Veröffentlicht am 26. August 2010,
Kategorie(n): Sonstiges
Das langfristige und schrittweise eingeführte Verbot von herkömmlichen Glühlampen hatte die EU bereits 2008 beschlossen. Während in 2009 bereits alle matten Glühlampen sowie alle Modelle mit klaren Glaskolben und einer Leistung von mindestens 100 Watt vom Markt verschwanden, wird das Verbot zum 1. September 2010 auch auf alle Lampen mit mehr als 75 Watt Leistung ausgeweitet. Mit dem flächendeckenden Ersatz von Glühlampen durch Energiesparlampen sollen ein Großteil des Energieverbrauchs für Beleuchtung und damit auch wertvolle Ressourcen und schädliche Emissionen eingespart werden.

Vom geringeren Stromverbrauch profitiert auch jeder Einzelne, denn der Wechsel zu effizienteren Lampen können die eigenen Stromkosten für Beleuchtung um bis zu 80 Prozent senken. Nach Berechnung der Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) soll man allein durch den Austausch einer 60 Watt-Glühlampe gegen eine 11 Watt-Energiesparlampe über die gesamte Lebensdauer der Lampe rund 100 Euro Stromkosten (bei einem Strompreis von 21 ct/kWh) einsparen können - und zwar bei gleicher Lichtleistung.
Kritiker des Verbots führen allem voran die Argumente an, dass Energiesparlampen ein schlechteres bzw. kaltes Licht verbreiten würden und sie zudem teuer wären sowie eine hässliche Form hätten. Während diese Kritikpunkte in der Anfangszeit der Energiesparlampe mit Sicherheit berechtigt waren, gibt es die Energiesparlampen heute in vielen verschiedenen Farben und Formen. Manche Modelle sind von der Form her von herkömmlichen Glühlampen kaum noch zu unterscheiden und wer eine Energiesparlampe möchte, die warmes, gemütliches Licht ausstrahlt, sollte sich für eine Lampe mit einer Farbtemperatur 2.700 Kelvin oder weniger entscheiden.
Neben den im allgemeinen als Energiesparlampen bezeichneten Modellen sind auch LED-Lampen (Leuchtdioden) echte Energiesparer. Ihr Wirkungsgrad und ihre Lebensdauer liegt deutlich über dem von Halogenlampen und so haben LEDs herkömmliche Lampen z.B. bei Autos für Blinker, Rück- und Bremsleuchten sowie Tagfahrlichter längst ersetzt. Auch als Hintergrundbeleuchtung in Displays wie z.B. bei modernen LED Fernsehern sorgen sie für einen niedrigeren Stromverbrauch. LEDs mit Standardfassungen sind bislang noch deutlich teurer als Energiesparlampen. Geht man aber davon aus, dass der Preis für diese Modelle langfristig sinken wird, so werden sie zunehmend als Ersatz für Glühlampen mit niedriger Wattzahl bis 40 Watt interessant.
LED Lampen haben aber noch weitere Vorteile: Laut einer Studie des Leuchtmittelherstellers OSRAM haben sie eine Lebensdauer von rund 25.000 Stunden und benötigen im Gesamtlebenszyklus (Energieverbrauch bei Herstellung und Gebrauch) nur einen Bruchteil der Energie, die Glühlampen benötigen würden und auch weniger als eine Kompaktleuchtstofflampe (Energiesparlampe). Zudem sind sie auch deutlich umweltfreundlicher, da in LEDs - im Gegensatz zur Kompaktleuchtstofflampe - kein giftiges Quecksilber enthalten und sie aus diesem Grund nicht im Sondermüll entsorgt werden müssen. Denn bei allen Vorteilen der Energiesparlampe wird es niemals zu verhindern sein, dass gewisse Menschen sie im normalen Hausmüll entsorgen. Und dieser Umweltschaden ist wahrscheinlich in keiner offiziellen Studie zu den Pluspunkten der Energiesparlampen aufgeführt.