Eine der beliebtesten Kritikpunkte der Erneuerbaren Energien vom Stammtisch bis in die hohe Politik ist der Vorwurf, dass Windkraft, Solarenergie und Co. Strom für den Otto Normalbürger bald unbezahlbar machen würden. Dabei scheint sich dieser Vorwurf nach Aussage der Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien-Statistik nicht zu bewahrheiten. Wie der Tagesspiegel in einem Artikel vom 25. März 2010 schreibt, stieg der Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien in den letzten Jahren zwar ebenso wie der Strompreis, allerdings entfallen auf die monatlich 27 Euro mehr für Strom im Vergleich zum Jahr 2000 gerade einmal drei Euro auf die Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) nannte dazu das Beispiel eines monatlichen Stromverbrauchs von 3.500 Kilowattstunden im Monat, für die das EEG zu monatlichen Mehrkosten von sechs Euro geführt hat. Diese sechs Euro hällt er für einen “vertretbaren” Betrag, da die Erneuerbare Energien Branche inzwischen Arbeitsplätze für mehr als 300.000 Menschen stellt und die erneuerbaren Energien die Importabhängigkeit von Deutschland senkt sowie zur wirtschaftlichen Stabilisierung beiträgt.
Alle Kritiker, denen die sechs Euro Investition in eine lebenswertere Zukunft für unsere Kinder zuviel sind, sollten sich einmal überlegen, mit welchen Beträgen die Finanzbranche oder die Automobilbranche (Stichwort: Abwrackprämie) im letzten Jahr gefördert wurde. Außerdem sollte man im Hinblick auf die Höhe der monatlichen Kosten einmal hinterfragen, was man statt sauberem Strom und Klimaschutz sonst für sechs Euro bekommt: Etwas mehr als eine Packung Zigaretten, zwei große Bier in der Bar oder vielleicht ein drittel Abendessen im Restaurant.
Weitere Informationen dazu, dass sich erneuerbare Energien den Strom nur leicht verteuern und sie trotz der Krise immer wichtiger werden, sind im Artikel “Erneuerbare Energien: Gutes Klima für sechs Euro” von Dagmar Dehmer vom 25. März 2010 auf der Homepage des Tagespiegel nachzulesen.