News zu Klimawandel, Umwelt, Energie, Recycling und Energiesparen

HOME | KLIMAWANDEL | ENERGIESPAREN | STELLENANGEBOTE | TAGS | DIE NEUESTEN BEITRÄGE | DIE TOP BEITRÄGE | INTERVIEWS | DIE TOP BEITRÄGE | TERMINE

Klimawandel Blog Suche

 

Klima & Energie News

Allgemein
Autos und Verkehr
Gebäude
Solarenergie
Wasserkraft
Windkraft
Sonstiges

Energiespar-Tipps

Auf der Arbeit
Auto und Verkehr
Im Haushalt
Sonstiges

Bäume gegen Klimawandel

 
 

  �KOPORTAL - Das Webverzeichnis der �kobranche  

Investieren und Anlegen

Erneuerbare Energien
Nachhaltige Investments

Bücher und Media

Bücher
Filme & TV

Die beliebtesten Tags

   
...alle Tags ansehen

Archiv

  August 2017
Oktober 2016
August 2016
Juli 2016
Juni 2016

Zum Archiv mit allen Monaten
 

Blogroll

  Alles, was gerecht ist.
Die Klimaschuetzer Aktion
Energieblog
energynet
Green Economy News
Klimawandel Global
Ökoblog
 

Netzwerk & Partner

  Grüne Autos Magazin - Elektroautos, Hybrid-Fahrzeuge, Ethanol, Autogas und mehr!
Grüne Mode -  Labels und Shops mit Ethik- und Eco-Faktor!
Klimaspot.de - Artikel, Beiträge & News zu Umweltschutz, Klimaschutz und regenerativen Energien!
 

  Paperblog

Add to Google

Energieliga.de

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
Blog Top Liste - by TopBlogs.de
RSS Newsfeeds Verzeichnis RSS-Scout - suchen und finden

 
« »
 

Living Planet Report 2010: Wir bräuchten eine zweite Erde

Veröffentlicht am 15. Oktober 2010,  Kategorie(n): Allgemein

Der Name der aktuellen WWF Studie täuscht über die gravierenden Auswirkungen des menschlichen Handelns hinweg, die der „Living Planet Report 2010“ beschreibt: Die Menschheit lebt über ihre Verhältnisse, was innerhalb der letzten 40 Jahre unter anderem zum Aussterben von fast 30 Prozent der Populationen von 2.500 ausgewählten Tierarten geführt hat, die charakteristisch für die unterschiedlichen Land-, Meeres- und Süßwasserökosysteme der Erde sind. Vielleicht wäre daher sogar „Dying Planet Report 2010“ also „Report zum sterbenden Planeten“ die treffendere Bezeichnung gewesen, allerdings betseht ja auch weiterhin Hoffung und man will zum Umdenken & verantwortlicherem Handeln aufrufen und keinesfalls zur Resignation.

Veränderung des Living Planet Index von 1970 bis 2007
Übersicht des Ökologischen Fußabdrucks nach Ländern (2007)

 
Vor allem in den Tropen sei der natürliche Reichtum in den letzten Jahrzehnten sogar noch stärker eingebrochen als im Durchschnitt, wobei die Populationsgrößen um fast 60 Prozent zurückgegangen sind. Verursacher sind aber weniger die Bewohner der tropischen Regionen als der kontinuierlich hohe und weiter wachsende Hunger nach Rohstoffen und natürlichen Ressourcen durch die reichen Staaten und zunehmend auch durch die Schwellenländer. „Um die Nachfrage nach Nahrung, Energieträgern und anderen natürlichen Rohstoffen zu decken, bräuchte man schon jetzt einen zweiten Planeten„, betont Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland. Der scheinbare Wohlstand in den Ländern mit hohem Einkommen werde mit dem biologischen Reichtum u.a. der Tropen erkauft und auch Deutschland gehöre zu den ökologischen Schuldnerländern.

