Veröffentlicht am 5. Juli 2010,
Kategorie(n): Sonstiges
Die grünste Uni Deutschlands steht in Alfter bei Bonn! Das zumindest ist das Ergebnis des vom Online-Portal Utopia ausgerufenen Wettbewerbs “Das Grüne Hochschulranking 2010″. In dessen Rahmen waren alle Studenten aufgerufen, das ökologische Engagement ihrer Uni zu bewerten und mehr als 6.000 Studenten kamen dem Aufruf nach und nahmen an der Online-Umfrage teil. Auf Platz Zwei schafften es mit einem Gleichstand die Fachhochschule Trier mit ihrem Umwelt-Campus Birkenfeld sowie die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH). Den dritten Platz belegte die Leuphana Universität Lüneburg.

Foto: Alanus Hochschule
Wie auf der Homepage von Utopia berichtet wird, macht die Förderung von Umwelt- und Klimaschutz bei Hochschulen besonders viel Sinn, denn immerhin studieren in Deutschland knapp zwei Millionen Menschen, die so mit dem Thema Nachhaltigkeit in Kontakt kommen. Dementsprechend wurden im Rahmen des Fragebogens sowohl Fragen zum Ressourcenmanagement und zum Bioangebot in der Mensa wie auch zur Integration der Themen Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein in der Lehre gestellt. Insgesamt konnten 344 deutsche Hochschulen bewerten werden, in das Ergebnis flossen aber nur Universitäten und Fachhochschulen mit mindestens 20 Bewertungen ein. Die Studenten der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bestätigten ihrer Hochschule eine besonders umweltgerechte Führung sowie die Berücksichtigung nachhaltiger und ganzheitlicher Sichtweisen in der Wissensvermitlung.
“Die Sensibilisierung für die sozialen und ökologischen Dimensionen des menschlichen Handelns ist ein wichtiges Anliegen im gesamten Studienangebot unserer Hochschule”, erläutert auch Rektor Marcelo da Veiga. Dieser Ansatz gelte dabei sowohl für ein BWL-Studium wie für ein Architekturstudium. “Wer bei uns studiert, lernt gängige Modelle kritisch zu reflektieren, neue Lösungsansätze für gesellschaftlich relevante Fragestellungen zu suchen und verantwortungsbewusst zu handeln”, so da Veiga. Für die Förderung des Bewusstseins für ganzheitliches Denken und Handeln eignet sich besonders das fachübergreifende Studium Generale. Da Gebäude für einen Großteil des Ressourcen und Energieverbrauchs verantwortlich sind, gibt es im Fachbereich Architektur zudem einen eigenen Lehrstuhl für Architektur und Ressourcen. Und in allen Entwurfsaufgaben, die die Architekturstudenten im Laufe des Studiums bearbeiten, spielt soziale und ökologische Zukunftsfähigkeit eine entscheidende Rolle. Im neuen Masterstudiengang wird der Schwerpunkt Ressourcenoptimierte Architektur angeboten.
Um diesen zukunftsorientierten Ansatz nicht nur mit Worten sondern auch mit Taten zu verfolgen, wird auch im täglichen Hochschulbetrieb an der Alanus Hochschule auf umweltbewusstes Handeln geachtet. So besteht das Angebot in der Cafeteria fast ausschließlich aus Bioprodukten, die Hochschule bezieht Ökostrom und nutzt regenerative Energien zur Beheizung der Seminar- und Verwaltungsgebäude. Un wenn es wie zur Zeit drückend heiß ist, werden die Räume des neuen Campus nicht mit einer stromfressenden Klimaanlage sondern mit Brunnenwasser gekühlt. Dieses wird aus der tieferen und kühleren hochgepumpt und zirkuliert dann in einem System in den Raumdecken.