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Monatsarchiv für April 2010

 

Strategiepapier der Heinrich-Böll-Stiftung: Finanzkrise und Klimakrise gleichzeitig bekämpfen

Veröffentlicht am 19. April 2010,  Kategorie(n): Allgemein,  1,163 x gelesen

Die Finanzkrise hat die ohnehin knappen öffentliche Kassen ebenso kurz vor den Zusammenbruch geführt, wie das jahrzehntelange rücksichtslose Wirtschaftswachstum der Industrienationen die Erde an den Rand des Umwelt- und Klimakollaps gedrängt hat. Schuldenberge von unglaublicher Höhe, deren Last die kommenden Generationen unser Kinder und Enkelkinder zu tragen haben und ein weiter bedrohlicher Klimawandel sind für die den Grünen nahestehende Heinrich-Böll-Stiftung zwingender Grund für eine Ökologische Steuerreform. Nur so könnte unser derzeitiges System zu einem nachhaltigern Wirtschaftssystem umgebaut werden und gleichzeitig eine Sanierung der Haushalte stattfinden. Stattdessen sinkt aber momentan der Anteil der umweltbezogenen Steuern am gesamten Abgabenaufkommen. Dabei müsste die Bundesregierung eigentlich dringend die Milliardenausgaben für die Konjunkturprogramme gegenfinanzieren und den schädlichen und kostspieligen Ressourcenverbrauch reduzieren.

Nachhaltig aus der Krise - Ökologische Finanzreform als Beitrag zur Gegenfinanzierung des KrisendefizitsEinen Vorschlag, wie die Finanzkrise und die Klimakrise gleichzeitig bekämpft werden könnten, legte die Heinrich-Böll-Stiftung letzte Woche der Politik in Berlin vor. In ihrem Auftrag wurde das Strategiepapier “Nachhaltig aus der Krise - Ökologische Finanzreform als Beitrag zur Gegenfinanzierung des Krisendefizits” von drei Autor/innen des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) erstellt. Es soll der Bundesregierung ein Konzept aufzeigen, wie die Schulden abgebaut und das Wachstum in ökologische Bahnen gelenkt werden kann. Denn selbst das aktuelle Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute belegt, dass die Konsolidierung der Staatsfinanzen nicht allein durch Wirtschaftswachstum gelingen wird. Die Ökologische Finanzreform soll darauf aber eine Antwort finden.

Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, sagte: “Finanzminister Schäuble will das Haushaltsdefizit um 10 Milliarden Euro im Jahr senken. Unsere Vorschläge bringen 16,2 Milliarden in den Staatshaushalt. Statt einer Erhöhung der Mehrwertsteuer oder einer Anhebung der Sozialversicherungsbeiträge fordern wir den Abbau umweltschädlicher Subventionen und eine schrittweise, maßvolle Anhebung gezielter Umweltsteuern. Die Grundidee der ökologischen Steuerreform - Verteuerung des Ressourcenverbrauchs bei gleichzeitiger Entlastung der Arbeitseinkommen - ist aktueller denn je.”

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Holz-sucht-Kopf: ForestFinance prämiert junge Öko-Designer

Veröffentlicht am 17. April 2010,  Kategorie(n): Sonstiges,  1,369 x gelesen

Die Firma ForestFinance veranstaltete den Wettbewerb “Holz-sucht-Kopf”, bei dem aber selbstverständlich keine Holzköpfe gesucht wurden. Stattdessen suchte man die Köpfe - bzw. Öko-Designer - die die beste Idee hatten, was sich aus edlen Harthölzern machen lässt. Der Wettbewerb richtete sich an Designer, die gerne und nachhaltig mit Holz arbeiten und zu gewinnen gab es eine Reise nach Panama, wo ForestFinance seit mehr als einem Jahrzehnt nachhaltige Forstwirtschaft betreibt. Eine hochkarätige Jury mit namhaften Experten wie Günter Horntrich, Professor für Ökologie und Design an der Köln International School of Design, und Dr. Uwe Sayer, Geschäftsführer Forest Stewardship Council Deutschland (FSC), prüfte alle Entwürfe und kürte nun die Gewinner: Zwei junge Design-Studenten von der Hochschule Pforzheim.

