch für eine enorme Aufmerksamkeit für das Thema Klimaschutz gesorgt. Auch nach Einschätzung 44 unabhängiger Klima-Experten aus Wissenschaft und Forschung, Fachmedien, Organisationen und Politik ist das Interesse an Klimaschutz und Klimawandel im vierten Quartal 2009 deutlich gestiegen. Diese Ergebnisse sind in das Klima-Barometer der gemeinnützige co2online GmbH eingeflossen und fortan misst der Index quartalsweise das öffentliche Interesse an Klimaschutz und Klimawandel. Aufgrund des Kopenhagener Klimagipfels und den Berichten in allen Medien, lag der Indexwert im letzten Quartal bei 110 Punkten (Durchschnitt: 100 Punkte). Hierzu passen auch die Umfragen, dass die Mehrheit inzwischen den Prognosen zum Klimawandel glaubt oder sogar Schlimmeres erwartet.
Viele Verbraucher ändern ihr Verhalten nach dem gescheiterten Klimagipfel in Kopenhagen
Während in Kopenhagen um das große Ganze gestritten wurde, bevorzugen die meisten Verbraucher kleine und leicht durchzuführende Änderungen in ihrem täglichen Leben um damit Umwelt und Klima besser zu schützen. Gefragt nach dem direkten Einfluss des Klimagipfels auf ihr persönliches Verhalten, nannte die Mehrheit der Verbraucher Verhaltensmaßnahmen wie den verstärkten Kauf regionaler Lebensmittel, die verstärkte Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder häufigeres Radfahren. Während der Kauf regionaler Produkte noch mit einem relativ geringen Kostenaufwand verbunden ist, lässt sich beim Fahrradfahren sogar Geld einsparen und etwas für die eigene Gesundheit tun. Und beides hat natürlich einen positiven Effekt auf die eigene CO2-Bilanz.
Insgesamt wirkte sich der Klimagipfel laut co2online immerhin positiv auf das Verhalten einer Mehrheit von 72 Prozent der Befragten aus. Ein weiteres Ergebnis der Befragung ist der Trend zu mehr Investitionen in Energieeffizienz und zu gemeinschaftlichen Initiativen. Auf die Frage, welche Klimaschutzmaßnahmen sie mit 500 Euro treffen würden, antworteten 29 Prozent der Befragten, sie würden eine hocheffiziente Heizungspumpe anschaffen. 26 Prozent würden das Geld in eine Bürgersolaranlage investieren.
Das Klima-Barometer mit allen weiteren Ergebnissen sowie aktuelle Grafiken stehen im Internet unter www.klima-sucht-schutz.de/mitmachen/klima-barometer.html zum Download bereit.
Wer sich dafür interessiert, was er selbst tun kann, der findet leicht umsetzbare Anregungen im Beitrag “Politiker scheitern in Kopenhagen - Nun ist jeder Einzelne gefragt“. Vieles davon schont nicht nur Umwelt und Klima sondern ist auch gut für die eigene Gesundheit und den Geldbeutel.