Veröffentlicht am 17. April 2010,
Kategorie(n): Sonstiges
Die Firma ForestFinance veranstaltete den Wettbewerb “Holz-sucht-Kopf”, bei dem aber selbstverständlich keine Holzköpfe gesucht wurden. Stattdessen suchte man die Köpfe - bzw. Öko-Designer - die die beste Idee hatten, was sich aus edlen Harthölzern machen lässt. Der Wettbewerb richtete sich an Designer, die gerne und nachhaltig mit Holz arbeiten und zu gewinnen gab es eine Reise nach Panama, wo ForestFinance seit mehr als einem Jahrzehnt nachhaltige Forstwirtschaft betreibt. Eine hochkarätige Jury mit namhaften Experten wie Günter Horntrich, Professor für Ökologie und Design an der Köln International School of Design, und Dr. Uwe Sayer, Geschäftsführer Forest Stewardship Council Deutschland (FSC), prüfte alle Entwürfe und kürte nun die Gewinner: Zwei junge Design-Studenten von der Hochschule Pforzheim.

Foto: Segelstuhl & die Designer David Laudert (links) und Johannes Rave (rechts) / Foto: ForestFinance
Die Sieger des Wettbewerbs und ihr Entwurf: Ein Segelstuhl
Die Design-Studenten David Laudert und Johannes Rave begeisterten die Jury mit ihrem Entwurf eines schlichten aber stylischen Segelstuhls. Der renommierte Design-Professor Günter Horntrich lobte den Stuhl als “interessant” und “charmant” und auch der ForestFinance-Geschäftsführer, Harry Assenmacher, war begeistert: “Dieser Stuhl erinnert mit seinen Bögen an die Brücken Panamas, die Nord- und Südamerika verbinden. Ich finde den Entwurf elegant, von einer beeindruckenden Leichtigkeit und voller Schwung. Einfach pfiffig. Wir freuen uns, dass ForestFinance so einen Entwurf prämieren kann und hoffen auch einen Produzenten für ihn zu finden. Danke an David Laudert und Johannes Rave.” Die Preisverleihung findet auf der Messe Invest in Stuttgart, am 23.04.2010 um 15:45 Uhr statt.
Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft als Material für den Segelstuhl
Seit mehr als einem Jahrzehnt bietet ForestFinance Direktinvestments in tropische ökologisch-nachhaltige Aufforstung an und ist in den letzten Jahren stark gewachsen. In 2009 setzte die deutsch-panamaische ForestFinance Gruppe einen grünen Meilenstein, indem die magische Grenze von einer Millionen gepflanzten Tropenbäumen erreicht wurde. Besonders hervorzuheben ist, dass die hierbei entstehenden Wälder keine Monokultur-Plantagen sind, sondern biologisch hoch diverse Mischwälder gepflanzt werden. So stiften sie einen nachhaltigen Nutzen für die Umwelt und sie bleiben auch über die Durchforstung hinaus als Biotop dauerhaft erhalten.
2010 fällt das erste Durchforstungsholz aus den ForestFinance-Wäldern in Panama an. Dabei werden 10 bis 15 Jahre alte Bäume aus dem Forst geholt, um den verbleibenden Bäumen mehr Platz, Licht und somit einen stärkeren Volumenzuwachs zu ermöglichen. Von dieser Durchforstung sind vor allem die Baumarten Amarillo (Terminalia amazonia), Teak (Tectona grandis) und Zapatero (Hyeronima alchorneoides) betroffen. Insgesamt holen die Forstarbeiter schätzungsweise 780 Kubikmeter tropisches Edelholz aus den Forsten. Aus diesem Holz werden nun die Segelstühle gebaut.
Was ist der Unterschied von Öko-Design zu konventionellem Design?
Im Unterschied zu konventionellen Designern achtet der Öko-Designer vor allem auch die Herkunft der verwendeten Naterialien und darauf, so wenig Ressourcen wie möglich zu verbrauchen. Er bevorzugt recycelte, einheimische und umweltfreundliche Stoffe. Die Überlegungen beim Verbrauch beziehen sich sowohl auf die verwendeten Materialien wie auch die benötigte Energie bei der Herstellung aber natürlich auch auf die größtmögliche Sparsamkeit beim Gebrauch des Gegenstands. Hier wäre z.B. der möglichst geringe Luftwiderstand bei Fahrzeugen zu nennen. Allen Öko-Designern gilt Langlebigkeit als höchste Tugend, die durch Vermeidung von Verschleiß, eine zeitlose Gestaltung, Modeunabhängigkeit und Reparaturmöglichkeiten erreicht wird.
War Ökodesign vor einigen Jahren noch die Idee von einigen wenigen umweltbewussten Designern und Produzenten, gibt es heute dazu amtliche Regelungen und Definitionen. Die vom Umweltbundesamt lautet: “Ökodesign ist ein systematischer und umfassender Betrachtungs- und Gestaltungsansatz für Produkte, welcher das Ziel verfolgt, die Umweltbelastungen über den gesamten Lebenszyklus durch verbessertes Produktdesign zu mindern. Hierfür stehen mittlerweile eine ganze Reihe von Checklisten, Handbüchern bis hin zu Softwarelösungen basierend auf der methodischen Grundlage der Ökobilanzierung zur Verfügung.” In sogenannten Produktnormen werden immer mehr Ökodesign-Grundsätze verankert, woran sich auch die EU beteiligt. Seit Oktober 2009 gibt es in den Ländern der Europäischen Union eine neue Richtlinie für Ökodesign. Sie betrifft vor allem die umweltgerechte Gestaltung energieverbrauchsrelevanter Produkte wie Lampen, Kühl- und Gefriergeräte, Fernseher, Heizungspumpen oder Elektromotoren.
Weitere Informationen zum Wettbewerb sowie zum Unternehmen ForestFinance sind auf der Homepage www.forestfinance.de zu finden.