Nicht nur in Spanien, Italien oder der Türkei brennt die Sonne zur Zeit vom Himmel, sondern auch in Deutschland ist es spätestens seit Juli teils wie im Backofen. Während man seine Freizeit deshalb umso schöner am Baggersee oder im Schwimmbad genießen kann, lässt die Begeisterung im Büro oder den eigenen vier Wänden schnell nach. Gerade in schlecht gedämmten Häusern oder in Dachwohnungen steigt das Termometer schnell über die erträglichen Temperaturen. Kein Wunder also, dass die Nachfrage nach Klimageräten so hoch ist wie nie - auch Dank niedrigen Einstiegspreisen unter 100 Euro. Wie die Kampagne “Klima sucht Schutz” berichtet, fällt die Kühlwirkung aber leider häufig gering aus, die Stromrechnung dafür umso heftiger.

Foto: Klima-Wandel.com
Vor allem mit mobilen Klimaanlagen kann man schnell in die teure Stromfalle tappen. Dass die Klimaanlage daher vielleicht die bequemste Lösung ist, es aber auch clevere und klimafreundliche Alternativen gibt, sollen die folgenden Tipps aufzeigen:
- Zum richtigen Zeitpunkt Lüften
Die Fenster nicht über den Tag öffnen oder gekippt halten, denn dann gelangt warme oder heisse Luftvon draussen in die Wohnung. Stattdessen ganz früh am Morgen oder sehr spät am Abend bzw. in der Nacht lüften. Denn vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang ist die Luft am kühlsten.
- Mit der richtigen Technik Lüften
Idealerweise die Fenster nicht nur kippen, sondern in mehreren Räumen ganz öffnen. So entsteht ein Durchzug und die kühle Morgen- oder Nachtluft gelangt schneller in die Räume.
- Rolläden oder Jallousien über den Tag schließen
Wenn die heissen Sonnenstrahlen erst gar nicht bis in die Wohnung dringen, können sich die Räume auch nicht so stark erhitzen. Wer nicht dringend sehr helles Licht benötigt oder sogar den Tag über ausser Haus ist, der sollte diesen sehr effizienten Sonnenschutz nutzen.
- Erhöhung der Luftfeuchtigkeit vermeiden
Da schwüle Luft den Körper noch schneller Schwitzen lässt als trockene Hitze sollte man alles vermeiden, was die Luftfeuchtigkeit zusätzlich erhöht. Dazu zählt langes Kochen ebenso wie das Aufhängen feuchter Wäsche.
- Den Gebrauch elektrische Geräte auf ein Minimum reduzieren
Alles, was mit Strom betrieben wird produzier zusätzliche Wärme. Jedes Kind weiss, dass die Glühbirne heiss wird wenn die Lampe angeschaltet ist und daher sollte man nicht notwendige Beleuchtung ebenso vermeiden wie langes Kochen oder Backen. Alle elektrischen Geräte wie PC, Fernseher, etc. sollten komplett ausgeschaltet werden und nicht im Stand-By Betrieb laufen.
- Ventilator statt Klimaanlage sorgt ebenfalls für frischen Wind
Wenn an besonders heissen Tagen die vorher aufgeführten tipps nicht mehr ausreichen, dann bietet sich ein Ventilator an. Sie sind sowohl günstiger in der Anschaffung, deutlich günstiger beim Stromverbrauch und sehr viel besser für Klima und Umwelt.
- Wenn schon Klimaanlage, dann effizient nutzen
Kommt man ohne Klimaanlage einfach nicht mehr aus, dann sollte diese zumindest nur mit Bedacht genutzt werden. Auf gar keinen Fall sollte sie laufen, wenn niemend in Haus oder Wohnung ist oder in Räumen, die nicht genutzt werden. Kühlt man ein Zimmer, sollten Fenster und Türen geschlossen sein. Oft reicht dann auch nur ein gelegentliches Anschalten um den Raum auf eine erträgliche Temperatur abzukühlen.
- Hausbesitzer können die Fassade begrünen lassen
Ein besonders umweltfreundlicher Hitzeschutz für Immobilienbesitzer ist die Begrünung der Fassade. Die Blätter der Pflanzen filtert im Sommer einen Teil der Sonnenstrahlen und sorgen im Gegenzug im Winter für mehr Wärme. Man spart also gleich doppelt Geld, Energie und Emissionen.
- Dämmung von Fassade oder Dach
Eine professionelle Dämmung von Fassade und/oder Dach ist zwar eine größere Investition für Hausbesitzer, zahlt sich langfristig aber aus. Im Sommer bleibt der Wohnraum kühler und im Winter muss teils deutlich weniger geheizt werden.
Weitere Tipps und Informationen sind auch im Hitzeschutzratgeber der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne “Klima sucht Schutz” unter www.klima-sucht-schutz.de zu finden.