Veröffentlicht am 9. August 2010,
Kategorie(n): Sonstiges
Neue Technologien wie Autogasanlagen, Hybridantrieb oder Brennstoffzellen sollen Autos sauberer und umweltfreundlicher machen um uns auch in der Zukunft noch die Freiheit der individuelle Mobilität möglich zu machen. Während die alternativen Antriebe zur Zeit heiss diskutiert werden und die Förderung sparsamerer Autos - wie zuletzt mit der Abwrackprämie - als vermeintlich umweltfreundliche Lösung propagiert wird, übersieht man oft, dass gerade die Herstellung eines Autos enorme Mengen Rohstoffe und Energie kostet. Dabei gibt es auch in der Produktion große Einsparmöglichkeiten, wie Volkswagen gerade wieder beweist: Denn eine neue Technologie macht die Lackierung in Wolfsburg wirtschaftlicher und zugleich umweltfreundlicher.

Foto: Katalysator, der den Nachverbrennungsanlagen in der Lackiererei bei Volkswagen in Wolfsburg vorgeschaltet ist. Dietmar Diehl (links) und Ingo Jahns. © Volkswagen
Dabei gehört die Lackiererei in der Automobilproduktion traditionell zu den größten Energieverbrauchern, was in der Vergangenheit auch daran lag, dass die thermische Nachverbrennungsanlage (TNV) bei der Trocknung von Karossen zwangsläufig mehr Wärme erzeugt hat, als der zugehörige Trockner abnehmen konnte. Mit Hilfe eines innovativen Verfahrens hat Volkswagen nun das Temperaturniveau der Nachverbrennungsanlage abgesenkt und zur Abluftreinigung einen Katalysator nachgeschaltet. Im Ergebnis wird in dort nur noch so viel Wärme erzeugt wie tatsächlich benötigt wird. Der Energieverbrauch konnte damit um bis zu 40 Prozent gesenkt werden.
Vor rund anderthalb Jahren wurden die ersten Katalysatoren in der Lackiererei des Werkes Wolfsburg installiert. Nachdem der Erdgasverbrauch der ersten Decklacklinie in den 17 Monaten Betriebsdauer mit Katalysator etwa 40 Prozent unter dem Verbrauch herkömmlicher Maschinen lag, wurde in weitere Katalysatoren investiert. Mittlerweile betreibt Volkswagen am Standort Wolfsburg bereits 21 Katalysator-Anlagen und neben geringeren Energiekosten aufgrund des geringeren Energieverbrauchs konnten auch CO2-Emissionen entsprechend gesenkt werden. Die Anschaffung innovativer und energieeffizienter Technologie zahlt sich dementsprechend für Unternehmen und Umwelt aus.