Holz-sucht-Kopf Gewinner
Foto: Segelstuhl & die Designer David Laudert (links) und Johannes Rave (rechts) / Foto: ForestFinance

Die Sieger des Wettbewerbs und ihr Entwurf: Ein Segelstuhl

Die Design-Studenten David Laudert und Johannes Rave begeisterten die Jury mit ihrem Entwurf eines schlichten aber stylischen Segelstuhls. Der renommierte Design-Professor Günter Horntrich lobte den Stuhl als “interessant” und “charmant” und auch der ForestFinance-Geschäftsführer, Harry Assenmacher, war begeistert: “Dieser Stuhl erinnert mit seinen Bögen an die Brücken Panamas, die Nord- und Südamerika verbinden. Ich finde den Entwurf elegant, von einer beeindruckenden Leichtigkeit und voller Schwung. Einfach pfiffig. Wir freuen uns, dass ForestFinance so einen Entwurf prämieren kann und hoffen auch einen Produzenten für ihn zu finden. Danke an David Laudert und Johannes Rave.” Die Preisverleihung findet auf der Messe Invest in Stuttgart, am 23.04.2010 um 15:45 Uhr statt.

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“Verbraucherparlament - für mich. für dich. fürs klima” am 11. Juni 2010 in Berlin

Veröffentlicht am 17. April 2010,  Kategorie(n): Termine,  1,174 x gelesen

Wer sich als Abgeordneter für einen Tag für eine nachhaltigere Mobilität und mehr Klimaschutz im Verkehrssektor einsetzen möchte, den lädt der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) im Juni 2010 zum ersten Verbraucherparlament nach Berlin ein.

Gemeinsam mit Verbrauchern will der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) neue Konzepte für eine klimaverträgliche Mobilität entwickeln. Dazu richtet der Verband am 11. Juni diesen Jahres das erste “Verbraucherparlament - für mich. für dich. fürs klima.” aus. Verbraucherinnen und Verbraucher aus ganz Deutschland können sich um einen Sitz in diesem wohl einzigartigen Gremium bewerben. 150 Bürgerinnen und Bürger werden aus den Einsendungen ausgewählt, als Parlamentarier für einen Tag in Berlin dabei zu sein.

für mich. für dich. fürs klima

Da Verbraucherinnen und Verbraucher mit ihren täglichen Kaufentscheidung und ihrem Handeln maßgeblich die Zukunft beinflussen, tragen sie damit letztendlich auch eine Verantwortung für Umwelt und Klima: Rund 20 Prozent des CO2-Ausstoßes in Deutschland entstehen im Verkehrsbereich. Mehr als die Hälfte davon verursachen alleine die rund 41 Millionen Pkw in Deutschland. Damit die Verbraucher mobil bleiben und zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können, sind dementsprechend neue Verkehrskonzepte gefragt.

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Grüner feiern in Darmstadt: In der Organic Disco erzeugen die Partygäste selbst Strom

Veröffentlicht am 15. April 2010,  Kategorie(n): Sonstiges,  1,966 x gelesen

Spaß haben, abfeiern, die Nacht durchtanzen und Umwelt- und Klimaschutz passen nicht zusammen? Ebend doch, wie die Veranstaltung “Organic Disco” in der Centralstation in Darmstadt in der gestrigen Nacht bewiesen hat. Das Ziel war hoch: Inspiriert von der Diskothek WATT Sustainable Dance Club in Rotterdam wollte man die nachhaltigste Party Darmstadts veranstalten. Mit der “Organic Disco” sollten zudem verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie auf großen Partys und in Diskotheken Klima und Ressourcen geschont werden können. Vielleicht wurde ja der ein oder andere Veranstalter auf den Geschmack gebracht. Immerhin findet eine Entwicklung zu mehr Nachhaltigkeit und Verantwortung in der Clubkultur bereits in mehreren europäischen Städten statt.

