Japan ist ein Inselstaat und eines der bevölkerungsreichsten Länder der Erde. Möglicherweise ist der begrenzte Platz der Antrieb zu immer neuen technologischen Höchstleistungen, so war Japan viele Jahre die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hinter den USA und es ist das einzige nicht westliche Mitglied der G8-Staaten. Ein Paradebeispiel für den japanischen Erfolg ist das Unternehmen Shimizu: Als einfache Tischlerei im Jahr 1803 gegründet, ist es heute einer der weltweit führenden Konzerne im Bereich Architektur, Hochbau und Generalunternehmung für sämtliche Bauleistungen mit einem Umsatz von mehr als 14 Milliarden US-Dollar im Jahr.

Bild: Shimizu Corporation
Wenn es eines gibt, was die Japaner aber nicht kennen, dann ist es Stillstand. Und so entwirft auch die Shimizu Corporation ständig neue Pläne für die nahe und ferne Zukunft. Die ausgefallendsten Visionen werden unter den “Shimizu’s Dreams” auf der Homepage veröffentlicht. Zu diesen Träumen zählt auch die Idee, die Fesseln der endlichen Rohstoffe abzulegen und mit nahezu unendlicher und sauberer Solarenergie den ultimativen Traum der Menschheit zu verwirklichen. Das Konzept unter dem Namen “LUNA RING” klingt dabei fantastischer als die Filme “Star Wars” und “Matrix” zusammen und fasziniert mindestens genauso.
Mit modernster Raumfahrttechnik könnte irgendwann - so der Plan - ein Ring von Solarmodulen rund um den Mond installiert werden. Hierzu müsste Wasserstoff von der Erde zum Mond transportiert werden um dann mit dessen Hilfe aus der Erde des Mondes Wasser und anschließend Zement zu erzeugen. Am Ende sollen mit Hilfe des Wasserstoffs auch die Solarzellen, Glas und weitere Materialien entstehen. Zum Einsatz sollen dabei zum größten Teil automatische Roboter und mobile Fabriken kommen, die rund um die Uhr am Solar-Gürtel des Mondes arbeiten können. Um mehr Energie zur erde zu schicken, als die Menschen verbrauchen können, sieht die Vision einen Gürtel von Solaranlagen vor, der die gigantischen Ausmaße von 11.000 Kilometern Länge und 400 Kilometern Breite hat.
Die saubere Solarenergie soll in der fernen Zukunft dann über Microwellen oder Laserstrahlen vom Mond auf die Erde gebeamt werden, wo sie wiederum aufgenommen und in elektrischen Strom ungewandelt werden soll. Ob diese kühne Vision jemals in die Tat umgesetz werden wird, bleibt aber sicherlich fraglich. Größtes Problem dürfte nämlich auch die Tatsache sein, dass der Mond keine nennenswerte Atmosphäre besitzt und daher ständig Meteoroiden jeder Größe ohne vorherige Abbremsung auf der Oberfläche einschlagen. Dadurch würden die Solaranlagen wohl in regelmäßigen Abständen zerstört.
Doch auch wenn das Energiesparen und die Umstellung auf Erneuerbare Energien hier auf der Erde erst einmal sinnvoller erscheinen, braucht es doch auch immer Träumer. Sonst würden wir schließlich alle noch in Höhlen wohnen, hätten weder Autos noch Häuser und würden garantiert nicht in den Weltraum oder zum Mond fliegen können.
Dieses und weitere visionäre Projekte/Ideen sind auf “Shimizu’s Dream” zu finden.