Veröffentlicht am 18. Februar 2010,
Kategorie(n): Solarenergie
Forscher des California Institute of Technology (Technische Hochschule Kaliforniens) ist in Pasadena, besser bekannt als Caltech, haben nach eigenen Angaben eine Möglichkeit gefunden, flexible Silizium-Solarzellen mit nur 1 Prozent des Materials herzustellen, das in herkömmlichen Solarzellen verwendet wird. Langfristiges Ziel war die Entwicklung von dünnen und leichten Solarzellen, die z.B. in Kleidung integriert werden können. Der unmittelbaren Nutzen liegt laut den Forschern wohl aber nun in der Ressourcen- und damit Kostenersparnis sowie der Produktion einfacher zu installierender Solarkollektoren.

Foto: Fernando Tomás
Die Zellen bestehen aus mikrometergroßen Silizium-Strängen, die von einem flexiblen Polymer ummantelt sind und dadurch gebogen oder sogar gerollt werden können. Japanische Konzerne aus dem Bereich Unterhaltungselektronik, wie z.B. Sharp arbeiten bereits seit längerem mit organischen Dünnschicht-Solarzellen, die ebenfalls flexibel sind. Allerdings sind diese weniger effizient als Silizium-Solarzellen. Die Entwicklung wird daher als bedeutender Durchbruch in der Solarindustrie gesehen, da mit der neuen Technologie die Effizienz von Silizium (ca. 15 bis 20 Prozent Wirkungsgrad) mit der Flexibilität von organischen Dünnschicht-Zellen kombiniert wird. Hinzu kommt, dass für ihre Herstellung nur ein Hundertstel der Menge an Silizium benötigt wird wie bei traditionellen Silizium-Solarzellen.
Ein weiteres Plus für diese Art von Silizium-Solarzellen ist, dass für die Herstellung auf bestehende Fertigungstechnik zurück gegriffen werden könnte. Dadurch blieben Investitionen erspart, was ebenfalls zu günstigeren Solarzellen und Solaranlagen führen könnte.
Der Artikel basiert auf dem Beitrag “Flexible Silicon Solar Cells Use 99% Less Material” auf EcoGeek von Megan Treacy vom 16. Februar 2010 und “A new wire twist on silicon solar cells” auf CNET News vom 14. Februar 2010.
Das Foto stammt von Fernando Tomás aus Saragossa, Spanien. Es wurde unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 2.0 US-amerikanisch (nicht portiert) lizenziert.