Nachhaltige Tanzfläche in der Centralstation erzeugte grünen Strom
Foto: WATT Sustainable Dance Club

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Villingen-Schwenningen wird für energieeffiziente Beleuchtung mit GreenLight Award der EU geehrt

Veröffentlicht am 14. April 2010,  Kategorie(n): Sonstiges,  1,474 x gelesen

Die Stadt Villingen-Schwenningen im Südwesten Baden-Württembergs mit ihren mehr als 81.000 Einwohnern setzt sich aus zwei großen Stadtteilen zusammen, die ehemals selbstständige Städte waren: Dem badischen Villingen und dem württembergischen Schwenningen, die im Jahr 1972 im Rahmen der Gemeinde- und Kreisreform zur Stadt Villingen-Schwenningen zusammengelegt wurden. Nun wurde die Stadt für Ihre Initiative bei der Umstellung auf eine effizientere öffentliche Beleuchtung geehrt. Bereits seit Mitte der neunziger Jahre stellt Villingen-Schwenningen auf energieeffiziente Leuchtmittel um und erhielt für ihr innovatives und effizientes öffentliches Beleuchtungssystem nun den GreenLight Award 2010 der Europäischen Union.

Luftbild von Villingen
Foto: Luftaufnahme des Stadtteils Villingen / Foto von Toksave

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Statt echtem Energieeffizienzgesetz nur minimale Umsetzung der EU-Richtlinie in Form des Energiedienstleistungsgesetzes

Veröffentlicht am 13. April 2010,  Kategorie(n): Allgemein,  1,966 x gelesen

Windkraft, Solarenergie oder Geothermie sind Technologien, mit denen Unternehmen in den letzten Jahren viel Geld verdienen konnten und die Medien und Politiker gerne in den Raum werfen, wenn es wieder einmal um die Senkung des Energieverbrauchs und der Emissionen geht. Zweiffellos sind die Erneuerbaren Energien für die Sicherung der Energieversorgung und damit die Aufrechterhaltung des Wohlstands in der Zukunft notwendig. Gleichzeitig bietet aber auch die sinnvollere Nutzung der Energie - also die Steigerung der Energieeffizienz - ein riesiges Potential. Noch in der großen Koalition wollte das deutsche Umweltministerium ein Gesetz durchsetzen, dass über die Anforderungen der EU-Richtlinie hinausgeht durchsetzen und so Kosten von Wirtschaft und privaten Haushalten ebenso reduziert wie die Emissionen.

Energiesparlampe
Foto: © Klima-Wandel.com

Der unter der schwarz-gelben Regierung zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium vereinbarte und jetzt vorgelegte Entwurf eines “Energiedienstleistungsgesetzes” dient laut dem BUND für Umwelt und Naturschutz aber lediglich der Minimalumsetzung der entsprechenden EU-Richtlinie. Verbindliche Ziele und wirksame Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz seien im “Energiedienstleistungsgesetz” nicht zu finden. Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender dazu: “Wir kreiden das Scheitern des Energieeffizienzgesetzes vor allem Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle an. Ein wirksames Gesetz zum Energiesparen wäre nicht nur ein starker Innovationsmotor für die Wirtschaft gewesen, es wäre auch ein wichtiger Beitrag für den nationalen und internationalen Klimaschutz. Die Bundesregierung hat leider vor den Stromkonzernen kapituliert. Diese wollen mit Laufzeitverlängerungen für alte Atomkraftwerke und mit neugebauten Kohlekraftwerken ihre Gewinne weiter steigern. Sie haben keinerlei Interesse, weniger Strom zu verkaufen.”

