Veröffentlicht am 18. Mai 2010,
Kategorie(n): Windkraft
Dass wir eine sichere und saubere Energieversorgung in Zukunft nur durch erneuerbare Energien erreichen können, daran besteht kaum ein Zweiffel. Nur, wenn die Abhängigkeit von den fossilen Energieträgern abgelegt wird, kann auch die Abhängigkeit von den Ölstaaten oder Russland als Gaslieferant durchbrochen sowie eine Wohlstandsgesellschaft bei gleichzeitig intakter Umwelt für unsere Kinder und Kindeskinder gesichert werden. Die wohl älteste Art Energie zu gewinnen, die nicht gleichzeitig zur Erschöpfung der Quelle beiträgt, ist die Wasserkraft. Sie hat unter den regenerativen Energien aktuell die höchste Bedeutung, seit den 1990er Jahren nehmen aber vor allem auch Windkraft, Solarenergie und Energie, die aus Biomasse gewonnen wird, deutlich zu.

Fotos: ZACK Gesellschaft für innovative Heizungssysteme mbH
Obwohl die Nutzung von Wasserkraft zur Energiegewinnung insgesamt als ökologisch angesehen wird, stehen den eingesparten Emissionen als Nachteil teilweise erhebliche Eingriffe in die Natur und Landschaft gegenüber. Des weiteren ist der Ausbau der Wasserkraft auch nicht beliebig erweiterbar, was gleichzeitig auch für den Ausbau der Windparks gilt - zumindest in Deutschland. Denn auch hier sind geeignete Standorte für Großanlagen an Land begrenzt, Offshore-Windparks wie alpha ventus hingegen sind sehr kostspielig und bei Naturschützern durchaus umstritten.
Bislang fristen Kleinwindkraftanlagen in Deutschland ein Schattendasein. Dabei stellen sie einen beachtlichen Wachstumsmarkt zur ökologisch verträglichen Sicherung des zukünftigen Energiebedarfs dar, da sie unzweifelhaft in der Lage sind, theoretisch berechnete Ertragspotenziale an Land nutzbar zu machen. Umfangreiche Informationen zum Thema “Kleinwind(kraft)anlagen” liefert z. B. der Bundesverbandes WindEnergie (BWE). Neben fehlenden Qualitätsstandards wird im Sinne einer verbraucherfreundlichen Praxis in der Fachwelt übereinstimmend die national höchst unterschiedliche Behandlung von Bauanträgen bemängelt. Zur Unterstützung und Forcierung dieser zukunftssichernden Technologie muss deshalb eine klare und stark vereinfachte bundeseinheitliche Regelung hinsichtlich der erforderlichen Genehmigungsverfahren für Kleinwindkraftanlagen geschaffen werden. Dabei ist der Besonderheit von KWEA´s Rechnung zu tragen und eine zu starke Anlehnung an die für Großanlagen bestehenden Vorschriften abzulehnen.
Trotz der noch bestehenden Hindernisse werden Kleinwindkraftanlagen (KWEA) aber auch den deutschen Markt erobern, davon sind Unternehmen wie die ZACK GmbH aus Lemgo überzeugt. Begleitet u.a. von RTL und Hitradio Antenne Niedersachsen, wurde im niedersächsischen Örtchen Norddrebber nahe Schwarmstedt eine Pilotanlage vom Typ “GWN-TEC 3000″ errichtet. Die Kosten für diese Anlage “Made in Germany” betragen in Abhängigkeit vom Aufstellort zwischen 15.000 und 20.000 EURO netto, die geplante Windernte liegt bei durchschnittlich 5.250 kWh pro Jahr. Im Gegensatz zur Förderung von Strom aus Photovoltaik-Anlagen liegt die Einspeisevergütung für Windstrom lediglich bei neun Cent je kWh, was den Eigenverbrauch zur attraktiveren Alternative macht. Neben der Speisung seines eigenen Stromnetzes kann damit auch die Heizung unterstützt werden, womit sich zusätzlich die Heizkosten reduzieren lassen. Überschüssigen Strom kann zu guter Letzt auch noch eingespeist werden. Unter Zugrundelegung von aktuellen Energiepreisen wird damit eine Amortisation der Investitionskosten von weniger als 10 Jahren greifbar.
Für die Zukunft hofft die Branche auf eine Änderung der deutschen Einspeisevergütung nach Londoner Vorbild, denn dann würde sich die Amortisationszeit noch einmal deutlich verkürzen. In Großbritannien hat die Regierung die Zeichen der Zeit erkannt und vor einigen Wochen eine Vergütung von 32 Ct/kWh für von KWEA’s erzeugten Strom beschlossen. Eine aufwandsneutrale, mit Augenmaß vorgenommene und wirtschaftlich begründete Kappung der Vergütung für Photovoltaik zugunsten einer Aufstockung der Einspeisevergütung von mit Kleinwindkraftanlagen erzeugtem Strom auf rund 20 Ct/kWh wäre dabei genauso überlegenswert wie die Gewährung von Zuschüssen bzw. Fördergeldern durch das BAFA. Dennoch sollte der Einsatz monetärer Anreize zeitlich grundsätzlich begrenzt sein, um die unabdingbare Marktfähigkeit technologischer Neuerungen unter Wettbewerbsbedingungen sicher zu stellen.
Die Kleinwindkraftanlagen sollten dabei nicht als Konkurrenz zu Windparks oder Solaranlagen angesehen werden, sondern als Alternative oder noch besser als Ergänzung. Denn eine Umstellung der Stromversorgung bis 2050 auf 100 Prozent aus erneuerbaren Energien wird nicht mit nur einer Energiequelle möglich sein. Um dieses Ziel zu erreichen müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, zumal sich die einzelnen Technologien auch ergänzen.
Weitere Informationen zur ZACK Gesellschaft für innovative Heizungssysteme mbH, einem jungen und innovativen Unternehmen im Bereich Heizungsoptimierung und Kleinwindkraftanlagenbau, sind unter www.gwn-tec.eu zu finden.