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Deepwater Horizon: Riesige Stahlglocke und Entlastungsbohrungen sollen Ölaustritt stoppen

Veröffentlicht am 5. Mai 2010,  Kategorie(n): Sonstiges

Wie British Petroleum (BP) gestern bekannt gab, wurde knapp zwei Wochen nach dem Sinken der Ölbohrinsel Deepwater Horizon mit Entlastungsbohrung begonnen, die dazu dienen sollen, das Bohrloch zu isolieren, aus dem Öl in den Golf von Mexiko fließt. Die Bohrungen finden rund 1500 Meter unter der Wasseroberfläche und rund 800 Meter vom Leck entfernt statt. Mit der neuen Bohrung soll der Zufluss zum bestehenden Bohrloch ca. 4 Kilometer unter dem Meeresboden unterbunden werden um dieses dauerhaft zu verschließen. Die drastische Verschmutzung des Merres kann damit aber nicht verhindert werden, da die Arbeiten laut BP rund drei Monate dauern werden.

Oelteppich durch das Sinken der Deepwater Horizon
Foto: U.S. Coast Guard Eighth District External Affairs

Während auch die Arbeiten an der Küste und der Wasseroberfläche zur Bekämpfung des Ölteppichs weitergehen, sollen riesige Stahlkuppeln die Unmengen Öl auffangen, die jeden Tag aus den Lecks strömen. Laut neuesten Schätzungen des US National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) treten pro Tag ca. 5.000 Barrel Öl aus. Die erste Stahlglocke mit Maßen von 4,25 x 7,30 x 12,20 Metern ist bereits fertiggestellt, während sich weitere Kuppeln anderer Größe noch im Bau befinden. Die Stahlglocken sollen dann über die Lecks am Meeresboden gestülpt werden und das Öl direkt am Meeresboden auffangen. Von der Spitze jeder Kuppel soll dann ein Schlauch das Öl an die Wasseroberfläche und an Bord eines Spezialschiffes pumpen. Ob dieses Rettungsszenario funktioniert wird sich aber frühstens in einer Woche und nur bei günstigen Wetterverhältnissen zeigen. Denn erst dann können die Arbeiten zur Platzierung der ersten Kuppel aufgenommen werden, zunächst mit einer Funkionsprüfung und der Inbetriebnahme.

Bei all den Problemen, die im Laufe der Katastrophe aufgetreten, kann man nur hoffen, dass die vielleicht schlimmste Umweltkatastrophe durch die Deepwater Horizon vielicht wenigstens zur Energiewende anregt.

Quelle Foto: flickr (Veröffentlicht unter folgender Lizenz: Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 US-amerikanisch (nicht portiert))

 
 
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Kategorie(n): Sonstiges
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