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Samsung Blue Earth S7550: Handy aus recycelten PET-Flaschen mit Solarzellen

Veröffentlicht am 13. April 2010,  Kategorie(n): Sonstiges,  2,433 x gelesen

Mit den LED Fernsehern von Samsung, die gestochen scharfe Bilder liefern und gegenüber LCD- oder Plasma-TVs bis zu 40 Prozent Energie und CO2-Emissionen einsparen können, kann man mit grünerem Gewissen fernsehen. Wer nicht auf ein stylisches Handy verzichten, gleichzeitig die Umwelt aber so wenig wie möglich belasten möchte, der wird ebenfalls bei Samsung fündig. Als einer der führenden Hersteller im Telekommunikationsbereich, unterstrich das koreanische Unternehmen Ende 2009 mit der Markteinführung des Samsung Blue Earth S7550 erneut seine Bekenntnis zur Entwicklung umweltfreundlicher Produkte und ökologischer Nachhaltigkeit.

Samsung Blue Earth S7550
Foto: Samsung

Das schicke Touchscreen-Handy mit 3,2-Megapixel-Kamera sowie HSDPA und WLAN begeistert vor allem auch durch das nachhaltige Gesamtkonzept. So verfügt das Samsung Blue Earth S7550 nicht nur als erstes Touchscreen-Gerät über ein integriertes Solarmodul sondern die Schale besteht aus einem recyceltem Plastik, das aus Wasserflaschen gewonnen wird und es verfügt über einen besonders energiesparenden “Eco Mode”. Abgerundet wird das “grüne” Konzept mit einem Programm in Form eines integrierten Schrittzählers zur Anzeige der eingesparten CO2-Emissionen im Vergleich zur Fahrt mit dem Auto, einem besonders energieeffizienten Ladegerät (Standby-Modus weniger als 0,03W) sowie der kleinen und leichten Umverpackung aus recyceltem Papier. Mit jedem verkauften Samsung Blue Earth S7550 unterstützt Samsung zudem den Kooperationspartner WWF und trägt zur Ausweitung des Naturschutzgebietes in der Uckermark bei.

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Altes Prinzip trifft Hightech: Günstig und umweltfreundlich Heizen mit dem SolarEis-System

Veröffentlicht am 9. April 2010,  Kategorie(n): Gebäude,  5,341 x gelesen

Wer im Winter nicht frieren sondern es wohlig warm haben möchte, der kommt nicht darum herum die Heizung aufzudrehen. Die Heizperiode belastet aber nicht nur Umwelt und Klima mit schädlichen Emissionen sondern aufgrund der stetig steigenden Energiepreise auch mehr und mehr den Geldbeutel. Ein Ende ist indes nicht in Sicht, im Gegenteil: Experten sind sicher, dass sich die Energiepreise in den kommenden fünf bis sieben Jahren verdoppeln werden. Kein Wunder also, dass Systeme, die Energieeinsparungen ermöglichen und regenerative Energiequellen nutzen, so gefragt sind wie nie zuvor.

Heizen mit Eis, Foto: Eisblock © Klima-Wandel.com
Foto: © Klima-Wandel.com

Dabei ist das Heizen im Winter nur die eine Seite der Medaille. Schließlich werden umgekehrt die Räume in vielen Wohnungen, Häusern und Büros an heissen Sommertagen gekühlt. Schon früh überlegten daher findige Menschen, wie und ob sich die Wärme des Sommers für die nächste Heizperiode bzw. die Kälte des Winters für den folgenden Sommer wirtschaftlich speichern lässt. Im Mittelalter bauten die Menschen Eisgruben und später Eishäuser, um Fleisch und verderbliche Waren im Sommer zu kühlen. Im 19. Jahrhundert lagerten Brauereien das Bier in riesigen Eiskellern und stachen dazu im Winter Eisplatten aus Teichen. Wie viele andere gute und alte Ideen, lässt sich auch dieses Prinzip mit modernster Technik in Form des “SolarEis-Systems” neu umsetzen und sorgt so für optimale Energieeffizienz: Wer Emissionen und Geld sparen will, der kühlt daher nicht nur, sondern heizt jetzt auch mit Eis.

