Veröffentlicht am 11. Juni 2010,
Kategorie(n): Sonstiges
Der japanische Autohersteller Mitsubishi stellt sich gerne als Vorreiter einer neuen Generation von Automobilen mit reinem Elektroantrieb dar, die vor allem CO2-neutral und damit besonders umweltfreundlich sein sollen. Der Mitsubishi i-MiEV sowie der baugleiche Peugeot iOn gehören auch tatsächlich zu den ersten Elektroautos eines Massenherstellers, die man bestellen kann. Mit dem Schutz der Umwelt nimmt es der Mitsubishi Konzern aber wohl weniger genau, denn er soll laut der großen amerikanischen Umweltschutzorganisation Natural Resources Defense Council (NRDC) hinter der mehr als umstrittenen, geplanten Pebble Mine in der Bristol Bay, Alaska stehen.
Die Bristol Bay ist der östlichste Arm und der flachste Teil des Beringmeers. Es ist eines der letzten unberührten Gebiete von Amerika, mit gesunder Erde, blühenden Landschaften, kristallklaren Flüssen und Seen. Die Bristol Bay ist Lebensraum für viele Tieraten und die größte Wanderung von Lachsen führt durch die Ströme in diesem Teil von Alaska. Diese Millionen von Lachsen sind wiederum nicht nur die Lebensgrundlage von Bären, Walen, Robben und Adlern sondern sie versorgen auch die amerikanischen Ureinwohner, die dort leben. Mitten im Herzen dieses einzigartigen Ökosystems will nun ein Firmenkonsortium von Minenbetreibern, angeführt von der englischen Firma “Anglo American”, eine der größten Minen im Tagebau starten.
Wenn der geplanten Pebble Mine zugestimmt wird, wird Bristol Bay unwiderruflicher Schaden zugefügt. Die Gold- und Kupfer-Mine soll bis zu zwei Kilometer lang werden und es sollen bis zu 10 Milliarden Tonnen Abraum anfallen - Erde und Steine, die keine verwertbaren Rohstoffe enthalten, aber gefördert werden müssen, um an das Gold und Kupfer heranzukommen. Aus diesem Grund unterstützt die NRDC die Ureinwohner von Alaska, die Fischer und Umweltschützer im Kampf auf nationaler und internationaler Ebene.
Gerade Unternehmen wie Mitsubishi, die auf die Meinung der Öffentlichkeit bedacht sind (um Autos zu verkaufen), können vielleicht zu einer Meinungsänderung bewegt werden, wenn die ganze Welt hinschaut. Schließlich will niemand ein ökologisch korrektes Elektroauto mit Ökostrom fahren, das von einem Unternehmen produziert wird, das gleichzeitig aus Profitgier die letzten unberührten Paradiese unserer Erde zerstört.
Weitere Informationen auf der Homepage von NRDC Save BioGems (Pebble) und AutoblogGreen (beide Seiten auf Englisch).