Veröffentlicht am 4. Mai 2010, Kategorie(n):Sonstiges
Obwohl Taiwan die Rahmenvereinbarung der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) nicht unterzeichnet hat, erklärte Premierminister Wu Den-yih nun, dass sich Taiwan doch anschließen werde. Als Mitglied der internationalen Gemeinschaft fühle man sich dem kürzlich auf dem Weltklimagipfel in Kopenhagen geschlossenen Abkommen verpflichtet und sei daher gewillt, die gemeinsame Verantwortung gegenüber der Umwelt auf unserem Planeten mit zu schultern. Demzufolge werde Taiwan die im Rahmenvertrag vereinbarten Maßnahmen und Aufgaben mit tragen und die eigenen Treibhausgas-Emissionen deutlich senken. Dem Richtungswechsel voraus gegangen war die Vorlage der Zusammenfassung des Entwurfes eines Schreibens an das UNFCCC Sekretariat durch die Umweltschutzbehörde, das die Unterstützung Taiwans für die in Kopenhagen beschlossenen Resolutionen zusichert.
Laut Premierminister Wu sollen Taiwans Zeiten von “Business-as-usual” vorbei sein. Er wies die Umweltschutzbehörde ebenfalls an, das UNFCCC Sekretariat darüber zu informieren, dass Taiwan sich dazu verpflichtet, die Emissionen von Treibhausgasen bis zum Jahr 2020 um mindestens 30 Prozent zu verringern. Dies würde dem Stand des Jahres 2005 entsprechen. Zur Erreichung dieses Ziels wird Taiwan verschiedene Maßnahmen zur Gewinnung erneuerbarer Energien in Angriff nehmen. So sollen Offshore-Windparks errichtet werden, die Gewinnung von Solarenergie soll ausgebaut sowie weiter reichende innovative Entwicklungen vorangetrieben werden. Außerdem soll die Energieeffizienz in öffentlichen Einrichtungen verbessert werden und ein CO2-Handelsplan gefördert werden. Das Video zeigt die Eröffnung des größten Solarparks, der jährlich ein Megawatt (MW) Strom erzeugen soll.
Quelle: Der Artikel beruht auf Informationen einer Presseabteilung der Taipeh Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland