Veröffentlicht am 12. Juli 2010, Kategorie(n):Allgemein, 1,375 x gelesen
Nordrhein-Westfalen (NRW) war das “Land von Kohle und Stahl”, weshalb nicht nur die bisherige schwarz-gelbe Landesregierung als Industrielobby auf den fossilen Brennstoff als Energieträger setzte. Auch zwischen SPD und Grünen war die künftige Energiepolitik in NRW stets ein Streitpunkt, hielt die SPD doch zuerst daran fest, auch weiter auf heimische Braunkohle zu setzen. Dabei ist der Abbau von Kohle in Deutschland weder umwelt- oder klimafreundlich noch wirtschaftlich rentabel. Während die Förderungen der Erneuerbaren Energien stets kritisiert wird, erhielt die alleine die RAG Deutsche Steinkohle AG mit Sitz in Herne für den Steinkohlebergbau in Deutschland im Jahre 2008 etwa 2 Milliarden Euro Subventionen vom Bund. Das entspricht ca. 9,3 % der Gesamtsubventionssumme der Bundesrepublik (Quelle: Wikipedia).
Foto: Braunkohle Tagebau Hambach (NRW) / Johannes Fasolt
Veröffentlicht am 12. Juli 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 1,030 x gelesen
Mit dem Abschluss der Verschmelzung der operativen Holdinggesellschaft Greenvironment Oy auf eine bereits börsennotierte Mantelgesellschaft ist das Cleantech-Unternehmen Greenvironment plc mit operativem Hauptsitz in Berlin nun im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Die ICF Kursmakler AG (ICF), eine der führenden deutschen Wertpapierhandelsbanken, agiert als Designated Sponsor des Unternehmens auf Xetra®. Darüber hinaus unterstützt ICF das Unternehmen bei seinem in naher Zukunft angestrebten Wechsel in den Entry Standard der Frankfurter Börse.
Greenvironment ist Technologiespezialist für den Bau und Betrieb von dezentralen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) für Biogas und Erdgas. Das Unternehmen liefert standardisierte und skalierbare Anlagen auf der Basis von Mikrogasturbinen der Capstone Turbine Corporation, dem weltweit führenden Hersteller von Niedrigemissions-Mikrogasturbinensystemen. Greenvironment hält exklusive Vertriebsrechte für die Capstone-Mikrogasturbinen in bestimmten Anwendungen für Deutschland, Finnland, Polen, Rumänien, Tschechische Republik sowie den Baltischen Staaten und hat derzeit europaweit mehr als 50 dieser Turbinen im Einsatz.
Veröffentlicht am 9. Juli 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 917 x gelesen
Die Ölkatastrophe, die durch das Sinken der Ölbohrinsel Deepwater Horizon verursacht wurde ist bereits heute die schlimmste ihrer Art. Nachdem es immer noch keine konkreten Pläne zum Verschließen des Lecks am Meeresgrund gibt, könnte aber alles noch viel schlimmer kommen. Wie eine Simulation des National Center for Atmospheric Research (NCAR) zeigt, besteht das Risiko, dass das giftige Erdöl von der Meeresströmung über den Gol von Mexiko hinaus in den Atlantik getragen wird. Dort könnte es ebenfalls Küsten auf Jahre verschmutzen sowie sogenannte Todeszonen auf offener See bilden. Währenddessen scheint sich ein Teil der Menschheit bedauerlicherweise nur für finanzielle oder andere persönliche Probleme aus der Ölkatastrophe zu interessieren.
