Veröffentlicht am 14. April 2010,
Kategorie(n): Sonstiges
Die Stadt Villingen-Schwenningen im Südwesten Baden-Württembergs mit ihren mehr als 81.000 Einwohnern setzt sich aus zwei großen Stadtteilen zusammen, die ehemals selbstständige Städte waren: Dem badischen Villingen und dem württembergischen Schwenningen, die im Jahr 1972 im Rahmen der Gemeinde- und Kreisreform zur Stadt Villingen-Schwenningen zusammengelegt wurden. Nun wurde die Stadt für Ihre Initiative bei der Umstellung auf eine effizientere öffentliche Beleuchtung geehrt. Bereits seit Mitte der neunziger Jahre stellt Villingen-Schwenningen auf energieeffiziente Leuchtmittel um und erhielt für ihr innovatives und effizientes öffentliches Beleuchtungssystem nun den GreenLight Award 2010 der Europäischen Union.

Foto: Luftaufnahme des Stadtteils Villingen / Foto von Toksave
Maßgeblich beteiligt an der Realisierung Konzepts, das der Stadt Kosten und der Umwelt Emissionen erspart, ist die ortsansässige Hess AG. Allein durch die im letzten Jahr gemeinsam mit der Hess AG geplanten Projekte verringert sich der jährliche Energieverbrauch um knapp 70.000 Kilowattstunden pro Jahr. Die Stadt überzeugte durch ihre drei innovativen Referenzobjekte. Im Wohngebiet “Oberdorf” werden die 25 Jahre alten Leuchten gegen moderne Leuchten mit optischer Reflektortechnologie ausgewechselt. Der Austausch spart 54.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Für das Neubauvorhaben Landesgartenschau ist der Einbau von 40 innovativen Minireflektor-Leuchten vorgesehen.
Seit Januar 2010 ist außerdem eine Referenzstrecke mit LED-Straßenleuchten im Betrieb, um Erfahrungen mit der neuen Technologie zu sammeln. Die Lampen zeichnen sich durch hohe Leuchtkraft sowie geringen Stromverbrauch und Verschleiß aus. Mit Abschluss der Projekte sind in Villingen-Schwenningen keine Quecksilberdampfleuchten mehr im Einsatz. Damit greift die Stadt dem EU-Verbot für diese ineffizienten Altleuchten vor, das 2015 in Kraft tritt.
Der GreenLight Award wurde von Paolo Bertoldi von der EU-Kommission gestern auf einer Veranstaltung im Rahmen der Light + Building Messe in Frankfurt am Main überreicht. Mit dem 2002 ins Leben gerufenen GreenLight-Programm der Europäischen Union soll über Energieeinsparpotenziale im Bereich Beleuchtung aufgeklärt werden. Herausragende Beispiele werden dazu mit dem Preis geehrt und so öffentlich publik gemacht. Bisher wurde der GreenLight Award sechs Mal verliehen, dabei gingen mit den Großstädten Hamburg und Frankfurt am Main zwei Mal deutsche Kommunen als Sieger hervor. Die Berliner Energieagentur ist nationale Kontaktstelle des GreenLight-Programms und Ansprechpartner für interessierte Kommunen und Unternehmen.
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