Der „Living Planet Report“ des WWF erscheint im Rhytmus von zwei Jahren und ist eine umfassende Langzeituntersuchung zur Entwicklung der biologischen Vielfalt in den vergangenen 40 Jahren. Neben einem Überblick über die Artenvielfalt beinhaltet die Studie auch eine Analyse über den den so genannten „Ökologischen Fußabdruck“ der Menschen in den verschiedenen Regionen der Welt. Der Ökologische Fußabdruck beschreibt die Fläche, die ein Mensch bzw. der durchschnittliche Bewohner eines bestimmten Landes für seinen Lebensstandard benötigt. Zu diesem Zweck wird der Verbrauch an nachwachsenden Rohstoffen in die zur Produktion notwendige Fläche umgerechnet. Dabei wird der Landverbrauch für die Nahrungsmittel- und Holzproduktion ebenso berücksichtigt wie die für Städte, Straßen und andere Infrastruktur benötigten Gebiete. Darüber hinaus fließt auch die Waldfläche in die Berechnung mit ein, die zur Aufnahme des Treibhausgases CO2 notwendig ist.

Würde jeder Mensch auf Erden eine gleich große Fläche beanspruchen können, so könnte jeder Erdenbürger bei der aktuellen Weltbevölkerung maximal 1,8 Hektar nutzen. In der Wirklichkeit geht es allerdings weitaus ungerechter zu, denn in den reichen Staaten ist der ökologische Fußabdruck der Menschen rund fünf Mal so groß wie in den ärmeren Ländern. Während die Menschen in Bangladesch im Schnitt nur eine Ffläche von 0,62 Hektar nutzen ist die Beanspruchung mit rund fünf Hektar pro Kopf in Deutschland bereits um ein Vielfaches höher. Dennoch liegt es nur im Mittelfeld, da Menschen in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder den USA mit einem Pro-Kopf Verbrauch von nahezu zehn Hektar ganz besonders verschwenderisch leben.

Inzwischen geht fast die Hälfte des ökologischen Fußabdrucks auf den Energieverbrauch und die daraus resultierenden CO2-Emissionen zurück. Der Anteil am gesamten Abdruck hat sich in den vergangenen 50 Jahren mehr als verzehnfacht, was auch für Deutschland gilt. Allerdings wird der Raubbau an den natürlichen Ressourcen auch auf anderen Gebieten immer sichtbarer: Die industrielle Fischerei hat 70 Prozent der Fischgründe weltweit stark geschädigt. Erst betraf die Überfischung die großen Fische, nachdem diese immer seltener werden, konzentrieren sich die Fangflotten nun auf kleinere Fische und Krill. Dadurch gefährdet diese Industrie rund 520 Millionen Menschen, deren Existenz von der Fischerei abhängig ist. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Blick auf die Situation der weltweiten Wälder: Jedes Jahr werden etwa 130.000 Quadratkilometer Waldflächen in Weide- und Anbauflächen umgewandelt und gehen damit als Lebensraum verloren. Diese Fläche entspricht etwa der 1,5-fachen Größe Österreichs.

Bisher lebten vor allem die Bürger der reichen Industrienationen auf Kosten der restlichen Weltbevölkerung sowie der Natur im Allgemeinen. Schließlich haben die OECD-Staaten laut aktuellem WWF Report auch heute noch mit 40 Prozent den größten Anteil am Ökologischen Fußabdruck. Durch die hohe Bevölkerungszahl in Verbindung mit einem sehr hohen Wirtschaftswachstum holen Länder wie China, Indien, Brasilien und Russland allerdings auf. Durch den wachsenden Konsum und Energiehunger wird der Fußabdruck dieser Länder ebenfalls immer tiefer, was zwangsläufig zu riesigen Problemen führen wird. Da jedem Mensch theoretisch nur maximal 1,8 Hektar Fläche zur Verfügung stehen, ohne die Erde unwiederbringlich zu schädigen, wird es erst recht nicht funktionieren, wenn sich weitere hunderte von Millionen dem 5 Hektar Durchschnitt nähern.

