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Britische Regierung setzt Zeichen mit der beschlossenen Einspeisevergütung für Solarstrom

Veröffentlicht am 25. Februar 2010,  Kategorie(n): Solarenergie

Während in Deutschland von CDU und FDP gerade die Senkung der Solarförderung beschlossen wurde, hat die britische Regierung im Februar 2010 mit der Einführung von Einspeisetarifen für Solarstrom deutliche Zeichen für die zukünftige Energiegewinnung gesetzt. Die vom Energie- und Klimaministerium (DECC) vorgestellten Fördertarife von bis zu 41.3 pence/kWh (umgerechnet 47,4 Eurocent) für Solarstrom aus Solaranlagen bis zu einer Größe von 5 Megawatt sollen am 1. April eingeführt werden und für eine Laufzeit von über 25 Jahren gelten. Führende Photovoltaikhersteller wie Sharp rechnen aufgrund der Entscheidung der britischen Regierung mit einem starken Wachstum des nationalen Photovoltaikmarktes und erwartet auch für die „Eco Build“ Anfang März, weltgrößte Fachmesse für nachhaltiges Bauen in London, eine spürbare Aufbruchstimmung.

Installation einer Solaranlage - Fotoquelle: Sharp
Foto: Sharp

„Die vorgelegten Pläne sind der Startschuss für ein dynamisches Wachstum der Photovoltaik in Großbritannien“, so Peter Thiele, Executive Vice President Sharp Energy Solution Europe. „Bisher hinkte der britische Solarmarkt hinter den europäischen Nachbarn hinterher – jetzt aber ergreift Großbritannien die Chance, einen Wandel in der Energiepolitik zu vollziehen und gleichzeitig das Branchenwachstum im Bereich Erneuerbare Energien anzustoßen. In unserer Solarmodulfabrik im walisischen Wrexham haben wir die Produktionskapazität von anfänglich 20 auf mittlerweile 280 Megawatt ausgebaut. Auch für die Zukunft prüfen wir hier weitere Investitionen.“ Wurden in Großbritannien im letzten Jahr noch Solaranlagen mit einer Gesamtkapazität von nur fünf Megawatt neu installiert, könnte der Einspeisetarif laut Analystenfirma IMS Research bereits im Jahr 2011 die Installation von zusätzlich 250 Megawatt bewirken.1

Die beschlossene Einspeisevergütung in Großbritannien sieht die Förderung verschiedener erneuerbarer Energien wie Biogas, Wind- und Wasserkraft sowie Photovoltaik vor. Es soll sogar rückwirkend für alle Anlagen gelten, die seit Juli 2009 in Betrieb sind.2 Die Fördertarife werden dabei nicht nur gezahlt, wenn der Stroms in öffentliche Netz eingespeist wird, sondern auch wenn die Betreiber der Solarstromanlagen den Strom selbst verbrauchen. Nach Berechnungen des Ministeriums können Endverbraucher mit der Einspeisevergütung zirka 900 britische Pfund (ca. 1020 Euro) im Jahr erwirtschaften und zusätzlich etwa 140 Pfund (ca. 159 Euro) Energiekosten sparen. „Sicherlich spiegelt sich die Ankündigung der Fördertarife auch auf der Eco Build wieder, wir erwarten einen großen Besucherandrang auf der Messe“, so Andrew Lee. „Das Interesse an Photovoltaiklösungen wird unter diesen guten politischen Rahmenbedingungen größer sein denn je.“

Der erwarteten Kapazitätsausbau der Solarindustrie wird Großbritannien nicht nur beim Umwelt- und Klimaschutz nutzen sondern gleichzeitig auch neue Arbeitsplätze schaffen. Alleine Sharp als größter PV-Produzent in Großbritannien beschäftigt derzeit über 700 Menschen in der europäischen Photovoltaikfabrik und ist damit ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor in der Region. Andrew Lee, General Manager Sharp Solar UK: „In Wrexham arbeiten wir rund um die Uhr und produzieren täglich über 5.000 Solarmodule – bisher wurde davon jedoch nur zwei Prozent auch hier installiert. Wir erwarten jetzt eine Belebung des Marktes, sodass unsere Module in Zukunft verstärkt in Großbritannien verbaut werden und damit zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.“ Auf der Eco Build in London können sich interessierte Besucher vom 2. bis 4. März am Stand 1148 über die Produkte von Sharp informieren. Dazu zählen neben hochleistungsfähigen Solarmodulen für private Installationen sowie für Geschäftsgebäude auch Solar-Strßenlaternen „Sharp LED Amenity Lights“. Die Straßenbeleuchtung nutzt ausschließlich Solarenergie und ist mit modernster LED Technologie eine zukunftsweisende und umweltschonende Alternative zu herkömmlichen Straßenlaternen.

1 Ash Sharma, Renewable Energy Research Director IMS Research, 2.2.2010
2 Department of Energy and Climate Change (DECC), 1.2.2010

Einspeisevergütungssätze für Solarstrom in UK ab 1.4.2010

Einspeisevergütungssätze für Solarstrom in UK
Quelle: Department of Energy and Climate Change (DECC)

 
 
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Kategorie(n): Solarenergie
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