Veröffentlicht am 4. März 2010,
Kategorie(n): Windkraft
Wie die Eco-Internetplattform TreeHugger berichtet, gab die schwedische Vize-Ministerpräsidentin und Ministerin für Wirtschaft, Maud Olofsson, bekannt, dass in Schweden in den nächsten zehn Jahren 2.000 neue Windkraftanlagen gebaut werden sollen. Damit könnten pro Jahr zusätzlich rund 10 Terrawattstunden oder umgerechnet rund 10 Milliarden Kilowattstunden (kWh) an sauberer Energie erzeugt werden. Die ohnehin vergleichsweise niedrigen CO2-Emissionen von Schweden würden damit noch weiter sinken.

Foto: Dirk Goldhahn
Bis zum Jahr 2020 will Schweden in etwa 50% seines Bedarfs an elektrischer Energie aus erneuerbaren Energiequellen decken. Dazu zählen neben Windenergie auch Solarenergie und die Verwendung von Biokraftstoffen.
Größtes Problem bei erneuerbaren Energien wie Windkraft und Solarenergie ist bisher die Schwierigkeit, sie zu speichern oder die fehlende Menge bei größerem Bedarf auszugleichen. Schweden verfügt auch nicht über genug Wasserkraftleistung für Zeiten, in denen der Wind nicht stark genug ist oder die Sonne nicht scheint. Um das Stromnetz zu stabilisieren könnte laut TreeHugger aber z.B. mit Norwegen zusammen gearbeitet werden, da man dort über das Vierfache an Wasserkraftleistung verfügt oder man investiert gleichzeitig in neue Wasserkraftwerke oder andere Kraftwerke zur Abdeckung der Grundlast.
Der englische Artikel “Sweden to Build 2,000 New Wind Turbines, Aims for 50% Renewables by 2020” auf TreeHugger stammt von Michael Graham Richard vom 3. März 2010.
Foto: Windkraftanlagen an der dänischen Küste in Bønnerup Strand, von Dirk Goldhahn. Es wurde unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.5 US-amerikanisch (nicht portiert) lizenziert.