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Regionale Konferenz: “Leader Maghreb – Partner für ein nachhaltiges Wachstum”, 17.-18. Mai 2010, Casablanca, Marokko

Veröffentlicht am 8. April 2010,  Kategorie(n): Termine,  748 x gelesen

Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und das von ihr unterstützte Umweltnetzwerk Maghrebinischer Verbände (REME) organisieren vom 17.-18. Mai 2010 in Casablanca eine regionale Konferenz zum Thema

“LEADER MAGHREB – PARTNER FÜR EIN NACHHALTIGES WACHSTUM”

Der Maghreb ist eine wirtschaftlich dynamische Region, die in engem ökonomischen Austausch mit der Europäischen Union steht. Die ratifizierten Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Maghreb zeugen davon. Gleichzeitig steht die Region vor großen Herausforderungen in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz, um die Auswirkungen der industriellen Produktion und des Klimawandels zu begrenzen.

Wie können Formen der Zusammenarbeit zwischen europäischen und maghrebinischen Unternehmen aussehen, die wirtschaftliche und ökologische Vorteile für beide bringen? Wie können potentielle maghrebinische Partner aus Wirtschaft und Politik bspw. internationale Umweltnormen erfüllen? Welche Empfehlungen kann man Unternehmen an einem Standort wie dem Maghreb geben? Wie können Unternehmen beim Erreichen der nationalen Umweltziele überhaupt mitwirken? Und, wie lassen sich solche Maßnahmen finanzieren?

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Bedeutung von Stiftungen im Kampf gegen den Klimawandel wächst

Veröffentlicht am 7. April 2010,  Kategorie(n): Allgemein,  1,220 x gelesen

Stiftungen sind Einrichtungen, die mit ihrem Vermögen einen vom Stifter festgelegten, fast immer gemeinnützigen Zweck verfolgen. Sie sind daher ein unverzichtbares Element unserer Gesellschaft und alleine in Deutschland gibt es mehr als 17.300 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts, die in den unterschiedlichsten Themenbereichen aktiv sind. Selbstverständlich haben nicht wenige dieser Stiftungen ihre finanziellen Mittel und ihre Arbeit dem Schutz der Umwelt, dem Klimaschutz und dem Erhalt einer lebenswerten Erde als Ganzes gewidmet. Laut Datenbank des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen verfolgen ganze 2.943 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts den Zweck “Wissenschaft und Forschung” und immerhin 1.314 Stiftungen den Zweck “Umweltschutz” (Mehrfachnennungen).

v.l.: Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen und Prof. Dr. Hans Fleisch,  Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen
Foto: Unverzichtbares Engagement deutscher Stiftungen: Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen und Prof. Dr. Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, © Bundesverband Deutscher Stiftungen

Vor diesem Hintergrund fand am 18. März 2010 in Berlin ein Klima-Sonderkongress des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen statt, auf dem zahlreiche Experten aus Klimaforschung und Stiftungswesen über den Beitrag deutscher Stiftungen zum Klimaschutz diskutiereten. Auf der Veranstaltung lobte Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen (CDU) den Wert und Beitrag der deutschen Stiftungen und erklärte, dass die Politik alleine die (Klima)Probleme unserer Zeit nicht zu lösen vermag: “Klimaschutz erfordert einen fundamentalen Wandel unserer Lebensweise. Er kann nur in einem Bündnis aus Politik, Wirtschaft und gesellschaftlichen Gruppen erfolgreich sein. Die deutschen Stiftungen leisten deshalb in ihrer sachlichen Aufklärungsarbeit und mit der konkreten Unterstützung praxisnaher Projekte für mehr Energieeffizienz und die konsequente Nutzung Erneuerbarer Energien einen wesentlichen Beitrag in der Umsetzung wie in Vermittlung unserer Klimaschutzziele. Ich danke den deutschen Stiftungen für dieses Engagement, das gerade nach Kopenhagen unverzichtbar ist, um die Vorreiterrolle Deutschlands im Klimaschutz durch konkrete Schritte weiter auszubauen.”

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