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Deepwater Horizon Umweltkatastrophe: Verschließen mit Stahlglocke gescheitert

Veröffentlicht am 10. Mai 2010,  Kategorie(n): Sonstiges

Auch wenn es im Zusammenhang mit einer der schlimmsten, vom Menschen verursachten Umweltkatastrophen zynisch klingt, war der Plan von British Petroleum (BP) zu schön um wahr zu sein: Am Wochenende sollte eine rund 100 Tonnen schweren Stahlglocke über das Leck auf dem Meeresgrund herunter gelassen werden, die den größten Teil des austretenden Öls auffangen sollte. An der Spitze der Stahlkuppel sollt das Erdöl dann über Schläuche auf Schiffe abgepumpt werden. Laut BP bildeten sich beim Absenken in eisiger Tiefe aber leider Methanhydrate im Inneren der Stahlglocke, die sowohl eine exakte Platzierung über der Austrittsstelle verhindert haben sowie im Nachhinein auch das Abpumpen verhindert hätten. Die Kuppel wurde daher vorerst ohne praktischen Nutzen in der Nähe des Lecks auf dem Meeresboden abgesetzt.

Das Verschließen des Bohrlochs mit der Stahlglocke ist das bisher einzige Konzept um den Austritt von geschätzten 800.000 Litern Öl pro Tag zu verhindern. Nachdem diese Möglichkeit vorerst gescheitert ist, nimmt die Umweltkatastrophe weiter ihren Lauf. Das Video zeigt Luftaufnahmen der US-Küstenwache vom Ausmaß der Ölpest im Golf von Mexiko am 6. Mai 2010. BP vermeldete allerdings, dass man das Unterfangen noch nicht aufgeben werde, sondern zwei Tage Zeit brauche um über weitere Lösungsmöglichkeiten nachzudenken.

Nachdenken sollte man angesichts der Katastrophe, die die Deepwater Horizon verursacht hat, auch über das eigene Verhalten. Denn auch wenn BP dafür verantwortlich gemacht wird, trägt doch unsere gesamte Gesellschaft mit ihrem Hunger nach Öl und dem grenzenlosen Raubbau an unserer Erde die Schuld. Es wird daher Zeit, so viel Energie wie möglich einzusparen und schnellstmöglich auf eine komplette Versorgung mit erneuerbaren Energien umzusteigen.

 
 
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Kategorie(n): Sonstiges
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