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Koalitionsvertrag von SPD und Grünen in NRW läutet Abschied von der Kohle ein

Veröffentlicht am 12. Juli 2010,  Kategorie(n): Allgemein

Nordrhein-Westfalen (NRW) war das “Land von Kohle und Stahl”, weshalb nicht nur die bisherige schwarz-gelbe Landesregierung als Industrielobby auf den fossilen Brennstoff als Energieträger setzte. Auch zwischen SPD und Grünen war die künftige Energiepolitik in NRW stets ein Streitpunkt, hielt die SPD doch zuerst daran fest, auch weiter auf heimische Braunkohle zu setzen. Dabei ist der Abbau von Kohle in Deutschland weder umwelt- oder klimafreundlich noch wirtschaftlich rentabel. Während die Förderungen der Erneuerbaren Energien stets kritisiert wird, erhielt die alleine die RAG Deutsche Steinkohle AG mit Sitz in Herne für den Steinkohlebergbau in Deutschland im Jahre 2008 etwa 2 Milliarden Euro Subventionen vom Bund. Das entspricht ca. 9,3 % der Gesamtsubventionssumme der Bundesrepublik (Quelle: Wikipedia).

Braunkohle Tagebau Hambach (NRW)
Foto: Braunkohle Tagebau Hambach (NRW) / Johannes Fasolt

Nun scheint die SPD in Nordrhein-Westfalen aber doch zur Besinnung gekommen zu sein, denn im Koalitionsvertrag von SPD und Grünen, der am Wochenende auf den Parteitagen verabschiedet wurde, wird erstmalig Abschied von der heimischen Kohle eingeläutet. Stattdessen will man auch in NRW künftig verstärkt in erneuerbare und saubere Energien investieren und das Ende 2007 in Kraft getretene “Gesetz zur Finanzierung der Beendigung des subventionierten Steinkohlenbergbaus zum Jahr 2018 (Steinkohlefinanzierungsgesetz)” wird von den Koalitionspartnern nicht in Frage gestellt.

Das die Energiewende in Nordrhein-Westfalen überfällig ist, belegt alleine die Tatsache, dass NRW für mehr als ein Drittel der in Deutschland entstehenden CO2-Emissionen verantwortlich ist. Dem Bundesland kommt deshalb für den Wandel zu einer auf regenerativen Energien basierenden Gesellschaft und bei der Erfüllung der deutschen Klimaschutzziele eine besondere Bedeutung zu. Ziel ist es, die CO2-Emissionen von NRW bis 2020 um mindestens 25 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Erreicht werden soll dies vor allem mit deutlich verstärkter Nutzung von Windkraft, Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung sowie der effizienteren Nutzung industrieller Abwärme. Darüber hinaus sollen vor allem Gebäude energetisch saniert werden um so Energie zu sparen.

Foto: Johannes Fasolt, 6. August 2006. Das Foto wurde vom Urheber zur uneingeschränkten Nutzung freigegeben und unterliegt der Public Domain.

 
 
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