Veröffentlicht am 8. Juli 2010, Kategorie(n):Gebäude, Solarenergie, 1,293 x gelesen
Die “Bremer Höhe” ist ein denkmalgeschütztes Ensemble von Wohnhäusern, die zwischen 1870 und 1913 im heutigen Bezirk Pankow von Berlin, Stadtteil Prenzlauer Berg errichtet wurden. Sie gehören zu den besterhaltenen und historisch wertvollsten Gebäuden in diesem Berliner Stadtteil, weshalb für sie strenge Denkmalschutzauflagen gelten - selbstverständlich auch beim Einsatz von Solarenergie. Wie sich Klimaschutz und Denkmalschutz unter einen Hut bringen und Interessenkonflikte vermeiden lassen hat nun die Berliner Energieagentur bewiesen: Auf dem Flachdach der “Bremer Höhe” wurde in enger Abstimmung mit dem zuständigen Amt für Planen und Genehmigen des Bezirkes Pankow eine Photovoltaikanlage mit einer Modulflächefläche von 341 Quadratmetern installiert.
Veröffentlicht am 7. Juli 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 783 x gelesen
Während das Öl seit dem Untergang der Deepwater Horizon vor mehreren Monaten zu Unmengen in den Golf von Mexiko läuft und das Meer wie die Küste der USA verseucht, würde die Ölindustrie am liebsten wie bisher weitermachen und sogar noch verstärkt nach Öl bohren. Selbstverständlich trifft die Schuld den britischen Konzern BP ebenso wie die Industriegesellschaften die nach dem schwarzen Gold gieren, die anderen Unternehmen der Branche vermeiden es aber zu erwähnen, dass eine solche Tragödie auch bei ihren Bohrungen passieren könnte. Um dieses Risiko weitestgehend zu minimieren plant die EU-Kommission daher nun, die Ölindustrie stärker zu kontrollieren und dafür höchste Umwelt- und Sicherheitsstandards aufzustellen.
Wie die Welt Online bereichtet, will Energiekommissar Günther Oettinger endlich eine spezifische Gesetzgebung für Offshore-Bohrungen vorlegen, die EU-weite Sicherheitsstandards und Notfallpläne beinhaltet. Erste Vorschläge sollen bereits am heutigen Mittwoch dem Europäischen Parlament in Straßburg vorgestellt werden. Konkrete Gesetzesvorlagen der Europäischen Union, die im Anschluß in nationales Recht umgesetzt werden müssen, könnten laut Welt Online bereits 2011 vorliegen. Das es in diesem Bereich dringenden Handlungsbedarf gibt, belegen Mitteilungen der EU-Kommission in denen es heisst, dass “die EU mit ähnlichen Unglücken nahe der Küste rechnen muss”.
Veröffentlicht am 6. Juli 2010, Kategorie(n):Termine, 834 x gelesen
Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) veranstaltet am 12. und 13. Oktober 2010 erstmals einen systemübergreifenden Energieeffizienzkongress im Estrel Hotel Berlin. Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung stehen Strategien und Instrumente für die Energiesysteme und -märkte der Zukunft. Inhaltlich werden bei der Premiere dieser Veranstaltung in Europas größtem Convention-, Entertainment- und Hotel-Komplex die bisherigen der dena-Kongresse “zukunft haus”, “Stromeffizienz” und “energie.effizient.mobil” sowie die Themenbereiche “Erneuerbare Energien” und “Internationale Perspektiven” integriert.
Informieren Sie sich über innovative Ansätze zur Steigerung der Energieeffizienz in den Bereichen Gebäude, Mobilität und Strom. Diskutieren Sie mit Entscheidern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über die künftige Rolle der erneuerbaren Energien und die Bedeutung von internationalen Energieeffizienzpartnerschaften.
Veröffentlicht am 5. Juli 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 2,154 x gelesen
Die grünste Uni Deutschlands steht in Alfter bei Bonn! Das zumindest ist das Ergebnis des vom Online-Portal Utopia ausgerufenen Wettbewerbs “Das Grüne Hochschulranking 2010″. In dessen Rahmen waren alle Studenten aufgerufen, das ökologische Engagement ihrer Uni zu bewerten und mehr als 6.000 Studenten kamen dem Aufruf nach und nahmen an der Online-Umfrage teil. Auf Platz Zwei schafften es mit einem Gleichstand die Fachhochschule Trier mit ihrem Umwelt-Campus Birkenfeld sowie die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH). Den dritten Platz belegte die Leuphana Universität Lüneburg.
