Veröffentlicht am 7. April 2010,
Kategorie(n): Allgemein
Stiftungen sind Einrichtungen, die mit ihrem Vermögen einen vom Stifter festgelegten, fast immer gemeinnützigen Zweck verfolgen. Sie sind daher ein unverzichtbares Element unserer Gesellschaft und alleine in Deutschland gibt es mehr als 17.300 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts, die in den unterschiedlichsten Themenbereichen aktiv sind. Selbstverständlich haben nicht wenige dieser Stiftungen ihre finanziellen Mittel und ihre Arbeit dem Schutz der Umwelt, dem Klimaschutz und dem Erhalt einer lebenswerten Erde als Ganzes gewidmet. Laut Datenbank des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen verfolgen ganze 2.943 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts den Zweck “Wissenschaft und Forschung” und immerhin 1.314 Stiftungen den Zweck “Umweltschutz” (Mehrfachnennungen).

Foto: Unverzichtbares Engagement deutscher Stiftungen: Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen und Prof. Dr. Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, © Bundesverband Deutscher Stiftungen
Vor diesem Hintergrund fand am 18. März 2010 in Berlin ein Klima-Sonderkongress des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen statt, auf dem zahlreiche Experten aus Klimaforschung und Stiftungswesen über den Beitrag deutscher Stiftungen zum Klimaschutz diskutiereten. Auf der Veranstaltung lobte Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen (CDU) den Wert und Beitrag der deutschen Stiftungen und erklärte, dass die Politik alleine die (Klima)Probleme unserer Zeit nicht zu lösen vermag: “Klimaschutz erfordert einen fundamentalen Wandel unserer Lebensweise. Er kann nur in einem Bündnis aus Politik, Wirtschaft und gesellschaftlichen Gruppen erfolgreich sein. Die deutschen Stiftungen leisten deshalb in ihrer sachlichen Aufklärungsarbeit und mit der konkreten Unterstützung praxisnaher Projekte für mehr Energieeffizienz und die konsequente Nutzung Erneuerbarer Energien einen wesentlichen Beitrag in der Umsetzung wie in Vermittlung unserer Klimaschutzziele. Ich danke den deutschen Stiftungen für dieses Engagement, das gerade nach Kopenhagen unverzichtbar ist, um die Vorreiterrolle Deutschlands im Klimaschutz durch konkrete Schritte weiter auszubauen.”
“Die Bedeutung von Stiftungen, die zur Lösung der Vielzahl drängender Umweltprobleme beitragen, wird größer”, sagte Dr.-Ing. E.h. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der weltweit größten Klimaschutzstiftung, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. “Stiftungen fördern seit langem nicht nur die Klimawissenschaft oder die Erforschung und Verbreitung von alternativen Energien. Sie vermitteln, klären auf, bewegen Menschen zum Handeln und schützen das Klima, indem sie helfen Wälder und Moore zu bewahren.”
Wie die zukünftige Energieversorgung der Welt auf Basis der erneuerbaren Energien funktionieren und so Wohlstand für einen wachsenden Anteil der Weltbevölkerung gesichert werden kann, sind die Schlüsselfragen im Hinblick auf den Klimawandel und den Schutz der natürlichen Ressourcen. Die Senkung der CO2-Emissionen alleine wird vor den gewaltigen Herausfordeungen nicht ausreichen. Eine globale Klimastrategie erfordert mehr: “In der öffentlichen Wahrnehmung spielen Maßnahmen und Klimaschutzprojekte von Stiftungen bislang nur eine untergeordnete Rolle”, sagte Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung. “Ob Frühwarnsysteme oder Schutzgebiete: Stiftungen können solche Maßnahmen auch auf lokaler und regionaler Ebene anstoßen.”
Zahlreiche Umweltstiftungen sind seit 1997 in einem Arbeitskreis des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen organisiert, der als Dachverband die Interessen der mehr als 17.300 Stiftungen in Deutschland vertritt. Der größte Stiftungsverband in Europa hat rund 3.400 Mitglieder und vertritt mit 80 Prozent den größten Teil des Stiftungskapitals. Über Stiftungsverwaltungen sind ihm insgesamt mehr als 6.000 deutsche Stiftungen mitgliedschaftlich verbunden.
In welcher Form sich Stiftungen im Umwelt- und Klimaschutz engagieren belegt beispielhaft – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – die Auswahl im PDF-Dokument “Beispiele von Stiftungen mit Fokus auf Umwelt- und Klimaschutz.