Veröffentlicht am 2. Juni 2010,
Kategorie(n): Sonstiges
Das englische Wort “Doodle” bedeutet soviel wie Kritzelei und wurde spätestens mit der Verwendung durch den Internet-Giganten Google zum festen Begriff im Web. Google bezeichnet damit die Veränderung des eigenen Logos durch den Mitarbeiter Dennis Hwang zu besonderen Anlässen wie z.B. dem Tag der Erde oder dem Geburtstag berühmter Persönlichkeiten. Der Doodle 4 Google Wettbewerb stammt ursprünglich aus England und wurde zur Fußball-Europameisterschaft 2008 erstmals in Deutschland ausgerufen. Beim diesem Wettbewerb konnten Kinder und Jugendliche ein Logo zur EM gestalten und einreichen.

Bild: Google / Makenzie Melton
Der diesjährige Wettbewerb in Amerika stand unter dem Motto “Wenn ich alles tun könnte, würde ich…” und es namen mehr als 33.000 Kinder aus den gesamten USA teil. Mit Hilfe von Millionen von Stimmen aus der Gemeinschaft des Internets hat sich Google für den diesjährigen Gewinner des 2010 Doodle 4 Google Wettbewerbs entschieden: Am 26. Mai 2010 wurde das Doodle der 9-jährigen Makenzie Melton aus El Dorado Springs, Missouri, ausgewählt. Das Gewinner-Bild, mit dem Titel “Rainforest Habitat” (übersetzt “Regenwald Lebensraum”) drückt ihre Sorge darüber aus, dass die Regenwälder unserer Erde in ernsthafter Gefahr sind und der Umgang der Menschen mit diesen Wäldern werder fair zu den Pflanzen noch zu den Tieren ist.
Makenzie erhielt als Preis für ihr Werk ein Stipendium für das College im Wert von $15.000, ein Netbook sowie eine Beihilfe in Höhe von $25.000 für ihre Schule zur Errichtung eines Computer Raums. Außerdem zierte ihr Doodle die Google.com Homepage am 27. Mai 2010 und wurde von Millionen von Menschen gesehen. Nachdem ein Kind von erst 9 Jahren in der Lage ist, die Situation auf unserem Planeten - insbesondere auch für die Regenwälder - so zu erfassen, besteht vielleicht die Hoffnung, dass sie mit ihrem Regenwald Doodle auch bei einigen Erwachsenen die Einsicht weckt.
Anfangen könnte übrigens auch Google: Schließlich gab man jüngst bekannt, dass man vorhandene Gelder in Höhe von 26 Milliarden US-Dollar professionell anlegen lassen will. Vielleicht sollte der Faktor “Nachhaltigkeit” in die Überlegungen einbezogen werden, wo und wie Google das geld anlegen lässt. Vielleicht ja sogar einen kleinen Teil zum Schutz des Regenwalds… Makenzie Melton würde das sicher gefallen.