Veröffentlicht am 2. Juli 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 3,058 x gelesen
Das Öl aus dem Leck im Bohrloch der Deepwater Horizon läuft und läuft und läuft und läuft in den Golf von Mexiko. Vor mehr als zwei Monaten sank die Ölbohrplattform von BP im Golf von Mexiko und seither verseucht das giftige Erdöl das Meer. Bisher sind unvorstellbare Mengen ausgetreten - Schätzungen sprechen von bis zu 4 Millionen Liter pro Tag - und bisher konnte BP nur einen Bruchteil davon auffangen. Auch scheinen manche Menschen nichts aus solchen Katastrophen zu lernen: Genau vor zwei Monaten wurde hier die Frage in den Raum gestellt, ob die vielleicht schlimmste Umweltkatastrophe durch die Deepwater Horizon vielleicht die Energiewende bringt? Nach den Bohrstopps in der Tiefsee des Golf von Mexiko soll nun aber statt weniger sogar noch verstärkt nach Öl gebohrt werden.
Veröffentlicht am 1. Juli 2010, Kategorie(n):Sonstiges, 2,097 x gelesen
Jedes Jahr landen nach Schätzungen der Vereinten Nationen weltweit mindestens 40 Millionen Tonnen Elektrogeräte im Müll - Tendenz steigend. Darunter befinden sich Handys, Computer und Fernseher, deren nicht fachgerechte Entsorgung sowohl Mensch wie Umwelt belastet. Darüber hinaus gehen der Menschheit wertvolle Rohstoffe wie Kupfer und Gold verloren, was laut Experten wie Rüdiger Kühr, Generalsekretär der internationalen Solving the E-Waste Problem (StEP) Initiative an der Universität der Vereinten Nationen (UNU) in Bonn, zwangsläufig zu einem Mangel dieser Ressourcen führen wird. Aus diesem Grund sucht er nach Lösungen für das Problem mit dem Elektroschrott. Im Gespräch mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung erklärt der Politik- und Sozialwissenschaftler, welche Rolle die Wirtschaft, deutsche Verbraucher und der Hype um neue Geräte wie das iPad dabei spielen.
Immer kürzerer Lebenszyklus und falsche Entsorgung von Elektrogeräten fördern Rohstoffmangel
Weil der Produktlebenszyklus vieler Elektrogeräte immer kürzer wird - Computer werden häufig schon nach drei Jahren gegen ein neues Gerät ausgewechselt, Mobiltelefone werden teilweise sogar weniger als ein Jahr genutzt - werden ständig massenweise neue Elektrogeräte produziert und verkauft. Dieses von der Industrie angestrebte und geförderte Verhalten der Konsumenten verursacht eine stetig steigende Nachfrage nach Rohstoffen wie etwa Kupfer und Gold. Darüber hinaus sind die modernen Elektrogeräte wie z.B. LCD-Bildschirme in der Herstellung sehr ressourcenintensiv. Ihr ökologischer Fußabdruck ist enorm, ihre Produktion benötigt sehr viel Wasser, Energie und Rohstoffe.
Obwohl viele der verarbeiteten Rohstoffe immer knapper werden, landen Elektrogeräte häufig im normalen Hausmüll statt fachgerecht entsorgt zu werden. Ob aus Unwissenheit, Bequemlichkeit oder gar Gleichgültigkeit werden so jährlich unzählige Tonnen an eigentlich wertvollen Ressourcen vernichtet. Welche Ausmaße diese Verschwendung hat, verdeutlicht Rüdiger Kühr am Beispiel der Handys: 41 Mobiltelefone enthalten gemeinsam ein Gramm Gold und jährlich überschwemmen mehr als eine Milliarde neue Handys den Weltmarkt während alte Geräte häufig im normalen Hausmüll landen. Nach Berechnungen von StEP sind dadurch in 2007 allein in China 1.600 Kilogramm Gold und 630.000 Kilogramm Kupfer verloren gegangen.