„Wir leben in einer trügerischen Ruhe“, warnt daher auch Eberhard Brandes. „Der Living Planet Report zeigt deutlich, dass es höchste Zeit ist, Lösungen zu entwickeln, wie die wachsenden Bedürfnisse der Weltbevölkerung mit den vorhandenen Rohstoffen gedeckt werden können. Vor dem Hintergrund, dass 2050 voraussichtlich mehr als neun Milliarden Menschen die Erde bevölkern werden, ist die Lösung dieser Frage fundamental.“ Der westliche Lebensstil habe zu einer gefährlichen Schieflage des Planeten geführt. Je früher die Trendumkehr geschafft werde, desto besser.

Vor dem Hintergrund der drastischen Lage unserer Erde stellt der WWF sechs Forderungen auf, die sie aus dem „Würgegriff“ befreien soll:

  1. Eine neue Definition von Wohlstand ist überfällig. Die Konzentration auf die Steigerung des Bruttosozialprodukts führt in die Irre. In einer Welt mit begrenztem Ressourcenangebot kann es kein unbegrenztes Wachstum geben.
     
  2. Die Menschheit muss mehr in ihre natürlichen Schätze investieren. Dazu gehört die Einrichtung und Finanzierung von Schutzgebieten. Der WWF empfiehlt, 15 Prozent der Erdoberfläche zum Schutzgebiet zu erklären. Insbesondere bei den Küsten und Hochseeschutzgebieten besteht großer Nachholbedarf.
     
  3. Eine nachhaltige Energieversorgung ist die fundamentale Herausforderung. Investitionen in die Energieeffizienz und die Umstellung von fossilen auf erneuerbare Energieträger fundamental. Die Treibhausgasemissionen müssen bis 2050 um 95 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig müssen die Ernährungsgewohnheiten der Menschen, insbesondere der Fleischkonsum auf den Prüfstand.
     
  4. Die zur Verfügung stehenden Flächen sollten intelligenter genutzt werden. Ein Kompromiss zwischen Flächennutzung zur Nahrungsmittelproduktion, Produktion von Biokraftstoffen und Flächenschutz muss erarbeitet werden.
     
  5. Die Naturschätze der Erde müssen gerechter nachhaltig genutzt werden. Dazu braucht es eine gerechtere Verteilung, z.B. etwa durch nationale Budgets (von Kohlenstoff, etc.) und die Abschaffung von pervertierten umweltzerstörenden Subventionen.
     
  6. Die internationalen Bemühungen zum Schutz der Biodiversität müssen verstärkt werden. Dies beinhaltet die Einrichtung globaler Finanzierungsmechanismen.

Quelle: WWF. Auf den Seiten des WWF steht der Living Planet Report 2010 (Pdf) zum kostenlosen Download bereit.

 
 
Der Artikel war interessant? Dann einfach hier den kostenlosen RSS-Feed zum Thema Energiesparen, Erneuerbare Energien, Umweltschutz und Klimawandel abbonieren!
 
Kategorie(n): Allgemein
Gelesen: 8.476 x gelesen
Tags: , , , , , , , , , , ,
 
Die 10 meistgelesenen Beiträge 10 Beiträge mit ähnlichem Thema
 

FEED

Mit einem Feed-Reader abonnieren

Anzeigen

Klimaspot.de News

(Öffnen in neuem Fenster)

Natura 2000: Weltgrößtes Netz an Naturschutzgebieten

Milder Winter sorgt in Deutschland für einen rekordverdächtig niedrigen Energieverbrauch

Warum sich der Wechsel zu einem Ökostromanbieter lohnt

Make the Future: Shell sucht Ideen die die Welt verändern

Fast ein Drittel des deutschen Stromverbrauchs durch Erneuerbare Energien gedeckt

Nicholas Stern: Klimaschutz und Wirtschaftswachstum sind zusammen möglich

3.000 Berliner mit 30.000 Einwegtüten setzen Zeichen gegen Plastiktüten

Studie: China wird 2014 das Land mit dem höchsten Ökostrom-Anteil

Neue Solarkraftwerke in den USA liefern besonders günstigen Strom

Recycling Master: Mit neuer Umwelt-App spielerisch zum Thema Entsorgung dazulernen
Über Klima-Wandel.com:
Impressum
Werbung
Partnerseiten

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmen Sie der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung (selbstverständlich ohne Namen) unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.

Schließen