Veröffentlicht am 19. März 2010,
Kategorie(n): Gebäude
Mit dem im Jahr 2005 ins Leben gerufenen Programm “GreenBuilding” der Europäischen Union sollen Eigentümer von Nicht-Wohngebäuden zu mehr Energieeffizienz motiviert werden. Um Partner des Programms zu werden, muss das Gebäude nach Sanierung mindestens 25 Prozent seines bisherigen Energieverbrauchs einsparen. In Deutschland wurden inzwischen mehr als 60 Gebäude mit der “GreenBuilding”-Partner Plakette ausgezeichnet, einige davon in der Hauptstadt. Die jüngste Auszeichnung erhielt diese Woche das Herder-Gymnasium in Berlin, dass sich damit in eine immer länger werdende Liste von weiteren “GreenBuilding”-Partnern einreiht, darunter die Justizvollzugsanstalt Moabit und die Berliner Grunewald-Grundschule.
Übergeben wurde die “GreenBuilding-Urkunde” von Achim Neuhäuser, Projektleiter bei der Berliner Energieagentur GmbH (BEA), einem modernen Energiedienstleistungs-Unternehmen aus Berlin. Die BEA entwickelt und realisiert innovative Projekte zur Reduzierung von Energiekosten und CO2-Emissionen und überreichte die Auszeichnung im Namen der Europäischen Union. Das Herder-Gymnasium konnte die Vorgaben der EU sogar übertreffen und spart heute sogar 32 Prozent weniger Energie als noch vor vier Jahren. Entgegengenommen wurde die Urkunde von Klaus-Dieter Gröhler, stellvertretender Bezirksbürgermeister und Baustadtrat von Charlottenburg-Wilmersdorf.
Das über 13.000 Quadratmeter große Schulgebäude wurde bereits in 2006 und 2007 versorgungstechnisch umfassend saniert. Dank effizienter Pumpen, modernen digitalen Mess- und Kontrollsystemen, einer optimierten Lüftungsanlage und weiteren energetischen Sanierungsmaßnahmen können so große Mengen Heizenergie und Strom eingespart werden. Auch die Beleuchtung des Gymnasiums ist moderner geworden. In erster Linie sorgen energieeffiziente Leuchtstoffröhren nun für einen geringeren Energieverbrauch.
Der Schutz der Umwelt und die Reduktion beim Verbrauch wertvoller Ressourcen sind aber nicht die einzigen Vorteile, die eine solche Sanierung mit sich bringt. “Die Energieeffizienzmaßnahmen garantieren einen geringeren Ausstoß des klimaschädlichen CO2. Gleichzeitig entlasten wir durch die Energieeinsparungen unseren Haushalt. Für unseren Bezirk zahlt sich Klimaschutz somit doppelt aus”, lobte Gröhler das Engagement der Schule vor Schülern und Lehrern des Gymnasiums.