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Trotz Deepwater Horizon Katastrophe: Statt weniger wird mehr nach Öl gebohrt

Veröffentlicht am 23. Juni 2010,  Kategorie(n): Sonstiges

Angesichts des gigantischen Ausmaßes der Deepwater Horizon Katastrophe und der immer noch ungelösten Frage, wie man nach mehr als zwei Monaten (!) das tägliche Austreten von Unmengen an Erdöl verhindern kann, hatte US-Präsident Barack Obama per Eilentscheidung alle Bohrungen im Golf von Mexiko für sechs Monate gestoppt. Nun hat ein Bundesgericht in New Orleans - zur Freude der Ölkonzerne und dem Entsetzen aller Umweltschützer und wahrscheinlich der meisten Menschen - diesen Stopp aufgehoben. Die NOIA, die nationale Organisation der Offshore Industrie der USA, feierte diesen Sieg gestern bereits in einer Pressemeldung. Allerdings will die Amerikanische Regierung gegen das Urteil in Berufung gehen.

Aber niccht nur für die US-Richter gilt wohl der Grundsatz, dass Umwelt und Natur zweitrangig sind und damit hinter den wirtschaftlichen Interessen anzustehen haben. Auch Grönlands Premierminister Kuupik Kleist machte diesen Standpunkt für sein Land klar und bestätigte, dass er Ölexplorationsbohrungen in bis zu 2.000 Meter Tiefe vor der Arktis genehmigt habe. Selbst mit dem Wissen, dass diese in noch größerer Tiefe (2.000 Meter) und in einem wahrscheinlich noch sensibleren Ökosystem stattfinden sollen, erscheint ihm das gewaltige Risiko durch das Wirtschaftswachstum gerechtfertigt.

Dabei gehörten Unternehmen der Ölbranche laut einer Meldung des WWF mit Berufung auf Ergebnisse des Carbon Disclosure Project (CDP) schon vor Beginn der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko nicht gerade zu den Vorreitern bei Transparenz und Anstrengungen im Bereich Klimaschutz. Der WWF fordert gerade aus diesem Grund von der Ölindustrie bei Ölbohrungen mehr Verantwortung für ihr Handeln und gerade die jüngsten Ereignisse haben gezeigt, dass ein schnellstmöglicher Umstieg auf die Erneuerbaren Energien die langfristig einzig sichere Möglichkeit ist um unseren Wohlstand zu sichern und unseren Enkeln und Urenkeln die Erde in einem lebenswerten Zustand zu hinterlassen.

Da die meisten Politiker und die (Energie)Wirtschaft ihr Handeln wohl auch weiterhin eher an Gewinnen als am langfristigen Erhalt einer gesunden Umwelt ausrichten wird, können nur die Verbraucher einen Kurswechsel herbeiführen, indem sie auf unnötige Autofahrten verzichten und damit deutlich weniger Kraftstoff konsumieren, viel weniger Kunststoff- und Platikprodukte kaufen sowie weniger fliegen. Hier sind weitere Tipps und Informationen zum Thema Energiesparen zu finden.

 
 
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Kategorie(n): Sonstiges
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