Veröffentlicht am 15. Juni 2010, Kategorie(n):Windkraft
Heute am 15. Juni 2010 wird der “Global Wind Day” gefeiert, der in diesem Jahr unter dem Motto “Zeit, dass sich was dreht!” steht. Ziel der Aktion ist, Menschen in aller Welt auf die Windenergie und ihre bedeutende Rolle im Rahmen der sauberen Energieerzeugung aufmerksam zu machen. Denn wie die aktuelle Deepwater Horizon Ölpest von BP im Golf von Mexiko gerade wieder gezeigt hat, ist das Fördern der fossilen Energieträger mit einem enormen Risiko für Umwelt und Menschen verknüpft. Ganz zu Schweigen davon, dass Öl, Gas und Kohle nicht unendlich auf der Erde vorhanden sind und die Verbrennung klimaschädliche Emissionen verursacht, die letzten Endes zum bereits begonnenen Klimawandel geführt haben.
Dabei zeigen uns Technologien wie die Windkraft, dass eine echte Energiewende möglich ist. “Windenergie wird eine zentrale Rolle im CO2-freien Energiemix der Zukunft spielen, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit”, sagte aus diesem Anlaß auch Bundesumweltminister Norbert Röttgen. “Wir wollen in Deutschland bis zum Jahr 2020 die weitestgehende Umstellung unserer Energieversorgung auf erneuerbare Energien erreicht haben. Bei der Stromversorgung wird dabei besonders die Offshore-Windenergie eine entscheidende Rolle spielen”, so der Bundesumweltminister weiter. Den Startschuss für die verstärkte Erzeugung von sauberem Strom vom Meer fand mit der Eröffnung des ersten deutschen Offshore-Windparks alpha ventus statt. Mit seiner positiven Einstellung zur Windenergie steht Deutschland übrigens nicht alleine: In über 20 Ländern finden weltweit gleichzeitig Veranstaltungen und Aktionen statt, die die Technik moderner Windräder erklären und zeigen, was die Windkraft zum Klimaschutz, für Arbeitsplätze und wirtschaftlichen Wohlstand beitragen kann.
In der Bundesrepublik hat die Windenergie in den vergangenen Jahren nicht nur für sauberen Strom, sondern auch für einen wahren Wirtschaftsboom gesorgt. Rund 90.000 Beschäftigte haben im letzten Jahr einen Gesamtumsatz von rund 5,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. Im gleichen Zeitraum haben die über 21.000 in Deutschland installierten Windenergieanlagen etwa 37,8 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Die Windenergie hat damit bei der Stromerzeugung ihre Spitzenposition unter allen erneuerbaren Energien nicht nur verteidigt sondern sogar ausgebaut. Mit der produzierten Strommenge können rechnerisch mehr als 10 Millionen Haushalte mit Strom versorgt werden und es werden 30,2 Millionen Tonnen schädliche CO2-Emissionen vermieden.
Das Potenzial der Windenergie ist damit aber noch nicht ausgeschöpft: Vor allem die Nutzung der Windenergie auf dem Meer sowie der Austausch älterer Anlagen durch moderne, leistungsfähigere Anlagen, das sogenannte Repowering, bieten Perspektiven für den weiteren Ausbau.
Weitere Informationen auf der Internetseite des “Global Wind Day” des Bundesverbands WindEnergie e.V.